{"id":3831,"date":"2015-07-20T13:19:48","date_gmt":"2015-07-20T13:19:48","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=3831"},"modified":"2015-07-20T13:19:48","modified_gmt":"2015-07-20T13:19:48","slug":"tschernobyl","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=3831","title":{"rendered":"Tschernobyl"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-3831\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-3831-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-3831-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-3831-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-3831-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-3831-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><div id=\"Brotschrift\"><b>Am 26.4.1986 ereignete sich in einem der vier russischen Druckr\u00f6hrenreaktoren (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox50\"><\/span>Kernkraftwerk) in Tschernobyl der bislang gr\u00f6\u00dfte Unfall in einem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox51\"><\/span>Kernkraftwerk.<\/b><\/p>\n<div id=\"Infobox-links\">\n<div id=\"Infobox-Kopf\">\"Tschernobyl\"<\/div>\n<\/div>\n<p>Es handelte sich um den ersten <span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Super-GAU in der Geschichte der Kernenergienutzung (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox35\"><\/span>GAU). In <span id=\"AutoLinkDescriptionBox59\"><\/span>Harrisburg war es 1979 fast zum <span id=\"AutoLinkDescriptionBox15\"><\/span>Super-GAU gekommen. Der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox16\"><\/span>Super-GAU von Tschernobyl wird sich wahrscheinlich als der bislang folgenschwerste Unfall des Industriezeitalters erweisen.<\/p>\n<p>Unfallablauf: Bei Wartungsarbeiten kam es nach einem K\u00fchlwasserstau zur \u00dcberhitzung von Brennelementen, wodurch sich <span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Wasserstoff bildete, der zusammen mit <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Sauerstoff aus der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox23\"><\/span>Luft in einer gewaltigen Knallgasexplosion das Reaktorgeb\u00e4ude wegsprengte. Die Brennelemente schmolzen zu einer \u00fcber 2.000 Grad C hei\u00dfen Kernschmelze zusammen. Schlie\u00dflich fing der als Moderator (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox34\"><\/span>Kernreaktor) verwandte Graphitmantel (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox20\"><\/span>Kohlenstoff) Feuer, und ein regelrechter Feuersturm sog die radioaktiven Spaltprodukte (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Kernspaltung), die aus der Kernschmelze austraten, in die Atmosph\u00e4re. Durch diesen Unfallablauf bedingt, verteilten sich die Spaltprodukte gro\u00dfr\u00e4umig. <\/p>\n<p>Zwei Wochen nach Unfallbeginn war der havarierte Reaktor so weit unter Kontrolle gebracht worden, da\u00df weitere Explosionen bzw. ein Durchschmelzen des hei\u00dfen Kerns in den Erdboden auszuschlie\u00dfen waren; der Reaktor wurde in einen Sarkophag eingeschlossen. Nach dem sowjetischen Unfallbericht wurden in Tschernobyl nur ca. 3% des hochradioaktiven Inventars freigesetzt (ohne Edelgase ca. 37 Mrd <span id=\"AutoLinkDescriptionBox63\"><\/span>Becquerel), womit der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox17\"><\/span>Super-GAU von Tschernobyl allenfalls als mittlerer Unfall angesehen werden mu\u00df.<br \/>Radioaktive Belastungen in der ehem. UdSSR: Im Umkreis von etwa 250 km um Tschernobyl wurden akute Strahlensch\u00e4den beobachtet, \u00fcber 120.000 Menschen mu\u00dften evakuiert werden. In den ersten Monaten nach dem Unfall starben \u00fcber 30 Menschen an akuten Strahlensch\u00e4den. Etwa 1 Mio junge, oft zwangsrekrutierte Soldaten und Arbeiter haben sich bei den Entseuchungs- und Aufr\u00e4umarbeiten am Sarkophag und in der 30-km-Sperrzone, die sich bis 1987 hinzogen, hohen Strahlenbelastungen ausgesetzt, 150.000 von ihnen besonders hohe Strahlendosen.