{"id":3614,"date":"2015-07-16T14:42:58","date_gmt":"2015-07-16T14:42:58","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=3614"},"modified":"2015-07-16T14:42:58","modified_gmt":"2015-07-16T14:42:58","slug":"washingtoner-artenschutz-uebereinkommen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=3614","title":{"rendered":"Washingtoner Artenschutz-\u00dcbereinkommen"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-3614\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-3614-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-3614-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-3614-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-3614-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-3614-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Das W. wurde 1973 aufgrund einer Empfehlung der Konferenz der Vereinten Nationen \u00fcber die Umwelt des Menschen (Stockholm 1972) abgeschlossen und ist 1975 v\u00f6lkerrechtlich in Kraft getreten.<\/b><\/p>\n<p>In der BRD ist das W. seit 1976 in Kraft, und seit 1984 wird das \u00dcbereinkommen in der gesamten EG nach gemeinschaftlichen Regeln durchgef\u00fchrt. Dabei hat die EG in der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Verordnung zur Anwendung des \u00dcbereinkommens \u00fcber den internationalen Handel mit gef\u00e4hrdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen in der Gemeinschaft\" von der M\u00f6glichkeit Gebrauch gemacht, strengere Vorschriften als die im W. festgelegten zu erlassen.<\/p>\n<p>Dies gilt allerdings nur f\u00fcr die Au\u00dfengrenzen der EG. Bis heute sind dem \u00dcbereinkommen fast 100 Staaten beigetreten. Ziel des \u00dcbereinkommens ist es, durch Einschr\u00e4nkung des internationalen Handels eine der Hauptursachen der Gef\u00e4hrdung bestimmter Tier- und Pflanzenarten zu beseitigen. Das W. sieht ein umfassendes Kontrollsystem f\u00fcr den Handel mit Tieren und Pflanzen gesch\u00fctzter Arten, deren ohne weiteres erkennbare Teile sowie ohne weiteres erkennbare hieraus gewonnene Erzeugnisse, vor.<\/p>\n<p>Handel im Sinne des \u00dcbereinkommens ist die Ausfuhr, die Wiedereinfuhr, die Einfuhr sowie das Einbringen aus dem Meer. Die vom \u00dcbereinkommen erfa\u00dften Tier- und Pflanzenarten sind entsprechend ihrer Schutzbed\u00fcrftigkeit in drei Listen als Anh\u00e4nge zum W. aufgef\u00fchrt, die st\u00e4ndig \u00fcberpr\u00fcft und angepa\u00dft werden. <\/p>\n<p>Anhang I enth\u00e4lt die von der Ausrottung bedrohten Arten, deren Handel nur in Ausnahmef\u00e4llen zugelassen wird, zu kommerziellen Zwecken ist er praktisch ausgeschlossen, z.B. verschiedene Arten von Meeresschildkr\u00f6ten. Die Einfuhr setzt sowohl das Vorliegen einer Einfuhrgenehmigung des Importstaates als auch eine Ausfuhrgenehmigung oder Wiederausfuhrbescheinigung des Exportstaates voraus. <\/p>\n<p>Im Anhang II sind solche Tier- und Pflanzenarten erfa\u00dft, deren Erhaltungssituation zumeist noch eine geordnete wirtschaftliche Nutzung unter wissenschaftlicher Kontrolle zul\u00e4\u00dft, z.B. den Luchs. Diese Arten k\u00f6nnen unter bestimmten Voraussetzungen gehandelt werden, wobei f\u00fcr die Einfuhr lediglich eine Ausfuhrgenehmigung oder Wiederausfuhrbescheinigung des Exportstaates erforderlich ist. <\/p>\n<p>Importstaaten k\u00f6nnen die Herkunftsl\u00e4nder bei der Ausfuhr von Anhang-II-Exemplaren nur unterst\u00fctzen, indem sie den legalen Export \u00fcberpr\u00fcfen. In einem Anhang III sind solche Arten aufgef\u00fchrt, die von einer Vertragspartei in ihrem Hoheitsgebiet einer besonderen Regelung unterworfen sind.<\/p>\n<p>Nach Angaben des <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>WWF werden j\u00e4hrlich bis zu 40.000 lebende Papageien, bis zu 1.000 Krokodile, Warane und mehrere tausend Riesenschlangen nach Deutschland, das zu den bedeutendsten Einfuhrl\u00e4ndern wildlebender Tiere geh\u00f6rt, importiert. <\/p>\n<p>St\u00e4rkere Importkontrollen sowie eine sch\u00e4rfere Rechtssprechung sind zur Durchf\u00fchrung des W. n\u00f6tig. Ebenso wichtig ist die \u00c4nderung des Konsumverhaltens der Verbraucher, so da\u00df die Nachfrage nach lebenden Wildtieren und Fellen gesch\u00fctzter Tiere gesenkt wird.<\/p>\n<p><i>Lit.: BMU: Umweltbericht 1990<\/i><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-3614-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-3614-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-3614-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das W. wurde 1973 aufgrund einer Empfehlung der Konferenz der Vereinten Nationen \u00fcber die Umwelt des Menschen (Stockholm 1972) abgeschlossen und ist 1975 v\u00f6lkerrechtlich in Kraft getreten.In der BRD ist das W. seit 1976 in Kraft, und seit 1984 wird das \u00dcbereinkommen in der gesamten EG nach gemeinschaftlichen Regeln durchgef\u00fchrt. 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