{"id":3883,"date":"2015-07-21T08:48:40","date_gmt":"2015-07-21T08:48:40","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=3883"},"modified":"2015-07-21T08:48:40","modified_gmt":"2015-07-21T08:48:40","slug":"agenda-21","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=3883","title":{"rendered":"Agenda 21"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-3883\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-3883-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-3883-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-3883-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-3883-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-3883-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Agenda 21 (lat.: Gerundivum, Nominativ Neutrum Plural von agere (tun, machen) = Die zu erledigenden Dinge. Der Begriff \"Agenda\" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet \"Was zu tun ist\". Im englischen Sprachgebrauch steht er auch f\u00fcr \"Tagesordnung\". Die Agenda 21 beschreibt die Tagesordnung f\u00fcr weltweites Handeln im 21. Jahrhundert. <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zentraler Begriff in der Agenda 21 ist das Sustainable Development, im Deutschen mit nachhaltiger, dauerhafter, zukunftsf\u00e4higer oder dauerhaft-umweltgerechter Entwicklung \u00fcbersetzt. Konkret bedeutet dies, es stehen ethische Wertvorstellungen einer generationen-, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>umwelt-, sozial- und globalvertr\u00e4glichen Lebens- und Wirtschaftsweise hinter der Agenda 21. <\/p>\n<p>Die drei Dimensionen der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Nachhaltigkeit (\u00d6kologie, \u00d6konomie und Soziales) sind in der Agenda 21 nicht ausdr\u00fccklich aufgef\u00fchrt. Die Nachhaltige Entwicklung soll sozial ausgeglichen, wirtschaftlich tragf\u00e4hig und \u00f6kologisch vertr\u00e4glich sein. Manchmal wird auch noch eine vierte Dimension genannt: die Verbesserung der internationalen Kooperation mit den Entwicklungsl\u00e4nder. <\/p>\n<p>1992 verabschiedete die UN-Konferenz \u00fcber <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro die Agenda 21. Das Aktionsprogramm gilt sowohl f\u00fcr <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Industrie- wie f\u00fcr Entwicklungsl\u00e4nder. Es enth\u00e4lt wichtige Festlegungen, u.a. zur Armutsbek\u00e4mpfung, Bev\u00f6lkerungspolitik, zum Welthandel und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Umwelt, zur <span id=\"AutoLinkDescriptionBox15\"><br \/> <\/span>Abfall-, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Chemikalien-, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Klima- und Energiepolitik, zur Landwirtschaftspolitik sowie zu finanzieller und technologischer Zusammenarbeit der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Industrie- und Entwicklungsl\u00e4nder. <br \/>In den 40 Kapiteln der Agenda 21 werden u.a. die folgenden Themenkomplexe aufgegriffen:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Internationale Entwicklungszusammenarbeit<\/li>\n<li>Armutsbek\u00e4mpfung<\/li>\n<li>Ver\u00e4nderung der Konsumgewohnheiten<\/li>\n<li>Schutz der Erdatmosph\u00e4re<\/li>\n<li>Bek\u00e4mpfung der Entwaldung<\/li>\n<li>F\u00f6rderung einer nachhaltigen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox16\"><\/span>Landwirtschaft und Erhaltung der biologischen Vielfalt<\/li>\n<li>Umweltvertr\u00e4gliche Nutzung der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Biotechnologie<\/li>\n<li>Schutz der Ozeane und S\u00fc\u00dfwasserressourcen<\/li>\n<li>Umweltvertr\u00e4glicher Umgang mit Abf\u00e4llen<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Priorit\u00e4t wird in der Agenda 21 auf die St\u00e4rkung der Rolle wichtiger gesellschaftlicher Gruppen gelegt. Damit wendet sich die Agenda 21 nicht nur an Regierungen, sondern v.a. auch an Nichtregierungs-Organisationen (NGOs). In Kapitel 27 wird die St\u00e4rkung der nichtstaatlichen Organisationen und in Kapitel 28 die Grundlage f\u00fcr die in den Kommunen in Diskussion befindliche Lokale Agenda beschrieben. <\/p>\n<p>Unter dem Motto Global denken - lokal handeln sind alle aufgefordert, sich aktiv an der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>umwelt- und sozialvertr\u00e4glichen Gestaltung unserer Lebensumwelt zu beteiligen. Agenda 21 ist also kein statischer, sondern ein dynamischer Prozess. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen zu. <\/p>\n<p>Ziel der Lokalen Agenda 21 ist die Entwicklung des Gemeinsinns, um in gemeinsamer Anstrengung von B\u00fcrgern, Rat und Verwaltung die zuk\u00fcnftigen Probleme der Kommunen zu bew\u00e4ltigen. Ein konsensorientierter <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Dialog lebt von der gegenseitigen Anregung, der sinnvollen Erg\u00e4nzung und der konstruktiven Mitarbeit der Beteiligten. <\/p>\n<p>Alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sowie gesellschaftlichen Organisationen, Vereine und Gruppen sind daher ausdr\u00fccklich zur Teilnahme aufgefordert. Die Lokale Agenda erfordert also den \"<span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Dialog mit ihren B\u00fcrgern, \u00f6rtlichen Organisationen und der Privatwirtschaft\". Die Kommunen sind gehalten entsprechende Rahmenbedingungen, Strukturen und Unterst\u00fctzung f\u00fcr diesen Prozess zu schaffen.<\/p>\n<p>Hinter dem Ansatz des Kapitel 28 zur Lokalen Agenda 21 steht das <span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Verursacherprinzip und die Erkenntnis, dass Umweltzerst\u00f6rung trotz ihrer weltweiten Auswirkungen vorrangig dort stattfindet, wo Menschen ihren Lebens- und Wirtschaftsmittelpunkt haben. Der Ausgangspunkt f\u00fcr Umweltzerst\u00f6rung ist der Raum, wo produziert und gebaut, geheizt und gekocht und am <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Verkehr teilgenommen wird. Hier also m\u00fcssen Wege gefunden werden, das Leben umweltschonend zu gestalten. <\/p>\n<p>Die Kommission f\u00fcr nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (CSD) ist zur \u00dcberwachung der Umsetzung sowie zur Fortentwicklung der Agenda 21 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen eingesetzt worden. Sie ist das zentrale politische Beschlussorgan im Rio-Folgeprozess, der nun Ende des Jahres 2002, zehn Jahre nach Rio, in Johannesburg (S\u00fcdafrika) ein Res\u00fcmee f\u00fcr die Zielerreichung seit der Beschlussfassung von Rio 1992 ziehen wird. <\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-3883-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-3883-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-3883-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Agenda 21 (lat.: Gerundivum, Nominativ Neutrum Plural von agere (tun, machen) = Die zu erledigenden Dinge. Der Begriff &#8222;Agenda&#8220; kommt aus dem Lateinischen und bedeutet &#8222;Was zu tun ist&#8220;. 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