{"id":3456,"date":"2015-07-15T15:09:05","date_gmt":"2015-07-15T15:09:05","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=3456"},"modified":"2025-11-12T14:59:21","modified_gmt":"2025-11-12T13:59:21","slug":"treibhauseffekt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=3456","title":{"rendered":"Treibhauseffekt"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-3456\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-3456-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-3456-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-3456-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-3456-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-3456-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><span data-teams=\"true\">Die w\u00e4hrend des Tages auf die Erde treffende kurzwellige Sonnenstrahlung wird von der Erdoberfl\u00e4che und teilweise von der Atmosph\u00e4re absorbiert und in W\u00e4rmeenergie umgewandelt. Diese Energie wird kontinuierlich, vor allem in Form langwelliger Infrarotstrahlung, wieder an die Atmosph\u00e4re und in den Weltraum abgegeben. <\/span><\/p>\n<p><span data-teams=\"true\">Klimarelevante Spurengase wie Kohlendioxid (CO\u2082) oder Methan (CH\u2084) absorbieren einen Teil dieser Infrarotstrahlung und emittieren sie in alle Richtungen, auch zur\u00fcck zur Erdoberfl\u00e4che. Dadurch wird der W\u00e4rmeverlust der Erde verringert und die bodennahe Luftschicht erw\u00e4rmt. Dieses Ph\u00e4nomen wird als nat\u00fcrlicher Treibhauseffekt bezeichnet.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der nat\u00fcrliche T. stellt eine gigantische, lebensnotwendige \"Klimaanlage\" dar. Ohne den nat\u00fcrlichen T. l\u00e4ge die bodennahe Durchschnittstemperatur auf der Erde nicht bei +15 Grad \u00b0C, sondern bei -18 Grad \u00b0C. Seit Beginn der Industrialisierung sind die Konzentrationen der T.-Gase in der Atmosph\u00e4re<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>durch menschliche T\u00e4tigkeiten angestiegen und zus\u00e4tzliche T.-Gase, v.a.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>FCKW, hinzugekommen. Durch diesen zus\u00e4tzlichen T. wird der nat\u00fcrliche T. verst\u00e4rkt und die Stabilit\u00e4t des Weltklimas gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p><b>Ursachen:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b>Schaut man sich die Emittentengruppen an, so steht der Energieverbrauch mit 50 Prozent an der Spitze (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Kohlendioxid,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><span id=\"AutoLinkDescriptionBox22\"><\/span>Methan,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><span id=\"AutoLinkDescriptionBox27\"><\/span>Ozon), gefolgt von der Chemie mit 20 Prozent (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>FCKW,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><span id=\"AutoLinkDescriptionBox19\"><\/span>Treibgase), der<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><span id=\"AutoLinkDescriptionBox26\"><\/span>Landwirtschaft<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>mit 15 Prozent (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox23\"><\/span>Methan, Distickoxid) und der<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Regenwald-Zerst\u00f6rung mit 15 Prozent (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Kohlendioxid, Distickoxid). Besonders hoch liegt der Anteil der Industrienationen an den T.-Gasemissionen (Kohlendioxid-Problem). Der weltweite Treibhausgasaussto\u00df lag 2023 bei 40,9 und 2022 bei 36,6 Milliarden Tonnen CO<sub>2<\/sub>.<\/p>\n<p><b>Folgen:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b>Auch wenn die Szenarien der Klimaforscher noch mit vielen Unsicherheiten behaftet sind, so zeichnen sich doch einige Tendenzen ab.<\/p>\n<p>Bis zum Jahr 2100 wird eine Erh\u00f6hung der bodennahen Weltmitteltemperatur von 2-5 Grad \u00b0C erwartet; regional und jahreszeitlich kann diese Erw\u00e4rmung, zu den Polen hin zunehmend, um ein Mehrfaches gr\u00f6\u00dfer sein. Innerhalb der letzten 100 Jahre nahm die<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><span id=\"AutoLinkDescriptionBox28\"><\/span>Temperatur<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>bereits um 0,3-0,6 Grad \u00b0C zu, wobei die Zunahme in den n\u00f6rdlichen Breiten z.T. \u00fcber 5 Grad \u00b0C betrug.<\/p>\n<p>Sehr wahrscheinlich wird durch die W\u00e4rmeausdehnung des Wassers und das Abschmelzen des Inlandeises der Meeresspiegel steigen und zwar bis 2100 um etwa 0,2-1,4 Meter. In den letzten 100 Jahren stieg der Meeresspiegel bereits um etwa 12 cm.<\/p>\n<p>Wissenschaftler gehen davon aus, dass aufgrund der beginnenden<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Klima-Ver\u00e4nderungen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>H\u00e4ufigkeit und Intensit\u00e4t extremer klimatischer Ereignisse wie <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Orkane, Sturmfluten, sintflutartige Niederschl\u00e4ge und D\u00fcrrekatastrophen zunehmen werden.