{"id":5010,"date":"2015-08-26T08:05:41","date_gmt":"2015-08-26T08:05:41","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=5010"},"modified":"2015-08-26T08:36:39","modified_gmt":"2015-08-26T08:36:39","slug":"mittelmeer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=5010","title":{"rendered":"Mittelmeer"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-5010\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-5010-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-5010-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-5010-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-5010-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-5010-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Das M. mit einer Fl\u00e4che von rund 3 Mio km2 wird von S\u00fcdeuropa, Vorderasien und Nordafrika fast vollst\u00e4ndig umschlossen.<\/b><\/p>\n<p>\u00dcber die Stra\u00dfe von Gibraltar ist das M. mit dem Atlantischen Ozean verbunden, \u00fcber den Suezkanal und das Rote Meer besteht eine Verbindung zum Indischen Ozean. Aufgrund des Klimas (geringe Bew\u00f6lkung, wenig Niederschlag) verliert das M. einen gro\u00dfen Teil seines Wassers durch Verdunstung, die durch den Zuflu\u00df von Flu\u00dfwasser nicht vollst\u00e4ndig kompensiert wird.<\/p>\n<p>Dieser Proze\u00df f\u00fchrt zu einer h\u00f6heren Salzkonzentration des Oberfl\u00e4chenwassers, das dadurch absinkt und durch leichteres, salz\u00e4rmeres <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Wasser ersetzt wird. Der Meeresspiegel des M. steht etwas niedriger als der des Atlantischen Ozeans, so da\u00df von der Meerenge aus an der Oberfl\u00e4che eine spezifische Ausgleichsstr\u00f6mung ins M. hinein auftritt, die in der Tiefe von einem entgegengesetzten <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Strom begleitet wird. <\/p>\n<p>Innerhalb des M. sind Str\u00f6mungen und die Gezeiten schwach ausgepr\u00e4gt. Die oberen Schichten sind von Artenreichtum gekennzeichnet, w\u00e4hrend die tieferen Schichten infolge von Stagnation und Sauerstoffarmut erheblich arten\u00e4rmer sind.<\/p>\n<p>Das M. geh\u00f6rt zu den am st\u00e4rksten verschmutzten Meeren der Welt. Die Meeresverschmutzung entsteht durch Einleitung vom Land her (Eintrag durch Fl\u00fcsse, Direkteinleitung von Abw\u00e4ssern, Kl\u00e4rschlamm und Abf\u00e4llen), aus der Atmosph\u00e4re (Luftfrachten), von See aus durch Schiffe (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Entsorgung fester und fl\u00fcssiger Abf\u00e4lle) sowie durch Unf\u00e4lle. <\/p>\n<p>Nach einer Studie der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Weltbank und der Europ\u00e4ischen Investitionsbank werden in das M. j\u00e4hrlich 650.000 t \u00d6l, 430.000 t giftige Abw\u00e4sser, 360.000 t <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Phosphate und 65.000 t <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Schwermetalle eingeleitet.<br \/>Konferenzen und Beschl\u00fcsse zum Schutz des M.: Neben den Gefahren der Verseuchung f\u00fcr das M. selbst, f\u00fcr den Menschen und die dort lebenden Arten haben die Anrainerstaaten auch erkannt, da\u00df die starke Meeresverschmutzung ihren wirtschaftlichen Interessen (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Fischerei, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Tourismus) schadet. <\/p>\n<p>Seit 1975 haben insgesamt sechs Konferenzen unter Teilnahme einer wachsenden Zahl von Anrainerstaaten stattgefunden, die die Reinhaltung des M. zum Thema hatten (Barcelona 1975 und 1976, Athen 1980 mit Zusatzprotokoll 1982 sowie 1984, Genua 1985, Zypern 1990). <\/p>\n<p>Die Beschl\u00fcsse (Verbot des Versenkens gef\u00e4hrlicher Stoffe, Senkung der Abw\u00e4sserbelastung durch den Bau von Kl\u00e4ranlagen, Schaffung von Schutzgebieten vor allem im Uferbereich u.\u00e4.) wurden allerdings nur sehr z\u00f6gerlich umgesetzt, was u.a. auf fehlende Finanzmittel zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. <\/p>\n<p>Die auf der letzten Konferenz verabschiedete \"Charta von Nikosia\" (1990) setzt das Ziel, sp\u00e4testens bis zum Jahr 2025 das M. \"von allen wichtigen Umweltproblemen zu entlasten\". <\/p>\n<p>Vorgesehen sind u.a. der Bau von Kl\u00e4ranlagen in rund 100 K\u00fcstenst\u00e4dten und die Einrichtung kontrollierter Giftm\u00fclldeponien bis 1993. Die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>EG-Kommission will die Umsetzung des Planes mit 25% der Gesamtkosten (ca. 2,4 Mrd DM) unterst\u00fctzen.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-5010-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-5010-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-5010-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das M. mit einer Fl\u00e4che von rund 3 Mio km2 wird von S\u00fcdeuropa, Vorderasien und Nordafrika fast vollst\u00e4ndig umschlossen.\u00dcber die Stra\u00dfe von Gibraltar ist das M. mit dem Atlantischen Ozean verbunden, \u00fcber den Suezkanal und das Rote Meer besteht eine Verbindung zum Indischen Ozean. 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