{"id":3410,"date":"2015-07-15T14:34:54","date_gmt":"2015-07-15T14:34:54","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=3410"},"modified":"2015-07-15T14:34:54","modified_gmt":"2015-07-15T14:34:54","slug":"flaechennutzung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=3410","title":{"rendered":"Fl\u00e4chennutzung"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-3410\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-3410-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-3410-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-3410-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-3410-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-3410-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Die F. ist in der BRD seit 1950 von einer stetigen Zunahme an Siedlungs- und Verkehrsfl\u00e4chen gekennzeichnet.<\/b><\/p>\n<p>Dieser Zuwachs erfolgte in erster Linie auf Kosten naturnaher Fl\u00e4chen, also z.B. Moor und Heide. Auch die Landwirtschafts-Fl\u00e4che wurde zugunsten von Siedlungs- und Verkehrsfl\u00e4chen immer weiter beschnitten. Besonders dramatisch verlaufen diese Prozesse in den Kernst\u00e4dten der gro\u00dfen Ballungsgebiete (Urbanisierung). In den letzten Jahren hat sich der Trend sich \u00e4ndernder F. eher verst\u00e4rkt als abgeschw\u00e4cht (derzeitige F.: s. Tab).<\/p>\n<p>Die Aufteilung der Geb\u00e4ude- und Freifl\u00e4chen nach Wohnen und Gewerbe\/<span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Industrie ist nur f\u00fcr acht der elf alten Bundesl\u00e4nder angegeben. Hier lassen sich erhebliche Unterschiede feststellen. W\u00e4hrend in Westberlin auf 1 ha Gewerbefl\u00e4che 5,4 ha Wohnfl\u00e4che kommen und im Saarland dieser Faktor immerhin noch 1:5 betr\u00e4gt, weist Baden-W\u00fcrttemberg nur 3,8 ha Wohnfl\u00e4che je 1 ha Gewerbefl\u00e4che und Nordrhein-Westfalen mit 1:3,6 erwartungsgem\u00e4\u00df den ung\u00fcnstigsten Wert auf (Durchschnitt 1:4,4).<\/p>\n<p>Quantitative Fl\u00e4chenbilanzen k\u00f6nnen allerdings nur ungenau wiedergeben, welche qualitativen Ver\u00e4nderungen mit bestimmten F. bzw. mit der Umwidmung von Fl\u00e4chen einhergehen (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Bodenbelastung). Auch sagen die Durchschnittswerte wenig \u00fcber die regionale Verteilung der Nutzungsarten aus. So besteht in Westdeutschland ein G\u00fcrtel demographischer und wirtschaftlicher Konzentration, der von Braunschweig \u00fcber Hannover, Bielefeld, \u00fcber die Ballungszentren an Rhein und Ruhr sowie im Gebiet Rhein-Main-Neckar bis nach Stuttgart reicht. <\/p>\n<p>In Gemeindegebieten innerhalb dieses G\u00fcrtels betrug der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfl\u00e4che bereits 1985 bis zu 70%, was einem Vielfachen des damaligen bundesweiten Durchschnittswertes von 11,7% (1991: 12,2%) entsprach.<\/p>\n<p>Unter <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Naturschutz stehen 1,9% der Fl\u00e4che Westdeutschlands (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Naturschutzgebiet), ca. ein Viertel ist dagegen als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Die zehn deutschen Nationalparks umfassen 7.000 km2, von denen allerdings vier F\u00fcnftel auf Watt und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Wasser von Nord- und Ostsee (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Wattenmeer) entfallen.<\/p>\n<p>Zu den Hauptgr\u00fcnden des weiteren Verbrauchs an freier Landschaft z\u00e4hlen:<\/p>\n<ul>\n<li>weitere Zunahme der Stra\u00dfenfl\u00e4che (Stra\u00dfenbau),<\/li>\n<li>Neuansiedlung von Industriegebieten bei gleichzeitiger Aufgabe oftmals verseuchter und schwer rekultivierbarer alter Standorte,<\/li>\n<li>Zersiedelung der Landschaft durch Einfamilienhaussiedlungen und<\/li>\n<li>Erschlie\u00dfung von Fl\u00e4chen f\u00fcr Sport und Freizeit, die ihrerseits neuen Stra\u00dfenbedarf schaffen.<br \/>Folgende L\u00f6sungsans\u00e4tze f\u00fcr das Problem des Fl\u00e4chenverbrauchs sind u.a. denkbar:<\/li>\n<li>Beschr\u00e4nkung der Siedlungsfl\u00e4che; ein Anteil der Siedlungsfl\u00e4che von 40% an der gesamten Freifl\u00e4che (ohne Wald, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Wasser und \u00d6dland) gilt als kritische Grenze,<\/li>\n<li>Umkehr der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Stadtflucht durch Wiederaufwertung der Innenst\u00e4dte als Wohngebiete,<\/li>\n<li>Schaffung neuer, dichterer Siedlungsformen im l\u00e4ndlichen Raum; Beschr\u00e4nkung von Einfamilienhaussiedlungen,<\/li>\n<li>Verminderung des Verkehrsfl\u00e4chenbedarfs durch den Ausbau von \u00d6ffentlichem Personennahverkehr und Bahn (Schienenverkehr),<\/li>\n<li>Verringerung des Landschaftsverbrauchs durch <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Industrie und Gewerbe durch Wiedernutzung aufgegebener Standorte (Fl\u00e4chenrecycling) und<\/li>\n<li>Beschr\u00e4nkung des Fl\u00e4chenbedarfs f\u00fcr Freizeit und Sport.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-3410-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-3410-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-3410-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die F. ist in der BRD seit 1950 von einer stetigen Zunahme an Siedlungs- und Verkehrsfl\u00e4chen gekennzeichnet.Dieser Zuwachs erfolgte in erster Linie auf Kosten naturnaher Fl\u00e4chen, also z.B. 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