<\/p>\n<p>Ihre Arbeit dauerte meist nur einige Tage oder Wochen, bis der angesetzte Strahlengrenzwert von 350 mSv (!) (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox37\"><\/span>Strahlenschutzverordnung) erreicht war. Viele von ihnen werden an <span id=\"AutoLinkDescriptionBox39\"><\/span>Krebs sterben und genetisch gesch\u00e4digte Kinder hervorbringen. Bis 1992 waren je nach Quelle bereits 6.000-10.000 von ihnen an strahlungsinduzierten Erkrankungen gestorben und etwa 15.000 weitere erkrankt.<br \/>Aber auch in der Normalbev\u00f6lkerung werden die gesundheitlichen Folgen des <span id=\"AutoLinkDescriptionBox18\"><\/span>Super-GAU sichtbar. Die ersten geh\u00e4uft mi\u00dfgebildeten Ferkel und K\u00e4lber traten 1986 auf; 1987 wurden die ersten genetischen Sch\u00e4den an neugeborenen Menschen sichtbar. Erh\u00f6ht haben sich bei Kindern bereits die F\u00e4lle an Leuk\u00e4mie und Schilddr\u00fcsenkrebs, beides Krebsarten mit kurzen Latenzzeiten. Die eigentliche Krebswelle, die ihren H\u00f6hepunkt 2005 erreichen wird, hat gerade erst begonnen. Insgesamt werden in der ehem. UdSSR 200.000-1 Mio (laut W.M. Tschernosenko) zus\u00e4tzliche Krebstote erwartet.<\/p>\n<p>Zugenommen haben auch die sog. nicht-spezifischen strahlungsinduzierten Erkrankungen wie Magen- und Darmerkrankungen, An\u00e4mie, allgemeine Immunschw\u00e4che, Blut- und Schwangerschaftkomplikationen.<br \/>Bis zu einer Entfernung von einigen 100 km vom Unfallort findet man auch 1992 noch stark erh\u00f6hte Radioaktivit\u00e4t. Fast 5 Mio Menschen leben immer noch in Gebieten mit durch die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox21\"><br \/> <\/span>Strahlenbelastung bedingtem erh\u00f6htem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox38\"><\/span>Krebsrisiko. Radioaktive Belastungen in anderen L\u00e4ndern: Die radioaktiven Wolken (Radioaktivit\u00e4t, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Fallout) breiteten sich \u00fcber gro\u00dfe Teile Europas aus, selbst in Japan wurden erh\u00f6hte Radioaktivit\u00e4tswerte gemessen.<\/p>\n<p>Zu den besonders betroffenen L\u00e4ndern der Kategorie 1 geh\u00f6rten die UdSSR, Finnland, Schweden, Polen und Rum\u00e4nien. S\u00fcddeutschland und die DDR z\u00e4hlten zu den stark betroffenen Gebieten der Kategorie 2 und Norddeutschland zu den gering belasteten der Katagorie 3.<\/p>\n<p>In ganz <span id=\"AutoLinkDescriptionBox36\"><\/span>Europa traten Anfang Mai 1986 erh\u00f6hte radioaktive Belastungen der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox24\"><\/span>Luft und nach Regenf\u00e4llen Belastungen von Pflanzen und B\u00f6den auf. Im Freien angebaute <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/p>\n<p> <\/span>Nutzpflanzen sowie <span id=\"AutoLinkDescriptionBox41\"><\/span>Milch von freiweidenden K\u00fchen waren teilweise so stark verseucht, da\u00df die kontaminierten Lebensmittel beschlagnahmt und entsorgt werden mu\u00dften. Je nach Regierung wurden veschieden strenge <span id=\"AutoLinkDescriptionBox52\"><\/span>Grenzwerte f\u00fcr Gem\u00fcse, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox42\"><\/span>Milch und Fleisch erlassen und Weideverbote verh\u00e4ngt. Insgesamt wurden etwa 20 verschiedene Radionuklide (Radioaktivit\u00e4t) im <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Fallout festgestellt, wobei von <span id=\"AutoLinkDescriptionBox27\"><\/span>Iod-131, das sich in der Schilddr\u00fcse anreichert (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox25\"><\/span>Anreicherung), in den ersten Wochen die gr\u00f6\u00dfte Gefahr ausging. <\/p>\n<p>Ab Sommer 1987 machten C\u00e4sium-137 und -134 die