{"id":5755,"date":"2015-11-11T15:02:04","date_gmt":"2015-11-11T15:02:04","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=5755"},"modified":"2015-11-11T15:02:04","modified_gmt":"2015-11-11T15:02:04","slug":"wueste","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=5755","title":{"rendered":"W\u00fcste"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-5755\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-5755-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-5755-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-5755-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-5755-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-5755-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Als W\u00fcste werden Gebiete bezeichnet, die hei\u00df und extrem niederschlagsarm oder kalt und keine oder nur wenig hochspezialisierte <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Flora und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Fauna besitzt. Etwa ein Drittel des Festlands war Ende der 80er Jahre W\u00fcste oder Halbw\u00fcste.<\/b><\/p>\n<p><span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Desertifikation\u00a0(lateinisch: Verw\u00fcstung) bezeichnet die vom Menschen verursachte Ausdehnung w\u00fcstenartiger Regionen \u00fcberwiegend durch Bodendegration oder Aussch\u00f6pfung der S\u00fc\u00dfwasserreserven. Betroffen sind v.a. die Randzonen bereits vorhandener W\u00fcsten in der sogenannten Dritten Welt, aber auch Gebiete in <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Europa und USA. Weltweit dehnen sich die Randzonen der W\u00fcsten j\u00e4hrlich um 60.000 km<sup>2 <\/sup>aus, weitere 200.000 km<sup>2<\/sup> werden zur Halbw\u00fcste bzw. versteppen und gehen damit als Weideland bzw. Ackerland verloren (laut UNO\/<span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>UNEP 1992; zum Vergleich die Fl\u00e4che Deutschlands: 356.910 km<sup>2<\/sup>). Insgesamt 45 Mio km<sup>2<\/sup> sind von Ver\u00f6dung bedroht. W\u00fcsten eignen sich weder f\u00fcr <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Landwirtschaft noch f\u00fcr menschliche Besiedlung \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p>Ursachen f\u00fcr die W\u00fcsten-Ausdehnung: Abholzung von W\u00e4ldern (Regenw\u00e4lder, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Urwald), die stark wachsende Bev\u00f6lkerung (Bev\u00f6lkerungszunahme) und die damit verbundene Ausweitung der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Landwirtschaft zur Ern\u00e4hrung der Bev\u00f6lkerung. Intensiver Ackerbau laugt den <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Boden aus, und zu gro\u00dfe Viehherden vernichten den Pflanzenbestand, so da\u00df die fruchtbare Humusschicht von Wind und Regen abgetragen werden kann. \u00dcbrig bleiben Sand, Stein und unfruchtbare Erde. Eine weitere Ursache f\u00fcr die W\u00fcsten-Ausdehnung sind klimatische Ver\u00e4nderungen, z.B. infolge des Treibhauseffekts. Gerade in trockenen Gebieten sollen Studien zufolge die Niederschl\u00e4ge noch weiter zur\u00fcckgehen.<br \/><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.umweltlexikon-aktuell.de\/images\/wueste2.gif\" alt=\"\" align=\"right\" border=\"0\" hspace=\"6\" \/><\/p>\n<p>So fallen in der Sahara\/Sahelzone gegen\u00fcber 150 Liter\/m<sup>2<\/sup> und Jahr 1968 heute nur noch 50-60 Liter\/m<sup>2<\/sup> und Jahr, nicht einmal ein Zehntel der Menge, die in mitteleurop\u00e4ischen St\u00e4dten zu verzeichnen ist. In der Sahelzone gehen verschiedenen Studien zufolge jedes Jahr 20.000-70.000 km<sup>2<\/sup> Ackerland verloren. Die W\u00fcste fri\u00dft sich j\u00e4hrlich um 7-10 km nach S\u00fcden voran und zerst\u00f6rt dabei nicht nur den Ackerbau, sondern die Zivilisation der Sahelzone schlechthin. Mittlerweile ist sogar die mauretanische Hauptstadt von den umliegenden Wanderd\u00fcnen bedroht.<br \/>Ver\u00f6dete B\u00f6den haben kaum eine Chance, jemals wieder kultiviert zu werden, da die fruchtbare Humusschicht durch Regen und Wind davongetragen wird. Eine drei cm starke Schicht Mutterboden entsteht \u00fcber einen Zeitraum von 200-1.000 Jahren und kann bei Ver\u00f6dung und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Erosion in wenigen Jahren abgetragen sein. Allein 400-600 Mio. Tonnen Erde tr\u00e4gt der Wind Jahr f\u00fcr Jahr aus Westafrika unwiderbringlich davon.<\/p>\n<p>Gegenma\u00dfnahmen zur <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Desertifikation: Wiederaufforstungen und Schutzw\u00e4lle gerade an erosionsgef\u00e4hrdeten H\u00e4ngen, schonendere Nutzung (Land- und Viehwirtschaft) und Eind\u00e4mmung des Treibhauseffekts.<br \/>In China wird auf einer L\u00e4nge von 7.000 km und einer Breite von 400-700 km Wald aufgeforstet. Die sogenannte \"gr\u00fcne Mauer\" soll das Vordringen der W\u00fcste Gobi aufhalten.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-5755-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-5755-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-5755-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als W\u00fcste werden Gebiete bezeichnet, die hei\u00df und extrem niederschlagsarm oder kalt und keine oder nur wenig hochspezialisierte Flora und Fauna besitzt. 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