{"id":4053,"date":"2015-07-29T13:32:20","date_gmt":"2015-07-29T13:32:20","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=4053"},"modified":"2015-07-29T13:32:20","modified_gmt":"2015-07-29T13:32:20","slug":"emas","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=4053","title":{"rendered":"EMAS"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-4053\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-4053-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-4053-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-4053-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-4053-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-4053-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Beim europ\u00e4ischen Umwelt-Audit, das bereits 1993 beschlossen wurde und urspr\u00fcnglich vor allem gewerblichen Unternehmen offenstand, handelt es sich um ein freiwilliges einheitliches System f\u00fcr das Umweltmanagement und die Umweltbetriebspr\u00fcfung, oder auf englisch \"Eco-Management and Audit Scheme\", daher die h\u00e4ufig zu lesende Abk\u00fcrzung E..<\/b><\/p>\n<div id=\"Infobox-links\">\n<div id=\"Infobox-Kopf\">\"Umweltrecht\"<\/div>\n<div id=\"Infobox-Content\">\u00a0<\/div>\n<\/div>\n<p>Mit der neuen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Verordnung wird der Kreis der Teilnahmeberechtigten erweitert. An \"EMAS II\" kann sich jede Organisation beteiligen, die ihren betrieblichen<span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Umweltschutz verbessern m\u00f6chte. Organisation ist dabei sowohl als Unternehmen, Handwerks- oder Gewerbebetrieb zu verstehen als auch als Einrichtung der \u00f6ffentlichen Hand wie die Kommunen. An E. k\u00f6nnen zuk\u00fcnftig alle Organisationen teilnehmen, die Ihren betrieblichen Umwelt verbessern m\u00f6chten. Es gibt keine Einschr\u00e4nkungen auf Branchen oder rechtliche Gegebenheiten. Damit ist eine Angleichung an die entsprechende Formulierung in der DIN EN ISO 14001.<\/p>\n<p>Zur Teilnahme am europ\u00e4ischen \u00d6ko-Audit m\u00fcssen Organisationen ihre T\u00e4tigkeiten, Produkte und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Dienstleistungen hinsichtlich der Auswirkungen auf die Umwelt \u00fcberpr\u00fcfen und auf dieser Basis ein Umweltmanagementsystem schaffen. Alle Organisationen, die am E. teilnehmen, haben regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit eine Umwelterkl\u00e4rung zu erstellen, die von einem unabh\u00e4ngigen, staatlich zugelassenen Umweltgutachter \u00fcberpr\u00fcft werden muss (Auditierung). <\/p>\n<p>Nach positivem Befund durch den Gutachter wird die Organisation bei der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Industrie- und Handelskammer in das EMAS-Register eingetragen und dar\u00fcber hinaus im Amtsblatt der EG ver\u00f6ffentlicht. Die Novelle der gemeinschaftlichen \u00d6ko-Audit-Verordnung erm\u00f6glicht es den registrierten Teilnehmern an dieser Umweltpr\u00fcfung teilzunehmen und sich durch ein Logo zu erkennen zu geben. Dieses neue Zeichen wird die bisher verwendete, aber wenig bekannte und \u00f6ffentlichkeitswirksame Teilnahmeerkl\u00e4rung ersetzen. <\/p>\n<p>Das Logo bezeugt also umweltbewusstes Verhalten eines Unternehmens, es ist jedoch nicht zu verwechseln mit einer Umwelt-Produktkennzeichnung wie etwa der \"Umwelt-Engel\" auf der Warenverpackung. Die eingetragenen Organisationen d\u00fcrfen ein Zeichen verwenden, welches werblich eingesetzt werden darf. Das Zeichen darf in Verbindung mit Umweltinformationen und dem Zusatz \"validierte Information\" verwendet werden. <\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung des Logos ist Teil der Bem\u00fchungen der Europ\u00e4ischen