{"id":411,"date":"2015-03-10T12:56:14","date_gmt":"2015-03-10T12:56:14","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=411"},"modified":"2015-03-10T12:56:14","modified_gmt":"2015-03-10T12:56:14","slug":"sondermuellverbrennungsanlage","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=411","title":{"rendered":"Sonderm\u00fcllverbrennungsanlage"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-411\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-411-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-411-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-411-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-411-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-411-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><span style=\"line-height: 1.5;\"><b>In der BRD existierten 1988 27 S., davon 14 in Nordrhein-Westfalen, 5 in Hessen und 4 in Bayern.<\/b><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Von den 27 S. werden 6 \u00f6ffentlich betrieben, die \u00fcbrigen 21 befinden sich auf betriebsinternem Firmen- oder Krankenhausgel\u00e4nde. Der Vorteil der nicht \u00f6ffentlich betriebenen S. besteht in den kurzen Transportwegen der Sonderabf\u00e4lle, der Nachteil in der schlechteren Kontrollm\u00f6glichkeit der S. durch Aufsichts\u00e4mter. Im Oktober 1989 stellte die BRD die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Abfallbeseitigung auf See ein. Ein Zubau entsprechender Verbrennungskapazit\u00e4ten bzw. eine Abnahme der zu entsorgenden Sonderabfallmenge lag jedoch nicht vor. <\/p>\n<p>Daher ist es nicht auszuschlie\u00dfen, da\u00df urspr\u00fcnglich f\u00fcr die Seeverbrennung vorgesehene hochchlorierte <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Kohlenwasserstoffe illegal beseitigt werden, etwa durch Zumischen zu Alt\u00f6len oder durch Deklarierung und Weitergabe als Wirtschaftsgut. Die S. unterscheidet sich von der Hausm\u00fcll-Verbrennungsanlage zun\u00e4chst durch eine breitere Variation der zur <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Verbrennung kommenden Einsatzstoffe. W\u00e4hrend dem Transport und der Lagerung dieser Stoffe k\u00f6nnen Emissionen giftiger oder brennbarer Substanzen in die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Luft eine zus\u00e4tzliche Gef\u00e4hrdung darstellen. Die Verbrennung selbst erfolgt in Drehrohr\u00f6fen bei Temperaturen, die meist h\u00f6her liegen als bei Hausm\u00fcllverbrennungsanlagen.<\/p>\n<p>Emissionen von S.: Die Art der emittierten <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Schadstoffe unterscheidet sich kaum von der aus Hausm\u00fcllverbrennungsanlagen emittierten Schadstoffe, jedoch ist bei S. mit h\u00f6heren Emissionsspitzen zu rechnen. Ein h\u00f6heres Gef\u00e4hrdungspotential ist daher durch kurzfristige Emissionsspitzen denkbar. Die Belastung durch Dioxine und<span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/p>\n<p><\/span>Furane ist bei S. gew\u00f6hnlich kleiner als bei Hausm\u00fcllverbrennungsanlagen, da meist eine homogenere Stoffzusammensetzung als beim Hausm\u00fcll vorliegt, auf die die Verbrennungsbedingungen eingestellt werden k\u00f6nnen. Selbst bei der Verbrennung von <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>PCB liegen die Dioxin\/Furan-Emissionskonzentrationen unterhalb der durchschnittlichen Emissionskonzentration von Hausm\u00fcllverbrennungsanlagen. <\/p>\n<p>Die Menge an emittierten Schadstoffen von S. h\u00e4ngt von der Verbrennungstemperatur und der Verweilzeit der Schadstoffe in der Hochtemperaturzone ab. Je h\u00f6her beide Gr\u00f6\u00dfen sind, desto geringer ist der Schadstoffaussto\u00df \u00fcber die Abgase.<\/p>\n<p>R\u00fcckst\u00e4nde aus S.: Aufgrund der h\u00f6heren Verbrennungstemperaturen liegt die<span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Schlacke aus S. meist schmelzfl\u00fcssig vor. Die Schadstoffe sind damit st\u00e4rker in die glasartige Masse eingebunden und k\u00f6nnen aus dieser weniger gut herausgel\u00f6st werden, als dies bei den Schlacken aus Hausm\u00fcllverbrennungsanlagen der Fall ist. Damit ist das Gef\u00e4hrdungspotential der Schlacke aus S. eher geringer einzusch\u00e4tzen als bei der Schlacke aus der Hausm\u00fcllverbrennung. <\/p>\n<p>Die Tatsache, da\u00df die Gefahrenpotentiale durch Emissionen und Schlacken aus S. h\u00e4ufig \u00e4hnlich oder sogar geringer als bei der Hausm\u00fcllverbrennung einzustufen sind, belegt nicht das geringe Gefahrenpotential von S., sondern vielmehr das hohe und h\u00e4ufig untersch\u00e4tzte Gefahrenpotential bei der Hausm\u00fcllverbrennung.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-411-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-411-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-411-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der BRD existierten 1988 27 S., davon 14 in Nordrhein-Westfalen, 5 in Hessen und 4 in Bayern.Von den 27 S. werden 6 \u00f6ffentlich betrieben, die \u00fcbrigen 21 befinden sich auf betriebsinternem Firmen- oder Krankenhausgel\u00e4nde. 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