{"id":3400,"date":"2015-07-15T14:23:09","date_gmt":"2015-07-15T14:23:09","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=3400"},"modified":"2015-07-15T14:23:09","modified_gmt":"2015-07-15T14:23:09","slug":"feldafinger-thesen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=3400","title":{"rendered":"Feldafinger Thesen"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-3400\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-3400-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-3400-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-3400-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-3400-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-3400-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Die \"Feldafinger Thesen\" bieten die Grundlage f\u00fcr eine zukunftstr\u00e4chtige Entwicklung der deutschen Hoch- und Mittelgebirgsregionen.<\/b><\/p>\n<p>1. Gebirgsregionen sind besonders empfindliche R\u00e4ume. Sie haben nur dann eine nachhaltige Zukunft, wenn sie Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraum bleiben, und nicht zum \"Museum\" werden.<\/p>\n<p>2. Die Strukturen und Situation in den verschiedenen Hoch- und Mittelgebirgen sind sehr unterschiedlich; daraus resultiert die Notwendigkeit regionsspezifischer Ans\u00e4tze und Entwicklungskonzepte.<\/p>\n<p>3. Daraus ergibt sich eine zentrale und dezentrale Verantwortung f\u00fcr den Lebens-, Wirtschafts- und Kulturraum der Hoch- und Mittelgebirgsregionen.<\/p>\n<p>4. Fr\u00fchzeitig, umfassend und sektor\u00fcbergreifend sind die direkt Betroffenen und die lokalen Akteure bei Planung und Durchf\u00fchrung der Entwicklungsprozesse \/-ma\u00dfnahmen zu beteiligen, um die Balance zwischen Nutzen und Sch\u00fctzen zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>5. Gefordert sind integrative, bergspezifische L\u00f6sungsans\u00e4tze, die den jeweiligen besonderen \u00f6kologischen Bedingungen \/Empfindlichkeiten, den speziell en Risiken und den besonderen Siedlungs-, Lebens- und Wirtschaftsformen, insbesondere der Land- und<\/p>\n<p><span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Forstwirtschaft<\/p>\n<p>Rechnung tragen. Hierf\u00fcr m\u00fcssen vorhandene Informationen effektiver genutzt, vernetzt und erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n<p>6. Es bedarf abgestufter regionsspezifischer Nutzungskonzepte unter Einschluss von Sonderstandorten in Hoch- und Mittelgebirgsregionen (Moore, Karst, Flie\u00dfgew\u00e4sser, spezielle Bergwaldgesellschaften, Initialstandorte, Gletscher,...). Diese bed\u00fcrfen eines besonderen Schutzes bzw. sind wieder herzustellen.<\/p>\n<p>7. Ma\u00dfnahmen, die zu einer langfristigen Belastung in anderen Bergregionen f\u00fchren, (z.B. extreme Tourismusansiedlung, Verkehrserschlie\u00dfung), sind nicht als nachhaltig anzusehen und daher abzulehnen.<\/p>\n<p>8. Notwendig ist eine umfassende Bewusstseinsbildung \u00fcber die besonderen Werte der Bergregionen, ihre Multifunktionalit\u00e4t und Sensibilit\u00e4t nach \"Drinnen\" (Akteuren) und nach \"Dau\u00dfen\" (Verbraucher und Nutzer) und Beteiligung der Betroffenen. Sie erfordert einen neuen<\/p>\n<p><span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Dialog<\/p>\n<p>-Prozess, der m\u00f6glichst viele Akteure in ihrer Eigenverantwortlichkeit motiviert.<\/p>\n<p>9. F\u00fcr das Hochgebirge ist die<\/p>\n<p><span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Alpenkonvention<\/p>\n<p>ein zukunftsweisendes Politik-Modell. Die schnelle Ratifizierung und Umsetzung der Protokolle sollte um gehend erfolgen. F\u00fcr die effektive Umsetzung sind die entsprechenden Strukturen einzurichten und zu finanzieren.<\/p>\n<p>10. F\u00fcr die Mittelgebirge sind zur F\u00f6rderung integrativer Entwicklungsans\u00e4tze Verwaltungsgrenzen \u00fcberschreitende<\/p>\n<p><span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Agenda 21<\/p>\n<p>-Prozesse anzusto\u00dfen, zu finanzieren und umzusetzen.<\/p>\n<p>Entwickelt von 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, zusammengesetzt aus Verb\u00e4nden der Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Naturschutz, Tourismus, Wirtschaft, Verkehr, von Landes- und Bundesministerien und Vertretern der Wissenschaft.<\/p>\n<p>Siehe auch die Stichw\u00f6rter: Alpenkonvention, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Kunstschnee und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Alpentransitverkehr.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-3400-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-3400-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-3400-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die &#8222;Feldafinger Thesen&#8220; bieten die Grundlage f\u00fcr eine zukunftstr\u00e4chtige Entwicklung der deutschen Hoch- und Mittelgebirgsregionen.1. 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