{"id":516,"date":"2015-03-13T13:06:42","date_gmt":"2015-03-13T13:06:42","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=516"},"modified":"2015-03-13T13:06:42","modified_gmt":"2015-03-13T13:06:42","slug":"blockheizkraftwerk","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=516","title":{"rendered":"Blockheizkraftwerk"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-516\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-516-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-516-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-516-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-516-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-516-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Ein B. (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox22\"><\/span>BHKW) ist ein mit Hilfe eines Verbrennungsmotors betriebenes Kleinkraftwerk, bei dem sowohl die erzeugte elektrische <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Energie als auch die thermische <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Energie genutzt werden. <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">B. sorgen bei Einspeisung in ein Verbundnetz bei massenhaftem Einsatz f\u00fcr eine Erh\u00f6hung der Versorgungssicherheit mit <span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Strom. Die Abw\u00e4rme des Motorblocks wird \u00fcber einen W\u00e4rmetauscher zur Erw\u00e4rmung von Heizwasser genutzt. Die im Abgas enthaltene <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Energie kann zur Dampferzeugung (Prozessw\u00e4rme) genutzt und\/oder mit Hilfe eines W\u00e4rmetauschers zur Erw\u00e4rmung von <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Brauchwasser genutzt werden. <\/p>\n<p>Neuere Technologien wie die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Brennstoffzelle oder der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Stirlingmotor erweitern die bestehenden B.-Technologien. Stromerzeugungsanlagen k\u00f6nnen an das \u00f6ffentliche Stromnetz angeschlossen werden, soweit es sich um regenerative Erzeugungsanlagen (z.B. <span id=\"AutoLinkDescriptionBox29\"><\/span>Photovoltaik, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox33\"><\/span>Wasserkraft, Windkraft, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox30\"><\/span>Biomasse) oder Kraft-W\u00e4rme-Kopplungsanlagen handelt. <\/p>\n<p>Andere Erzeugungsanlagen wie Notstromdieselmotoren d\u00fcrfen nur ohne Netzkopplung betrieben werden. Kleine B.-Anlagen haben eine elektrische Leistung von ca. 3 (5,5) kWel bis ca. 50 kWel und eine thermische Leistung von 8 (12,5) kW bis ca. 150 kW. Eine kleine B.-Anlage (5 kWel\/12 KWth) produziert bei einer Nutzung von etwa 6.000 Stunden, j\u00e4hrlich rund 30.000 kWh <span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Strom und 72.000 kWh W\u00e4rme. <\/p>\n<p>Die spezifischen Kosten von kleinen B.-Anlagen (je nach Gr\u00f6\u00dfe, Installationsauf-wand, Anbindungskosten) liegen zwischen 1.500 \u20ac und 2.500 \u20ac pro kWel.<br \/>Das neue Kraft-W\u00e4rme-Kopplungsgesetz wurde am 19.03.2002 verabschiedet und am 22.03.2002 im Bundesgesetzblatt (Teil I, Nr. 19, S. 1092 - 1096) ver\u00f6ffentlicht. Es ist zum 01.04.2002 in Kraft getreten. <\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich muss der Antrag auf Zulassung ein nach den anerkannten <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Regeln der Technik erstelltes Sachverst\u00e4ndigengutachten \u00fcber die Eigenschaften der Anlage, die f\u00fcr die Feststellung des Verg\u00fctungsanspruchs von Bedeutung sind, enthalten. F\u00fcr serienm\u00e4\u00dfig hergestellte kleine B.-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis 2 MW k\u00f6nnen aber anstelle eines Gutachtens geeignete Unterlagen des Herstellers vorgelegt werden, aus denen die thermische und elektrische Leistung sowie die Stromkennzahl hervorgehen.