{"id":4784,"date":"2015-08-24T10:11:02","date_gmt":"2015-08-24T10:11:02","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=4784"},"modified":"2015-08-24T10:11:02","modified_gmt":"2015-08-24T10:11:02","slug":"umweltzeichen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=4784","title":{"rendered":"Umweltzeichen"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-4784\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-4784-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-4784-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-4784-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-4784-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-4784-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Das deutsche Umweltzeichen (Blauer <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Umweltengel) ist aus einer Initiative der Umweltminister von <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Bund und L\u00e4ndern vor mehr als 25 Jahren mit dem Ziel der F\u00f6rderung und Kennzeichnung umweltfreundlicher Produkte entstanden. <\/b><\/p>\n<p>Das deutsche Umweltzeichen wird seit 1979 durch die Jury-Umweltzeichen vergeben, einem vom Bundesminister des Innern und dann vom Bundesminister f\u00fcr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit berufenen Beschlu\u00dfgremiums unabh\u00e4ngiger Pers\u00f6nlichkeiten. <\/p>\n<p><b>Am Vergabeverfahren des \"Blauen Engels\" sind die folgenden Institutionen beteiligt:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Die Jury-Umweltzeichen (Jury UZ) ist ein unabh\u00e4ngiges Beschlussgremium mit Vertretern aus <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Umwelt- und Verbraucherverb\u00e4nden, Gewerkschaften, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Industrie, Handel, Handwerk, Kommunen, Wissenschaft, Medien, Kirchen und Bundesl\u00e4ndern.<\/li>\n<li>Der RAL Deutsches Institut f\u00fcr G\u00fctesicherung und Kennzeichnung e.V. als Zeichenvergabestelle<\/li>\n<li>Das <span id=\"AutoLinkDescriptionBox19\"><\/span>Umweltbundesamt, mit dem Fachgebiet: Methoden der Produktbewertung, Umweltzeichen \"Blauer Engel\" mit der Gesch\u00e4ftsstelle der Jury Umweltzeichen und die einzelnen Fachabteilungen des Umweltbundesamtes - je nach Produktgruppe.<\/li>\n<li>Das Bundesministerium f\u00fcr <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Umwelt, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Naturschutz und Reaktorsicherheit ist Zeicheninhaber und informiert regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Entscheidungen der Jury Umweltzeichen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>Das Umweltzeichen ist ein freiwilliges Instrument der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox20\"><\/span>Umweltpolitik, es kann nur greifen, wenn:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li><span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>umweltfreundliche Produkte definiert und kontrolliert werden k\u00f6nnen,<\/li>\n<li>Hersteller mit entsprechend gepr\u00fcften Argumenten werben wollen und<\/li>\n<li>Verbraucher\/Nachfrager das Umweltzeichen beim Einkauf oder in der Beschaffung beachten.\n<p>F\u00fcr die Vergabe des Umweltzeichens sind nur Produkte geeignet, die im Vergleich zu echten Konkurrenzprodukten \u00fcber besondere Umweltvorteile verf\u00fcgen. Dies ist der Fall, wenn sie z.B. weniger Emissionen verursachen (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Luftverschmutzung, L\u00e4rm, Abwasser, Gew\u00e4sserbelastung), keine oder kaum <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Gefahrstoffe enthalten, wiederverwertbar (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox16\"><\/span>Recycling) bzw. aus Recyclingprodukten hergestellt und somit ressourcenschonend sind. <\/p>\n<p>Die Kriterien des Umweltzeichens werden jedoch nicht kontrolliert, grunds\u00e4tzlich reichen Herstellererkl\u00e4rungen aus. Im Jahr 2005 waren etwa 3.600 Produkte und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Dienstleistungen von ca. 580 Zeichennehmern des In- und Auslandes ausgezeichnet. Hiermit hat sich in den letzten Jahren ein leichter R\u00fcckgang bei Anmeldern und Produkten ergeben, was u.a. auf die Labelflut im Verbraucherbereich zur\u00fcck gef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Die Vergabegrundlagen des Umweltzeichens haben eine begrenzte Laufzeit von meist drei Jahren. Schwerpunkte sind Heimwerkerprodukte (z.B. schadstoffarme Lacke), Kfz und -Zubeh\u00f6r (wie etwa umweltschonende Pkw mit Drei-Wege-Katalysator, asbestfreie Bremsbel\u00e4ge (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Asbest), abwasserentlastende Kaltreiniger), Hausger\u00e4te (z.B. emissionsarme \u00d6lbrenner, wassersparende Sp\u00fclk\u00e4sten (Trinkwasserverbrauch) und Recyclingprodukte (beispielsweise <span id=\"AutoLinkDescriptionBox15\"><\/span>Umweltschutzpapier und Produkte aus gemischten Kunststoffabf\u00e4llen). <\/p>\n<p>Die Produktpalette bewerteter und miteinander im Vergleich stehender Produkte wird aus Gr\u00fcnden leichter zu verifizierender Kriterien eng begrenzt. Ein Auto mit Katalysator kann ein Umweltzeichen beantragen, ein wesentlich umweltvertr\u00e4glicheres Fahrrad jedoch nicht, obwohl beide der Fortbewegung dienen. Um dieses Mi\u00dfverh\u00e4ltnis zu kl\u00e4ren, ist die begleitende Information f\u00fcr den Verbraucher zu intensivieren. <\/p>\n<p>Kritisch zu sehen ist die zunehmende Vergabe f\u00fcr Recyclingprodukte z.B. aus gemischten Kunststoffabf\u00e4llen (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox18\"><\/span>Kunststoffrecycling, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox22\"><\/span>Plastifizierung), was die spezifischen Produktions- und Entsorgungsprobleme nicht l\u00f6st bzw. nur zeitlich verschiebt (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox17\"><\/span>Recycling).<\/p>\n<p>Bei aller Kritik am System des Umweltzeichens ist unbestritten, dass die Umweltzeichenvergabe umweltorientierte Innovationen f\u00f6rdert. Daher versuchen immer mehr europ\u00e4ische L\u00e4nder, das \u00f6konomisch wie \u00f6kologisch erfolgreiche Konzept des deutschen Umweltzeichens zu <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>kopieren.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union hat Anfang der neunziger Jahre ein <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>EU-Umweltzeichen (mit der einer <span id=\"AutoLinkDescriptionBox21\"><\/p>\n<p> <\/span>Sonnenblume als Symbol) eingef\u00fchrt. Hierbei soll der gesamte Lebenszyklus (\u00d6kobilanz) von Produkten ber\u00fccksichtigt werden. Insgesamt bleibt das EU-Zeichen jedoch von seinen Umweltanspr\u00fcchen an Produkten und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Dienstleistungen in der Regel hinter den deutschen Umweltzeichen zur\u00fcck. Amgesichts des gro\u00dfen europ\u00e4ischen Marktes hat sich das europ\u00e4ische Umweltzeichen auch noch nicht durchsetzen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-4784-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-4784-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-4784-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das deutsche Umweltzeichen (Blauer Umweltengel) ist aus einer Initiative der Umweltminister von Bund und L\u00e4ndern vor mehr als 25 Jahren mit dem Ziel der F\u00f6rderung und Kennzeichnung umweltfreundlicher Produkte entstanden. 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