<\/p>\n<p>Die beschriebenen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Klimaver\u00e4nderungen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>k\u00f6nnen f\u00fcr die Menschheit verheerende Folgen haben, die alle anderen Umwelteingriffe \u00fcberschatten. Der Meeresspiegelanstieg wird gro\u00dffl\u00e4chige Landverluste in K\u00fcstenregionen, v.a. in der Dritten Welt, zur Folge haben (Deichbau). Die zunehmende Erw\u00e4rmung beg\u00fcnstigt die<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><span id=\"AutoLinkDescriptionBox18\"><\/span>Ausbreitung<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>der<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>W\u00fcsten, extreme Wetterereignisse werden ganze Regionen verw\u00fcsten.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Insgesamt werden Millionen von Menschen insbesondere in den Entwicklungsl\u00e4ndern ihrer Lebensgrundlagen beraubt und zu Umweltfl\u00fcchtlingen. W\u00e4hrend die meisten L\u00e4nder beim T. auf der Verliererseite stehen, gibt es m\u00f6glicherweise auch Gewinner. L\u00e4nder wie Sibirien oder Kanada rechnen sich durch das Auftauen von Dauerfrostgebieten Vorteile aus, wie z.B. die Ausdehnung der landwirtschaftlich nutzbaren Fl\u00e4chen, und zeigen daher wenig Interesse, f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung des T. Geld zu investieren.<\/p>\n<p>Neben den schon sp\u00fcrbaren Temperaturerh\u00f6hungen mehren sich die Zeichen, dass wir bereits mitten in der<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Klimaver\u00e4nderung<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>stehen. In den letzten Jahren ist die Zahl der Naturkatastrophen infolge von Wetterinstabilit\u00e4ten stark angestiegen. 1991 starben knapp 160.000 Menschen an den Folgen von Naturkatastrophen, 22,5 Millionen wurden obdachlos. Die angerichteten Sachsch\u00e4den lagen bei fast 11 Mrd. US-Dollar. Die Werte liegen weit \u00fcber dem langfristigen Durchschnitt.<\/p>\n<p>Andere Anzeichen stellen Ver\u00e4nderungen in<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Flora<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>und<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Fauna<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>dar. Eine Reihe von Pflanzen und Tieren beginnen, sich in den w\u00e4rmer werdenden n\u00f6rdlichen Regionen anzusiedeln, viele andere k\u00f6nnen sich den neuen Bedingungen nicht schnell genug anpassen; das T.-bedingte<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Artensterben<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>hat bereits begonnen.<\/p>\n<p>Von gro\u00dfer Bedeutung ist das Zusammenspiel von T. und<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><span id=\"AutoLinkDescriptionBox24\"><\/span>Ozonabbau. Die Erw\u00e4rmung der bodennahen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Atmosph\u00e4re<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>durch den T. ist verbunden mit einem Temperaturr\u00fcckgang in der Stratosph\u00e4re, der den<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><span id=\"AutoLinkDescriptionBox25\"><\/span>Ozonabbau<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>beg\u00fcnstigt. Der R\u00fcckgang der stratosph\u00e4rischen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><span id=\"AutoLinkDescriptionBox17\"><\/span>Ozonschicht<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>f\u00fchrt zu einem Anstieg der<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>UV-Strahlung, die insb. das Meeres-Plankton<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>bedroht. Absterbendes<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>Plankton<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>wiederum setzt zus\u00e4tzliches<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Kohlendioxid<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>frei, das den T. weiter verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p><b>Gegenma\u00dfnahmen:<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/b>Vordringlich ist die drastische Reduzierung der<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Kohlendioxid-Emissionen (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Kohlendioxid-Problem) und der<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>FCKW-Emissionen (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox20\"><\/span>Treibgase, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox21\"><\/span>Spraydosen, K\u00fchlschrank). Klimaforscher sch\u00e4tzen z.B., dass die<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Kohlendioxid-Emissionen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>bis 2020 um 70 Prozent reduziert werden m\u00fcssen, um den Temperaturanstieg auf 1-2 Grad \u00b0C zu begrenzen!<\/p>\n<p>Gerade die Industriestaaten als Hauptverursacher des T. stellen sich dieser globalen Herausforderung bislang nicht.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-3456-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-3456-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-3456-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die w\u00e4hrend des Tages auf die Erde treffende kurzwellige Sonnenstrahlung wird von der Erdoberfl\u00e4che und teilweise von der Atmosph\u00e4re absorbiert und in W\u00e4rmeenergie umgewandelt. 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