{"id":466,"date":"2015-03-11T15:25:41","date_gmt":"2015-03-11T15:25:41","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=466"},"modified":"2015-03-11T15:25:41","modified_gmt":"2015-03-11T15:25:41","slug":"asbest","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=466","title":{"rendered":"Asbest"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-466\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-466-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-466-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-466-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-466-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-466-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>A. ist ein nat\u00fcrliches Erdgestein und wird seit mindestens 2.000 Jahren f\u00fcr vielf\u00e4ltige Zwecke verwendet. Asbestprodukte dienten in Geb\u00e4uden und Ger\u00e4ten als Brand- und Isolierschutz.<\/b><\/p>\n<p>A. wurde in mehr als 3.000 Produkten verarbeitet. Die Hauptanwendungen lassen sich drei Bereichen zuordnen:<\/p>\n<ul>\n<li>Spritzasbest mit A.-Gehalten von \u00fcber 60 Prozent. Hierbei sind die Asbestfasern meist lose gebunden, so dass sie leicht freigesetzt werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Asbestzementprodukte mit einem A.-Gehalt von unter 15 Prozent, wobei die Fasern fest in die Zementmatrix eingebunden sind.<\/li>\n<li>Asbesthaltige Platten mit einem A.-Gehalt zwischen 15 und 60 Prozent<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erst 1979 wurde Spritzasbest und 1989 die Verwendung aller Asbestmaterialien verboten. Ein beruflicher Kontakt mit A. kommt nur noch bei Abbruch, Sanierungs und Instandsetzungsarbeiten in Frage, diese d\u00fcrfen nur von nach <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><br \/> <\/span>TRGS 519 geschulten Personal mit entsprechender Schutzausr\u00fcstung durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Die A.-Produktion betrug 1976 weltweit 5,2 Mio t. Davon entfielen 94 Prozent auf die A.-Sorte Chrysotil, 4 Prozent auf Krokydolith und Prozent auf Amosit. A. vereinigen in sich eine einzigartige Kombination begehrter technischer Eigenschaften. A. ist chemisch best\u00e4ndig, unbrennbar, verspinnbar, verrottungsfest, mechanisch fest, gut in anorganische und organische <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Bindemittel einzubinden und besitzt ein gutes Isolierverm\u00f6gen. <\/p>\n<p>Wichtigste Anwendungsbereiche waren in Deutschland (1975): A.-Zementprodukte (A.-Verbrauch 130.000 t), Fu\u00dfbodenbel\u00e4ge (mehr als 14.000 t), Textilien (14.000 t), Leichtbauplatten (10.000 t), bauchemische Produkte (10.000 t) sowie Brems- und Kupplungsbel\u00e4ge (9.000 t).<\/p>\n<p>In vielen gr\u00f6\u00dferen Geb\u00e4uden, die vor 1982 errichtet wurden, ist mit A.-Produkten zu rechnen. Typische Anwendungen im privaten Bereich sind A.Pappen oder -platten an h\u00f6lzernen Heizk\u00f6rperverkleidungen oder A.-haltige W\u00e4rmed\u00e4mmstoffe, Dichtungen oder Schn\u00fcre an Herden, \u00d6fen, Kaminen und Schornsteinen, Brandschutzklappen, Elektrospeicherheizungen und Cushion-Vinyl-Fu\u00dfbodenbel\u00e4ge. In den neuen Bundesl\u00e4ndern wurden in zahlreichen Wohnungen schwachgebundene A.-Platten verwendet.<\/p>\n<p>Heute findet man in der Au\u00dfenluft in Stra\u00dfenn\u00e4he 50-150 Fasern\/m<sup>3<\/sup> und in der N\u00e4he von verwitternden Asbestzementplatten an H\u00e4usern Maximalwerte bis 1.000 F.\/m<sup>3<\/sup>. Die Raumluft enth\u00e4lt in der Regel weniger als 100 F.\/m<sup>3<\/sup>, dies gilt auch beim Betrieb einwandfreier Nachtspeicher\u00f6fen.<\/p>\n<p>Treten Faserkonzentrationen von 1.000 F.\/m<sup>3<\/sup> und mehr auf m\u00fcssen die Geb\u00e4ude aus Gr\u00fcnden des vorsorgenden Gesundheitsschutzes sofort geschlossen werden. Nach der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Sanierung von Geb\u00e4uden gilt als Richtwert eine maximale Faserkonzentration von 500 F.\/m<sup>3<\/sup>. <br \/>Der Richtwert f\u00fcr A.-Fasern im <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Trinkwasser liegt bei 10.000 F.\/Liter.<\/p>\n<p>Die krebserzeugende Wirkung ist seit mehr als 60 Jahren in der Arbeitsmedizin bekannt. Etwa Zweidrittel aller heute anerkannten Arbeitserkrankungen gehen auf A.zur\u00fcck. A. ist daher in der Gruppe III A 1 eingestuft (MAK-Liste). In Tierversuchen hat sich herausgestellt, dass Fasern mit einer L\u00e4nge von &lt; 2 \u00b5m nicht kanzerogen wirken, die st\u00e4rkste krebsausl\u00f6sende Wirkung Fasern von einer L\u00e4nge von ca. 8 \u00b5m und einem Durchmesser von 0,25 \u00b5m aufwiesen.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-466-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-466-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-466-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>A. ist ein nat\u00fcrliches Erdgestein und wird seit mindestens 2.000 Jahren f\u00fcr vielf\u00e4ltige Zwecke verwendet. 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