gr\u00f6\u00dften radioaktiven Belastungen aus. Die besonders gef\u00e4hrlichen Stoffe <span id=\"AutoLinkDescriptionBox62\"><\/span>Strontium und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox19\"><\/span>Plutonium gelangten gl\u00fccklicherweise in nur geringen Mengen in die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Umwelt. Neben immensen gesundheitlichen Sch\u00e4den f\u00fchrte der radioaktive <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Fallout bislang zu wirtschaftlichen Kosten in H\u00f6he von ca. 450 Mrd DM, v.a. bei betroffenen Bauern. In Finnland und Schweden bedeutete der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Fallout ein Ende f\u00fcr die lappl\u00e4ndische Rentierzucht: F\u00fcr einige Jahrzehnte sind dort <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Flechten, Hauptnahrungsmittel der Rentiere, derart verseucht, da\u00df das Rentierfleisch f\u00fcr ca. 20 Jahre nicht zum Verzehr geeignet ist, Belastungen von \u00fcber 10.000 Bq\/kg C\u00e4sium wurden gemessen.<\/p>\n<p>Situation in Westdeutschland: Nach den ersten radioaktiven Niederschl\u00e4gen traten z.T. hohe Belastungen von Freilandgem\u00fcse (insb. gro\u00dfbl\u00e4ttrige Pflanzen, z.B. Spinat) auf, v.a. in Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg, wo generell die radioaktiven Belastungen um etwa den Faktor 10 \u00fcber dem Bundesdurchschnitt lagen. Selbst nach zwei Wochen lag die Belastung frisch geernteter Pflanzen noch bei 2.500 Bq\/kg <span id=\"AutoLinkDescriptionBox28\"><\/span>Iod und 600 Bq\/kg C\u00e4sium. Neben Freilandgem\u00fcse ging die gr\u00f6\u00dfte Belastung in den ersten Wochen von verseuchter <span id=\"AutoLinkDescriptionBox43\"><\/span>Milch aus, die \u00fcber den Belastungspfad Gras-Kuh-<span id=\"AutoLinkDescriptionBox44\"><\/span>Milch (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox26\"><\/span>Anreicherung) <span id=\"AutoLinkDescriptionBox29\"><\/span>Iod angereichert hatte. Mitte Mai 1986 lag die durchschnittliche <span id=\"AutoLinkDescriptionBox60\"><\/span>Kontamination der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox45\"><\/span>Milch in Bayern (bzw. Nordrhein-Westfalen) bei 300 Bq\/l (90 Bq\/l) <span id=\"AutoLinkDescriptionBox30\"><\/span>Iod und 150 Bq\/l (40 Bq\/l) C\u00e4sium. <\/p>\n<p>Mit einer Verz\u00f6gerung von etwa 2 Wochen stieg die Belastung f\u00fcr Fleisch stark an. Besonders betroffen war Wild, aber auch Rindfleisch war Mitte Mai mit 100 Bq\/kg <span id=\"AutoLinkDescriptionBox31\"><\/span>Iod und 500 Bq\/kg C\u00e4sium belastet. Lokal traten sogar Werte von einigen tausend <span id=\"AutoLinkDescriptionBox64\"><\/span>Becquerel auf. Auch 1987 konnte man noch deutlich \u00fcber dem Durchschnitt liegende radioaktive Belastungswerte messen: Insb. Wild, Binnenseefische (einige hundert Bq\/kg) und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Pilze (einige tausend Bq\/kg) wiesen z.T. noch hohe C\u00e4siumwerte auf.<\/p>\n<p><span id=\"AutoLinkDescriptionBox53\"><\/span>Grenzwerte: In der BRD wurde f\u00fcr Molkereimilch ein Grenzwert f\u00fcr 500 Bq\/l festgelegt, f\u00fcr Gem\u00fcse 250 Bq\/kg <span id=\"AutoLinkDescriptionBox32\"><\/span>Iod. Da 1986 noch Bundesl\u00e4nder eigene <span id=\"AutoLinkDescriptionBox54\"><\/span>Grenzwerte festlegen konnten, wurden z.T. sehr viel sch\u00e4rfere <span id=\"AutoLinkDescriptionBox55\"><\/span>Grenzwerte erlassen, so in Hessen: <span id=\"AutoLinkDescriptionBox46\"><\/span>Milch 20 Bq\/l und f\u00fcr Fleisch 200 Bq\/kg <span id=\"AutoLinkDescriptionBox33\"><\/span>Iod und 100 Bq\/kg C\u00e4sium. \u00dcber den Grenzwerten belastete <span id=\"AutoLinkDescriptionBox47\"><\/span>Milch wurde jedoch i.d.R. nicht vernichtet, sondern mit geringer kontaminierter <span id=\"AutoLinkDescriptionBox48\"><\/span>Milch bis unter die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox56\"><\/span>Grenzwerte gemischt. Europaweit wurden ab Juni 1986 die als hoch einzustufenden <span id=\"AutoLinkDescriptionBox57\"><\/span>Grenzwerte von 370 Bq\/kg bzw. Bq\/l f\u00fcr S\u00e4uglingsnahrung und 600 Bq\/kg bzw. Bq\/l C\u00e4sium f\u00fcr alle sonstigen Lebensmittel verabschiedet. <\/p>\n<p>Eine, insb. von Frankreich anvisierte, deutliche Heraufsetzung (!) der EG-weiten <span id=\"AutoLinkDescriptionBox58\"><\/span>Grenzwerte ist 1987 vorl\u00e4ufig gescheitert.