{"id":4304,"date":"2015-08-04T14:41:22","date_gmt":"2015-08-04T14:41:22","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=4304"},"modified":"2015-08-04T14:41:22","modified_gmt":"2015-08-04T14:41:22","slug":"stoerfallverordnung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=4304","title":{"rendered":"St\u00f6rfallverordnung"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-4304\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-4304-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-4304-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-4304-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-4304-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-4304-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Zw\u00f6lfte Verordnung zur Durchf\u00fchrung des Bundesimmissionsschutzgesetzes.<\/b><\/p>\n<p>Als Reaktion auf die Katastrophe von <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Seveso erlassene <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Verordnung von 1980 zur Begrenzung der Sch\u00e4den bei Eintritt von St\u00f6rf\u00e4llen, zuletzt ge\u00e4ndert 1988, als Reaktion auf die Chemieunf\u00e4lle am <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Rhein. Die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Verordnung gilt f\u00fcr alle nach <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigungsbed\u00fcrftigen Anlagen, in denen Stoffe nach Anhang II vorhanden sind oder entstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Kreis der genehmigungsbed\u00fcrftigen Anlagen wurde auf im besonderen Ma\u00dfe umweltsch\u00e4digende Anlagen ausgedehnt (Anhang I), die erhebliche Nachteile oder Bel\u00e4stigungen f\u00fcr <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Wasser und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Boden hervorrufen k\u00f6nnen, wie Lager von Sch\u00e4dlingsbek\u00e4mpfungsmitteln, st\u00f6rfallanf\u00e4llige Chemikalienlager und Lager wassergef\u00e4hrdender Stoffe. Anlagen mit v.a. letzterem Gefahrenpotential werden einem \u00f6ffentlichen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Genehmigungsverfahren unterworfen.<br \/>Die S. gilt nicht f\u00fcr Anlagen, bei denen eine Gemeingefahr offensichtlich ausgeschlossen ist.<\/p>\n<p>Unter Gemeingefahr versteht man eine Gefahr f\u00fcr Leben oder hinsichtlich schwerwiegender Gesundheitsbeeintr\u00e4chtigungen von Menschen, die nicht zum Bedienungspersonal des gest\u00f6rten Anlagenteils geh\u00f6ren, oder f\u00fcr die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Gesundheit einer gro\u00dfen Zahl von Menschen, oder f\u00fcr Sachen von hohem Wert, die sich au\u00dferhalb der Anlage befinden, wenn durch eine Ver\u00e4nderung ihres Bestandes oder ihrer Nutzbarkeit das Gemeinwohl beeintr\u00e4chtigt wird.<\/p>\n<p>Durch dieses 3fache Raster werden nur sch\u00e4tzungsweise 1-5% der tats\u00e4chlichen St\u00f6rungen auch als St\u00f6rf\u00e4lle meldepflichtig. Das ist von der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Industrie durchaus beabsichtigt, denn jeder von den 12 bis Anfang 1989 gemeldeten St\u00f6rf\u00e4lle zog staatsanwaltschaftliche Ermittlungen nach sich, was zu ungew\u00fcnschter Publizit\u00e4t solcher Vorf\u00e4lle f\u00fchrt. Immerhin ist der Betreiber verpflichtet, die schriftliche Mitteilung, die er der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde zukommen lassen mu\u00df, auch dem Betriebsrat zu \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Aufgrund von Sicherheitspflichten hat der Betreiber Vorkehrungen zu treffen, um St\u00f6rf\u00e4lle zu verhindern und sicherzustellen, da\u00df St\u00f6rfallauswirkungen begrenzt bleiben.<br \/>Dazu hat er einen St\u00f6rfallbeauftragten zu benennen und Alarm- und Gefahrenabwehrpl\u00e4ne aufzustellen, die mit den \u00f6ffentlichen Katastrophenschutzpl\u00e4nen in Einklang stehen sollen.<\/p>\n<p>Der Betreiber hat die betroffenen Arbeitnehmer \u00fcber die Alarm- und Gefahrenabwehrpl\u00e4ne und \u00fcber die f\u00fcr den St\u00f6rfall darin enthaltenen Verhaltensregeln zu unterweisen (gilt nur f\u00fcr Anlagen nach Anhang I).<br \/>Die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde kann auf Antrag den Betreiber von den Pflichten zur Erstellung einer Sicherheitsanalyse befreien, wozu der Betreiber auch nur f\u00fcr Anlagen nach Anhang I verpflichtet ist, wenn eine Gemeingefahr nicht anzunehmen ist (10).<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-4304-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-4304-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-4304-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zw\u00f6lfte Verordnung zur Durchf\u00fchrung des Bundesimmissionsschutzgesetzes.Als Reaktion auf die Katastrophe von Seveso erlassene Verordnung von 1980 zur Begrenzung der Sch\u00e4den bei Eintritt von St\u00f6rf\u00e4llen, zuletzt ge\u00e4ndert 1988, als Reaktion auf die Chemieunf\u00e4lle am Rhein. 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