{"id":4682,"date":"2015-08-17T14:30:24","date_gmt":"2015-08-17T14:30:24","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=4682"},"modified":"2015-08-17T14:30:24","modified_gmt":"2015-08-17T14:30:24","slug":"enthaerter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=4682","title":{"rendered":"Enth\u00e4rter"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-4682\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-4682-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-4682-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-4682-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-4682-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-4682-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Unter E. versteht man umgangssprachlich chemische Substanzen, welche die h\u00e4rtebildenden Calcium- und Magnesiumionen des Wassers (Wasserh\u00e4rte) zu binden verm\u00f6gen, was Voraussetzung f\u00fcr optimal ablaufende Wasch- und Reinigungsprozesse ist.<\/b> <\/p>\n<p>Diese H\u00e4rtebildner spielen eine Rolle bei der Schmutzhaftung, und sie behindern die schmutzl\u00f6sende Wirkung von Tensiden, z.B. durch Bildung unl\u00f6slicher Verbindungen (bekanntester Fall ist die Ausf\u00e4llung von Kalkseifen).<\/p>\n<p>Es werden zwei Prinzipien bei E. realisiert:<\/p>\n<ul>\n<li>1. Die Bindung \u00fcber <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Ionenaustauscher. Sie geschieht entweder im Rahmen einer vorgeschalteten <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Wasseraufbereitung mittels synthetisch-organischer Austauscherharze oder durch anorganische Festk\u00f6rper mit Schicht- oder K\u00e4figstrukturen, in denen bewegliche Natriumionen gegen die H\u00e4rtebildner ausgetauscht werden k\u00f6nnen.\n<p>Der erste Fall ist technisch in Sp\u00fclmaschinen, aber auch bei der gewerblichen W\u00e4scherei verwirklicht, w\u00e4hrend in Haushalts-Waschmaschinen E. der zweiten Art Einsatz finden, und zwar weltweit fast ausschlie\u00dflich als <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Zeolith A, das Rezepturbestandteil pulverf\u00f6rmiger <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Waschmittel ist und im Gegensatz zu den station\u00e4ren Austauscherharzen nach jeder W\u00e4sche ins Abwasser gesp\u00fclt wird.<\/li>\n<li>2. Das andere E.-Prinzip wird durch Komplexbildner repr\u00e4sentiert. Bekanntester Vertreter ist das Phosphat, welches aber wegen der Eutrophierungs-Problematik weltweit immer mehr durch <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Phosphatersatzstoffe wie Citrat und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Nitrilotriacetat substituiert wird. <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Zeolith A und die Komplexbildner geh\u00f6ren zu den sog.\n<p>Ger\u00fcststoffen, einer der wichtigsten Wirkstoffgruppen in Wasch- und Reinigungsmitteln. <br \/>Neben dieser engeren Bedeutung als Wirkstoff steht der Begriff E. aber auch f\u00fcr eine Produktgattung, die insbesondere im Zusammenhang mit den Baukastenwaschmitteln zunehmende Bedeutung erlangt. <\/p>\n<p>Solche konfektionierten E. bestehen in der Regel aus mehreren E.-Wirkstoffen, n\u00e4mlich <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Zeolith A, Citrat und Polycarboxylat. Daneben finden sich h\u00e4ufig geringere Mengen an Tensiden sowie <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Silikate, Soda und Glaubersalz. Wobei gr\u00f6\u00dfere Anteile von letzterem wegen unn\u00f6tiger Abwasserbelastung abzulehnen sind.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sind E. als \u00f6kologisch sinnvoll einzustufen, erlauben sie doch, in hartem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Wasser den Verbrauch an Waschmitteln mit ihren problematischeren Inhaltsstoffen einzuschr\u00e4nken (Ausnahme: Kompaktwaschmittel). Der Absatz von E. lag 1991 in alten und neuen Bundesl\u00e4ndern mit 145 Mio DM um 10% h\u00f6her als im Vorjahr, also entgegen dem Trend eines eher stagnierenden Wasch- und Reinigungsmittelmarktes.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-4682-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-4682-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-4682-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter E. versteht man umgangssprachlich chemische Substanzen, welche die h\u00e4rtebildenden Calcium- und Magnesiumionen des Wassers (Wasserh\u00e4rte) zu binden verm\u00f6gen, was Voraussetzung f\u00fcr optimal ablaufende Wasch- und Reinigungsprozesse ist. 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