<br \/>Folgen: Innerhalb von 50 Jahren wird jeder Westdeutsche infolge des Tschernobyl-Fallouts durchschnittlich 1,4 mSv (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox61\"><\/span>Sievert) <span id=\"AutoLinkDescriptionBox49\"><br \/> <\/span>effektive Dosis (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Strahlendosis) erhalten. Die Schilddr\u00fcse ist mit durchschnittlich 3,1 mSv das am h\u00f6chsten belastete Organ (alle Werte f\u00fcr Erwachsene). Die Ganzk\u00f6rperdosis setzt sich insb. zusammen aus Verzehr 1986 (0,15 mSv) und Bodenstrahlung 1986-2035 (1,15 mSv). Die Bodenstrahlung kommt von den in den <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Boden gelangten radioaktiven Substanzen. Aufgrund dieser durch Tschernobyl bedingten zus\u00e4tzlichen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox22\"><br \/> <\/span>Strahlenbelastung von 1,4 mSv werden in Deutschland etwa 4.700-14.200 Menschen an <span id=\"AutoLinkDescriptionBox40\"><\/span>Krebs erkranken, was einer kaum feststellbaren statistischen Erh\u00f6hung der Krebsrate von etwa 0,1% entspricht.<\/p>\n<p>In verschiedenen Studien wurde in der BRD direkt nach dem Unfall eine erh\u00f6hte Mi\u00dfbildungsrate bei K\u00e4lbern in Bayern und eine Zunahme von Trisomie 21 bei Menschen festgestellt.<\/p>\n<p>Nachr\u00fcsten oder stillegen: In der ehem. UdSSR sind 16 Tschernobyl-Reaktoren (Typ: RBMK, 1.000 MW) in Betrieb; diese und 10 weitere Uraltreaktoren im ehem. Ostblock weisen laut Reaktorexperten gr\u00f6\u00dfte Sicherheitsdefizite auf. Favorisiert wird - insb. von der westeurop\u00e4ischen Nuklearindustrie - eine Nachr\u00fcstung der Reaktoren, obwohl dies sowohl technisch wie auch finanziell (ca. 15 Mrd DM) praktisch nicht realisierbar ist. Eine Risikominderung ist dagegen nur durch eine Stillegung zu erreichen, die sich bei gleichzeitiger Mobilisierung der ungeheuren Energieeinsparpotentiale, die in den ehemals sozialistischen L\u00e4ndern wie nirgends sonst brachliegen, ohne Kraftwerkszubau realisieren lie\u00dfe.<\/p>\n<p>Weitere St\u00f6rf\u00e4lle: Im Oktober 1991 ereignete sich im Reaktor II in Tschernobyl eine Wasserstoffexplosion mit Gro\u00dfbrand. Da die manuelle Reaktorabschaltung gelang, blieben die radioaktiven Belastungen lokal begrenzt. Im M\u00e4rz 1992 kam es zu einem schweren St\u00f6rfall mit Austritt von Radioaktivit\u00e4t im Reaktor bei St.Petersburg (Block II).<\/p>\n<p>1992 wurde beschlossen, den zerst\u00f6rten Tschernobyl-Reaktor mit einem zweiten Sarkophag zu umgeben, da der alte nicht mehr dicht sei. Der zerst\u00f6rte Reaktor mu\u00df einige zehntausend Jahre gegen das Austreten weiterer Radioaktivit\u00e4t abgedichtet werden.<\/p><\/div>\n<div class=\"styleRechts\">\u00a0<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-3831-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-3831-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-3831-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 26.4.1986 ereignete sich in einem der vier russischen Druckr\u00f6hrenreaktoren (Kernkraftwerk) in Tschernobyl der bislang gr\u00f6\u00dfte Unfall in einem Kernkraftwerk.&#8220;Tschernobyl&#8220;Es handelte sich um den ersten Super-GAU in der Geschichte der Kernenergienutzung (GAU). 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