{"id":409,"date":"2015-03-10T12:53:27","date_gmt":"2015-03-10T12:53:27","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=409"},"modified":"2015-03-10T12:53:27","modified_gmt":"2015-03-10T12:53:27","slug":"sondermuelldeponie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=409","title":{"rendered":"Sonderm\u00fclldeponie"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-409\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-409-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-409-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-409-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-409-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-409-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Die Deponierung stellt das letzte Stadium beim Umgang mit Sonderabf\u00e4llen dar.<\/b><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie ist auf Dauer angelegt und i.d.R. ein<span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Endlager f\u00fcr die abgelagerten Sonderabf\u00e4lle. Sonderabf\u00e4lle sollten m\u00f6glichst getrennt nach Abfallsorten deponiert werden, um chemische Reaktionen der Abf\u00e4lle untereinander zu vermeiden.<br \/>Ein Problem bei der Deponierung von Sonderabf\u00e4llen ist die Annahmekontrolle. I.a. ist es nicht m\u00f6glich, aus einer mehrere t umfassenden Sonderabfallieferung eine repr\u00e4sentative Stichprobe zur Analyse zu ziehen. Daher ist eine Falschdeklaration und Falscheinlagerung nicht v\u00f6llig auszuschlie\u00dfen.<br \/>Bei S. unterscheidet man zwischen oberirdischen und unterirdischen S.:<\/p>\n<p><b>1. Oberirdische S.: <\/b><br \/>Bis Ende der 60er Jahre war man der Ansicht, Sonderabf\u00e4lle und Siedlungsabf\u00e4lle (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><br \/><\/span>Abfall) gemeinsam ablagern zu k\u00f6nnen. Diese Art der Ablagerung f\u00fchrte zu einer Erh\u00f6hung der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Schadstoffe im Deponiesickerwasser und den gasf\u00f6rmigen Emissionen (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Deponiegas), so da\u00df seit Mitte der 70er Jahre solche Mischdeponien nicht mehr betrieben werden.<\/p>\n<p>1983 gab es in der BRD 79 oberirdische S. Die \u00fcberwiegende Zahl sind betriebseigene Deponien. 1990 existierten in Westdeutschland 9 \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche S. (s. Tab. zu <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Deponie). Die TA Abfall setzt eindeutige Zuordnungskriterien, welche Sonderabf\u00e4lle oberirdisch deponiert werden d\u00fcrfen. Jedoch sind die in der TA Abfall festgelegten <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Grenzwerte f\u00fcr <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Schadstoffe imSickerwasser i.d.R. h\u00f6her als die entsprechenden <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Grenzwerte in der Schweiz oder in \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>Die Kosten der Sonderabfalldeponierung betragen in Deutschland derzeit (1990) 300 DM\/t.<br \/>Emissionen bei oberirdischen S.: Die Emissionen von S. beschr\u00e4nken sich im wesentlichen auf Sickerwasser, dessen Beschaffenheit bestimmt wird durch die Kontaktzeit zwischen Niederschlagswasser und Sonderabfall sowie durch den <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>pH-Wert des Sonderabfalls. Die Schwermetallbelastung im Sickerwasser ist um so gr\u00f6\u00dfer, desto saurer es ist. Aufgefangene Sickerw\u00e4sser lassen sich reinigen, die dabei entstehenden R\u00fcckst\u00e4nde sind wiederum auf S. abzulagern. Eine Umfrage aus dem Jahre 1988 belegt, da\u00df von 73 S.-Betreibern 31 (meist kleinere Spezialdeponien) kein Sickerwasser auffangen!<\/p>\n<p>Z.T. werden Sonderabf\u00e4lle vor ihrer Deponierung mit Schl\u00e4mmen vermischt, um die Schadstoffkonzentration zu senken. Dies erh\u00f6ht jedoch die Sonderabfallmenge und mu\u00df, unter Ber\u00fccksichtigung des kleiner werdenden Deponieraumes, kritisch \u00fcberpr\u00fcft werden.<br \/>Weiterhin stellen adsorptiv gebundene \u00d6le im Hinblick auf die un\u00fcbersehbaren Reaktionsm\u00f6glichkeiten in der S. langfristige Quellen unerw\u00fcnschter Umweltbelastungen dar.<\/p>\n<p>Sicherheit von oberirdischen S.: Hinsichtlich der Langzeitsicherheit einer S. ist die nat\u00fcrliche Eignung des Standortes in Form eines sehr gering durchl\u00e4ssigen, nat\u00fcrlichen Untergrundes (z.B. Ton- oder Mergelschicht) eine wichtige Voraussetzung. Bei allen Bem\u00fchungen um eine gute Abdichtung der S. darf nicht davon ausgegangen werden, da\u00df Dichtungssysteme einen Schadstoffaustrag aus S. langfristig verhindern k\u00f6nnen. Die Vermeidung von Sonderabf\u00e4llen mu\u00df daher im Vordergrund aller Bem\u00fchungen stehen.<\/p>\n<p><b>2. Unterirdische S.: <\/b><br \/>Sonderabf\u00e4lle, die extrem langlebig oder gut wasserl\u00f6slich sind, m\u00fcssen aus der Biosph\u00e4re ferngehalten werden. Derzeit wird hierf\u00fcr die Ablagerung inUntertagedeponien von den politischen Entscheidungstr\u00e4gern f\u00fcr den geeignetsten Weg gehalten. Gegenw\u00e4rtig gibt es jedoch noch kein praktikables und aussagef\u00e4higes Bewertungsverfahren zur Beurteilung der Langzeitsicherheit von Untertagedeponien f\u00fcr Sonderabf\u00e4lle. <\/p>\n<p>Der Rat der Sachverst\u00e4ndigen f\u00fcr Umweltfragen empfiehlt daher, sich an den Sicherheitskriterien f\u00fcr die Deponierung von radioaktiven Abf\u00e4llen zu orientieren. Es ist damit zu rechnen, da\u00df die Kapazit\u00e4ten f\u00fcr die Untertagedeponierung in den n\u00e4chsten Jahren ausgebaut werden.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-409-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-409-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-409-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Deponierung stellt das letzte Stadium beim Umgang mit Sonderabf\u00e4llen dar.\u00a0Sie ist auf Dauer angelegt und i.d.R. einEndlager f\u00fcr die abgelagerten Sonderabf\u00e4lle. 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