<\/p>\n<p>Der \u00f6kologische Vorteil eines B. gegen\u00fcber einem zentralen Gro\u00df<span id=\"AutoLinkDescriptionBox24\"><\/span>kraftwerk ist, dass die Abw\u00e4rme in vollem Umfang genutzt werden kann, da die W\u00e4rme an dem Ort erzeugt wird, an dem sie auch gebraucht wird. Dadurch entf\u00e4llt das Problem des W\u00e4rmetrans-ports, das bei zentralen Gro\u00dfkraftwerken bei Kraft-W\u00e4rme-Kopplung besteht. Als Kraftstoffe kommen vorwiegend Heiz\u00f6l, Pflanzen\u00f6l, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox28\"><\/span>Biodiesel (f\u00fcr einen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Dieselmotor) oder <span id=\"AutoLinkDescriptionBox31\"><\/span>Erdgas, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox32\"><\/span>Biogas (f\u00fcr einen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox26\"><\/span>Ottomotor oder Z\u00fcndstrahlmotor) zum Einsatz. <\/p>\n<p>B. arbeiten durch die Kraft-W\u00e4rme-Kopplung mit Wirkungsgraden von bis zu 85 Prozent, abh\u00e4ngig von der Auslastung. Die Energiewirtschaft versucht den breiten Einsatz von B. zu verhindert, da sie ihre Monopolstellung und die Auslastung der Gro\u00dfkraftwer-ke gef\u00e4hrdet sehen.<\/p>\n<p>Die mechanische <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Energie wird anschlie\u00dfend \u00fcber einen Generator in <span id=\"AutoLinkDescriptionBox15\"><\/span>Strom umgewandelt und die Motorw\u00e4rme zur Raumheizung und Brauchwassererw\u00e4rmung genutzt (Nahw\u00e4rme, Fernw\u00e4rme). B. finden heute Verwendung zur Stromerzeugung und Beheizung gr\u00f6\u00dferer Geb\u00e4ude und Wohnblocks. B. haben einen sehr hohen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox20\"><\/span>Wirkungsgrad, sie nutzen 85 Prozent der eingesetzten Prim\u00e4renergie (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Energie), 30-35 Prozent als <span id=\"AutoLinkDescriptionBox16\"><\/span>Strom und 50-55 Prozent als W\u00e4rme.<\/p>\n<p>Die Wirtschaftlichkeit von B. h\u00e4ngt in erster Linie von den Einspeiseverg\u00fctungen f\u00fcr den in das Netz eingespeisten <span id=\"AutoLinkDescriptionBox17\"><\/span>Strom bzw. den Nutzungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr den erzeugten <span id=\"AutoLinkDescriptionBox18\"><\/span>Strom ab. B. leisten einen wichtigen Beitrag zur rationellen Energieversorgung in dezentralen Energieversorgungskonzepten. Die Schadstoffemissionen von B. liegen bei <span id=\"AutoLinkDescriptionBox23\"><\/span>Schwefeldioxid und St\u00e4uben g\u00fcnstig. <\/p>\n<p><span id=\"AutoLinkDescriptionBox27\"><\/span>Stickoxide und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Kohlenmonoxid fallen, wie auch bei Autos, in gro\u00dfen Mengen an und m\u00fcssen mit einem Abgas-Katalysator nachbehandelt werden. In einer typischen Gasmotorenanlage werden mit Katalysator Abgaswerte von 250 mg NOx\/m<sup>3<\/sup> Abgas und 100 mg CO\/m<sup>3<\/sup>Abgas eingehalten. Bei der Gesamtbeurteilung der Umweltvertr\u00e4glichkeit ist zu beachten, da\u00df B. die Edelenergie <span id=\"AutoLinkDescriptionBox19\"><\/span>Strom erzeugen, die sonst in Kraftwerken mit schlechtem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox21\"><\/span>Wirkungsgrad und hoher Umweltbelastung hergestellt wird.<br \/>Emissionen im Vergleich: <span id=\"AutoLinkDescriptionBox25\"><\/span>Kraftwerk, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Heizung<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-516-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-516-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-516-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein B. 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