{"id":5754,"date":"2015-11-11T13:41:11","date_gmt":"2015-11-11T13:41:11","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=5754"},"modified":"2015-11-11T13:41:11","modified_gmt":"2015-11-11T13:41:11","slug":"mak-werte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=5754","title":{"rendered":"MAK-Werte"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-5754\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-5754-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-5754-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-5754-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-5754-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-5754-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Ein MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatzkonzentration)ist nach der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die h\u00f6chstzul\u00e4ssige Konzentration eines Arbeitsstoffes als <span id=\"AutoLinkDescriptionBox15\"><\/span>Gas, Dampf oder Schwebstoff in der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Luft am <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Arbeitsplatz, die nach dem gegenw\u00e4rtigen Stand der Kenntnis auch bei wiederholter und langfristiger, in der Regel t\u00e4glich achtst\u00fcndiger Exposition, jedoch bei Einhaltung einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden, im allgemeinen die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Gesundheit der Besch\u00e4ftigten nicht beeintr\u00e4chtigt und diese nicht unangemessen bel\u00e4stigt.<\/b><\/p>\n<p>Die Senatskommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft f\u00fcr gef\u00e4hrliche Arbeitsstoffe gibt j\u00e4hrlich eine Liste von ca. 500 Stoffen mit deren Grenzwerten in der Raumluft am Arbeitsplatz heraus, die MAK-Liste.<\/p>\n<p>Beabsichtigte Neuaufnahmen oder \u00c4nderungen bestehender Werte werden im Regelfall ein Jahr vorher angek\u00fcndigt. Anla\u00df f\u00fcr Revisionen k\u00f6nnen u.a. begr\u00fcndete Antr\u00e4ge aus der Praxis sein. Leider dauert es f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten oft viel zu lange, bis von der MAK-Kommission neue Erkenntnisse umgesetzt werden. Deshalb sollten f\u00fcr diese \u00dcbergangszeit vorl\u00e4ufige <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Grenzwerte (z.B. vom Ausschu\u00df f\u00fcr <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Gefahrstoffe) eingef\u00fchrt werden, die zeitlich begrenzte G\u00fcltigkeit haben, w\u00e4hrenddessen aber verbindlich einzuhalten sind.<\/p>\n<p>In der Regel wird der MAK-Wert als Durchschnittswert \u00fcber Zeitr\u00e4ume bis zu einem Arbeitstag oder einer Arbeitsschicht integriert. Durch Umweltgifte sind viele Menschen zus\u00e4tzlich dauernden Belastungen ausgesetzt. Bei der Festlegung der MAK-Werte ber\u00fccksichtigt man zu wenig, dass sich der Besch\u00e4ftigte au\u00dferhalb der Acht-Stunden-Arbeitszeit nicht in schadstoffreier Umgebung erholen kann. Auch gilt der Grenzwert praktisch nur f\u00fcr den gesunden Menschen im mittleren Alter. <\/p>\n<p><span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Risikogruppen wie Schwangere, Kinder und Jugendliche oder gesundheitlich Schw\u00e4chere k\u00f6nnen auch bei Einhaltung des MAK-Wertes\u00a0 gesundheitlich gesch\u00e4digt werden. Die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Grenzwerte gelten dar\u00fcber hinaus immer nur f\u00fcr einen Stoff. In der Praxis geht der Arbeitnehmer jedoch mit einer Vielfalt von Substanzen um. <\/p>\n<p>Zu der Beurteilung eines Arbeitsplatzes mit Stoffgemischen konnten bisher nur\u00a0<span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Richtwerte aus anderen L\u00e4ndern herangezogen werden. Erst seit 1985 wird in den Technischen Regeln f\u00fcr <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Gefahrstoffe (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox16\"><br \/><\/span>TRGS 403) jene pragmatische Regelung \u00fcbernommen, wie sie in den USA beispielsweise schon seit langem existiert: die Summenregel.