Union, E. attraktiver zu gestalten und das System besser den Bed\u00fcrfnissen kleiner und mittlerer Unternehmen anzupassen. Die im deutschen Umweltgutachterausschuss (UGA) vertretenen Interessengruppen haben beschlossen, in einer Gemeinschaftsaktion zur Bekanntmachung des neuen \u00d6ko-Siegels beizutragen. <\/p>\n<p><b>Die Novelle verweist v.a. auf die Norm ISO 14001, dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen die folgenden Punkte behandelt werden:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Einhaltung von Rechtsvorschriften (\"legal compliance\"), d.h. die relevanten Umweltvorschriften m\u00fcssen identifiziert werden und f\u00fcr deren Einhaltung mu\u00df gesorgt werden.<\/li>\n<li>Das Umweltmanagementsysteme mu\u00df sich am tats\u00e4chlichen betrieblichen Umweltschutz orientieren.<\/li>\n<li>Es besteht eine Verpflichtung zum offenen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Dialog mit externen, interessierten Stellen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei \u00dcberarbeitung der E. wurden die Erfahrungen in den verschiedenen L\u00e4ndern mit der bisherigen Version sowie die Erfahrungen der ISO 14001 ber\u00fccksichtigt. In mehreren umfassendenProjekten wurden seitens der Kommission der Ver\u00e4nderungsbedarf und die Ver\u00e4nderungsw\u00fcnsche aller Beteiligten ermittelt. Diese sind in den Entwurf eingeflossen. <\/p>\n<p><b>Die wesentlichen \u00c4nderungen der E. lassen sich wie folgt zusammenfassen:<\/b> \u00b7 <\/p>\n<ul>\n<li>Starke Anlehnung an die EN ISO 14001<\/li>\n<li>\u00d6ffnung f\u00fcr alle Organisationen, Verzicht auf die Standortbegrenzung<\/li>\n<li>Einbeziehung der Mitarbeiter<\/li>\n<li>J\u00e4hrliche validierte Umwelterkl\u00e4rungen erforderlich<\/li>\n<li>Leistungen im Umweltschutz (\"performance\") m\u00fcssen konkretisiert werden<\/li>\n<li>Internationale Abstimmung der Akkreditierungs- und Zulassungsstellen wird mittels \"peer reviews\" verbessert<\/li>\n<li>Die Informationen zu eingetragenen Standorten und Umweltgutachtern werden h\u00e4ufiger aktualisiert<\/li>\n<li>Es wird ein neues Zeichen eingef\u00fchrt, mit dem die eingetragenen Organisationen werben d\u00fcrfen (Ersatz der bisherigen Regelung)<\/li>\n<li>Deregulierungen f\u00fcr registrierte Organisationen angestrebt\u00b7 Die Werbung f\u00fcr E. soll seitens der Mitgliedsstaaten und der Kommission verst\u00e4rkt werden<\/li>\n<li>Die Kommission will f\u00fcr einen besseren Informationsaustauschzwischen den Mitgliedsstaaten sorgen (durch Einf\u00fchrung neuer, regelm\u00e4\u00dfiger Gremien)<\/li>\n<li>Die Umweltbetriebspr\u00fcfung soll auch immer die Einhaltung der einschl\u00e4gigen Umweltvorschriften \u00fcberpr\u00fcfen (\"compliance audit\")<\/li>\n<li>Die H\u00e4ufigkeit der Umweltbetriebspr\u00fcfungen sind nicht mehr von den Organisationen frei w\u00e4hlbar, sondern die Leitlinien der Kommission sind zu ber\u00fccksichtigen<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-4053-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-4053-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-4053-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim europ\u00e4ischen Umwelt-Audit, das bereits 1993 beschlossen wurde und urspr\u00fcnglich vor allem gewerblichen Unternehmen offenstand, handelt es sich um ein freiwilliges einheitliches System f\u00fcr das Umweltmanagement und die Umweltbetriebspr\u00fcfung, oder auf englisch &#8222;Eco-Management and Audit Scheme&#8220;, daher die h\u00e4ufig zu lesende Abk\u00fcrzung E..&#8220;Umweltrecht&#8220;\u00a0Mit der neuen Verordnung wird der Kreis der Teilnahmeberechtigten erweitert. 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