{"id":4423,"date":"2015-08-05T14:37:08","date_gmt":"2015-08-05T14:37:08","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=4423"},"modified":"2015-08-05T14:37:08","modified_gmt":"2015-08-05T14:37:08","slug":"bitumen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=4423","title":{"rendered":"Bitumen"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-4423\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-4423-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-4423-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-4423-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-4423-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-4423-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>B. kommt in der Natur als Bestandteil von Asphalten und Asphaltgesteinen vor, die sich in langen geologischen Zeitr\u00e4umen durch Verdunsten der leichter siedenden Anteile des Erd\u00f6ls gebildet haben.<\/b><\/p>\n<p>Der weitaus gr\u00f6\u00dfte Teil des industriell eingesetzten B. f\u00e4llt bei der Mineral\u00f6lverarbeitung an. Es ist die Fraktion des Erd\u00f6ls, die nach der Destillation und Abtrennung der verdampfbaren Anteile zur\u00fcckbleibt. Je nach Herstellungsverfahren unterscheidet man Destillationsbitumen, Hochvakuumbitumen, Oxidationsbitumen oder Polymerb.<\/p>\n<p>B. wurde schon von den Sumerer, Babylonier und Assyrer als Baustoff genutzt und mit Sand f\u00fcr die verschiedensten Anwendungen gemischt. Der industrielle Einsatz von B. begann im 19. Jahrhundert mit der Zunahme des motorisierten Verkehrs. Die Einsatzbereiche von B. k\u00f6nnen grunds\u00e4tzlich unterschieden werden in Hei\u00df- und Kaltverarbeitung. Bei der Kaltverarbeitung wird B. in L\u00f6semitteln gel\u00f6st oder als w\u00e4ssrige <span id=\"AutoLinkDescriptionBox18\"><\/span>Dispersion verarbeitet. Bei der Hei\u00dfverarbeitung wird - z.B. bei der Herstellung von B.-Bahnen - in station\u00e4ren Anlagen erhitztes Bitumen auf ein Tr\u00e4germaterial aufgebracht. Diese B.-Bahnen k\u00f6nnen auf Baustellen u.a. durch Schwei\u00dfen mittels Gasbrenner oder durch Einlegen in Hei\u00dfb. verarbeitet werden. Hei\u00dffl\u00fcssige Massen auf B.-basis werden auch zum Verschlie\u00dfen von Fugen oder zum Verkleben von D\u00e4mmstoffen verwendet. <\/p>\n<p>Die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Menge des B. geht als Walzasphalt in den Stra\u00dfenbau. B. ist ein Gemisch h\u00f6herer <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Kohlenwasserstoffe und heterozyklischer Verbindungen (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Kohlenwasserstoffe mit anderen Atomen wie <span id=\"AutoLinkDescriptionBox22\"><\/span>Schwefel, Stickstoff oder <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Sauerstoff). Neben <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Kohlenstoff und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Wasserstoff sind daher auch <span id=\"AutoLinkDescriptionBox23\"><\/span>Schwefel (bis zu 8 Massenprozent), Stickstoff (etwa 0,5 Massenprozent) und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Sauerstoff (1 bis 2 Massenprozent)Bestandteile des B. <\/p>\n<p>Kritisch diskutiert wird meist der Anteil an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>PAK). Bei Temperaturen unter 80\u00b0 C treten praktisch keine Emissionen aus B. auf. Hier besteht lediglich die M\u00f6glichkeit, dass es durch Verschmutzungen zu Hautkontakt mit dem in L\u00f6semitteln gel\u00f6sten oder in <span id=\"AutoLinkDescriptionBox19\"><\/span>Wasser dispergierten Bitumen kommt. Bei 150\u00b0C liegen die Emissionen nur bei etwa 1 mg\/h. Bei 180\u00b0C wurden merkliche Emissionen festgestellt. Ab ca. 230\u00b0 C (Einbautemperatur von Gussasphalt) treten h\u00f6here Emissionen auf.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig werden B. und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Teer immer noch verwechselt. <span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Teer entsteht als Pyrolyseprodukt bei der thermischen Behandlung von Stein- oder <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Braunkohle bei 700 bis 1200\u00b0 C. Alles was schwarz ist wird als <span id=\"AutoLinkDescriptionBox15\"><\/span>Teer, oder, wenn die Substanz fl\u00fcssig ist, als <span id=\"AutoLinkDescriptionBox20\"><\/span>Pech bezeichnet. Dies f\u00fchrte und f\u00fchrt noch immer dazu, dass Gefahren beim Umgang mit B. gesehen werden, die nur beim Umgang mit <span id=\"AutoLinkDescriptionBox21\"><\/span>Pech oder <span id=\"AutoLinkDescriptionBox16\"><\/span>Teer auftreten. Insbesondere gilt dies f\u00fcr den Gehalt an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen sowie deren Leitsubstanz, dem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><br \/><\/span>Benzo[a]pyren (B[a]P). <\/p>\n<p>Die MAK-Kommission begr\u00fcndet ihre B.-Bewertung (\"hautresorptiv\" und \"krebserzeugend Kategorie 2\") vor allem damit, dass in B. <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>PAK enthalten sind. Hier ist allerdings zu ber\u00fccksichtigen, dass der Gehalt an B[a]P mit 2 bis 3 mg\/kg im B. deutlich unter den 50 mg\/kg liegt, ab denen Substanzen entsprechend der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Gefahrstoffverordnung als krebserzeugend gelten. <\/p>\n<p>Literatur: R\u00fchl R, Musanke U (Hrsg): Sachstandsbericht des Gespr\u00e4chskreis Bitumen. 2001<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-4423-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-4423-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-4423-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B. kommt in der Natur als Bestandteil von Asphalten und Asphaltgesteinen vor, die sich in langen geologischen Zeitr\u00e4umen durch Verdunsten der leichter siedenden Anteile des Erd\u00f6ls gebildet haben.Der weitaus gr\u00f6\u00dfte Teil des industriell eingesetzten B. f\u00e4llt bei der Mineral\u00f6lverarbeitung an. 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