<\/p>\n<p>Unter bestimmten Voraussetzungen geht man davon aus, dass sich die Wirkungen von mehreren Stoffen, die gleichzeitig am <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Arbeitsplatz vorkommen, addieren. Diese einfache Regelung wurde in Deutschland jahrelang abgelehnt, weil sie wissenschaftlich sehr ungenau sein kann. Bis zum Vorliegen neuer <span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Grenzwerte f\u00fcr Gemische sollte die Beachtung der Summenregel verbindlich vorzuschreiben.<\/p>\n<p>Der MAK-Wert. ist als Durchschnittswert definiert. Ob kurzfristig h\u00f6here Konzentrationen w\u00e4hrend einer Schicht f\u00fcr die MAK-Kommission als annehmbar erscheinen, h\u00e4ngt von der Dauer, H\u00f6he und H\u00e4ufigkeit der \u00dcberschreitung und vom Stoff selbst ab. Mittlerweile sind f\u00fcr die meisten Stoffe der MAK-Liste solche kurzfristigen Spitzenwerte aufgestellt worden, die zu keiner Zeit \u00fcberschritten werden sollen, was aber prinzipiell nicht ausgeschlossen werden kann.<\/p>\n<p>Das Auftreten allergischer Reaktionen wird durch die Einhaltung des MAK-Wertes nicht ausgeschlossen. Stoffe, die durch h\u00e4ufige <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Sensibilisierung auffallen (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Sensibilisierung ist eine notwendige, erste Stufe bei der Entwicklung einer Allergie), werden in der MAK-Liste durch ein S gekennzeichnet. Dies hei\u00dft aber nicht, dass die allergisierende Wirkung im Grenzwert ber\u00fccksichtigt ist. <\/p>\n<p>Derzeit wird in der MAK-Liste nur eine geringe Anzahl von Stoffen mit S gekennzeichnet, und zweitens ist ein MAK-Wert bei allergisierenden Stoffen nicht zu begr\u00fcnden, weil auch bei kleinsten Mengen mit Gesundheitssch\u00e4den zu rechnen ist.<\/p>\n<p>Die Festlegung von MAK-Werten ist allgemein anerkannt, weshalb von ihnen h\u00e4ufig<span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Grenzwerte f\u00fcr andere Bereiche abgeleitet werden. Dabei m\u00fcssen die speziellen Eigenschaften der Stoffe und die Expositionsbedingungen ber\u00fccksichtigt werden. <\/p>\n<p>F\u00fcr krebserzeugende Arbeitsstoffe, krebsverd\u00e4chtige Stoffe und Mutagene k\u00f6nnen keine Wirkungsgrenzen und damit keine MAK-Werte ermittelt werden. <br \/>Hierzu wurden die Technischen Richtkonzentrationen entwickelt, die als Anhalt f\u00fcr Schutz- und \u00dcberwachungsma\u00dfnahmen dienen. <\/p>\n<p>Weiterhin werden die Biologischen Arbeitsstofftoleranzwerte (BAT) angegeben, die sich auf die im Blut bzw. Harn aufgenommenen und ggf. metabolisierten Stoffe beziehen. Sie dienen v.a. \u00e4rztlichen Vorsorgeuntersuchungen.<\/p>\n<p><i>Lit.: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): Maximale Arbeitsplatzkonzentrationen und biologische Arbeitsstofftoleranzwerte, Weinheim (erscheint j\u00e4hrlich neu)<\/i><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-5754-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-5754-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-5754-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatzkonzentration)ist nach der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die h\u00f6chstzul\u00e4ssige Konzentration eines Arbeitsstoffes als Gas, Dampf oder Schwebstoff in der Luft am Arbeitsplatz, die nach dem gegenw\u00e4rtigen Stand der Kenntnis auch bei wiederholter und langfristiger, in der Regel t\u00e4glich achtst\u00fcndiger Exposition, jedoch bei Einhaltung einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 40 Stunden, im allgemeinen die Gesundheit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[11,23,51],"tags":[],"class_list":["post-5754","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-alphabetisch","category-gesundheit","category-m"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5754","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5754"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5754\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5757,"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5754\/revisions\/5757"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5754"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5754"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5754"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}