{"id":5246,"date":"2015-09-15T07:36:32","date_gmt":"2015-09-15T07:36:32","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=5246"},"modified":"2015-09-15T07:36:32","modified_gmt":"2015-09-15T07:36:32","slug":"trinkwasserverordnung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=5246","title":{"rendered":"Trinkwasserverordnung"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-5246\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-5246-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-5246-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-5246-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-5246-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-5246-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Die T. legt die mikrobiologischen und chemischen Anforderungen an die Beschaffenheit von Trinkwasser und von Wasser f\u00fcr Lebensmittelbetriebe fest.<\/b><\/p>\n<p>Sie regelt auch die Pflichten der Versorgungsunternehmen und die \u00dcberwachung durch das Gesundheitsamt. Abgepacktes <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Wasser unterliegt der Mineral- und Tafelwasserverordnung. In der T. ist die EG-Richtlinie \"\u00fcber die Qualit\u00e4t von <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Wasser f\u00fcr den menschlichen Gebrauch\" in nationales Recht umgesetzt. Sie basiert au\u00dferdem auf dem Bundesseuchengesetz und dem Lebensmittel- und Bedarfsgegenst\u00e4ndegesetz.<\/p>\n<p>Die Neufassung der T., die am 1.1.1991 in Kraft trat (Bundesgesetzblatt Nr. 66, S. 2600, 1990), bezieht jetzt definitiv die Hausinstallation in den Geltungsbereich mit ein. Au\u00dferdem wurde die Trinkwasseraufbereitungsverordnung in die T. integriert. Damit ist der gesamte Bereich von der Gewinnung des Trinkwassers bis zum Verbrauch in einer <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Verordnung geregelt. <\/p>\n<p>Die G\u00fcltigkeit der T. bis zum Zapfhahn hat f\u00fcr den Betreiber einer Hausinstallation einige Neuerungen mit sich gebracht: Ver\u00e4ndert er das <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Wasser in seiner chemischen Zusammensetzung, hat er die Verbraucher davon in Kenntnis zu setzen. Wenn ihm Tatsachen bekannt werden, nach denen das <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Wasser in den Hausleitungen so ver\u00e4ndert wird, da\u00df es der T. nicht mehr entspricht, hat er unverz\u00fcglich Ma\u00dfnahmen zu ergreifen. Bei begr\u00fcndetem Verdacht kann sich auch das Gesundheitsamt einschalten.<\/p>\n<p>Die Neufassung der T. enth\u00e4lt jetzt sieben Anlagen: Anlage 1 beschreibt die mikrobiologischen Untersuchungsverfahren. In der Anlage 2 finden sich <span id=\"AutoLinkDescriptionBox18\"><\/span>Grenzwerte f\u00fcr chemische Stoffe (s. Tab. <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Wasser). Der Grenzwert f\u00fcr <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Nitrat war bereits in der T. von 1986 von 90 auf 50 mg\/l heruntergesetzt worden. F\u00fcr <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Pflanzenschutzmittel wurde 1986 erstmals ein H\u00f6chstwert genannt; er trat erst zum 1.10.1989 in Kraft, da geeignete Analyseverfahren f\u00fcr diesen niedrigen Konzentrationsbereich noch entwickelt werden mu\u00dften. <\/p>\n<p>Bei der Festlegung dieses Wertes von 0,1 mycrog\/l, der f\u00fcr s\u00e4mtliche Wirkstoffe und deren Abbauprodukte gleichm\u00e4\u00dfig gilt, spielte nicht die Toxizit\u00e4t eine Rolle. Vielmehr wurde aus Gr\u00fcnden der Vorsorge gefordert, da\u00df diese Stoffe nicht ins Trinkwasser geh\u00f6ren. Der Grenzwert orientiert sich damit an der Leistungsf\u00e4higkeit der analytischen Methoden. F\u00fcr die Anforderungen der Anlage 2 sind in Notf\u00e4llen befristete Ausnahmeregelungen m\u00f6glich; eine gesundheitliche Gef\u00e4hrdung mu\u00df dabei ausgeschlossen sein (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox16\"><\/span>Atrazin).<\/p>\n<p>Zur Trinkwasseraufbereitung zugelassene <span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Zusatzstoffe stehen in der neugefa\u00dften Anlage 3. Vorgeschrieben sind deren Verwendungszweck, zul\u00e4ssige H\u00f6chstzugabe und Konzentration nach Abschlu\u00df der Aufbereitung sowie <span id=\"AutoLinkDescriptionBox19\"><\/span>Grenzwerte f\u00fcr Reaktionsprodukte aus der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Desinfektion. Die verwendeten <span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Zusatzstoffe sind einmal j\u00e4hrlich bekanntzugeben. In Anlage 4 geht es im Unterschied zu Anlage 2 weniger um toxische Substanzen als vielmehr um \"Kenngr\u00f6\u00dfen und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox20\"><\/span>Grenzwerte zur Beurteilung der Beschaffenheit\". Hierzu z\u00e4hlen z.B. F\u00e4rbung, Tr\u00fcbung und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox22\"><\/span>Temperatur, aber auch Stoffe wie <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Aluminium, Ammonium, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox21\"><\/span>Calcium oder Eisen.<\/p>\n<p>In Anlage 5 sind Umfang und H\u00e4ufigkeit der Untersuchungen festgehalten. Dabei wird unterschieden nach Art der Untersuchung und nach Menge der j\u00e4hrlichen Trinkwasserabgabe. Neu ist Anlage 6; hier geht es um Desinfektionstabletten zur Trinkwasseraufbereitung in Verteidigungs- und Katastrophenf\u00e4llen. Speziell f\u00fcr die Hausinstallation wurde Anlage 7 mit Richtwerten f\u00fcr <span id=\"AutoLinkDescriptionBox17\"><\/span>Kupfer und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Zink geschaffen. Sie sollen nach 12 h Stagnation in den Hausleitungen eingehalten sein. Angewandt werden diese <span id=\"AutoLinkDescriptionBox15\"><\/span>Richtwerte erst 2 Jahre nach einer Neuinstallation.<\/p>\n<p><i>Lit.: KATALYSE e.V.: Das Wasserbuch, K\u00f6ln 1990<\/i><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-5246-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-5246-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-5246-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die T. legt die mikrobiologischen und chemischen Anforderungen an die Beschaffenheit von Trinkwasser und von Wasser f\u00fcr Lebensmittelbetriebe fest.Sie regelt auch die Pflichten der Versorgungsunternehmen und die \u00dcberwachung durch das Gesundheitsamt. 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