{"id":3346,"date":"2015-07-08T12:07:09","date_gmt":"2015-07-08T12:07:09","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=3346"},"modified":"2015-07-08T12:07:09","modified_gmt":"2015-07-08T12:07:09","slug":"ozonabbau","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=3346","title":{"rendered":"Ozonabbau"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-3346\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-3346-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-3346-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-3346-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-3346-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-3346-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>In der Stratosph\u00e4re (Atmosph\u00e4re) wird unter dem Einflu\u00df von UV-Strahlung in einer H\u00f6he von etwa 20-50 km die sog. Ozon-Schicht gebildet, die ein lebensnotwendiges Schutzschild gegen UV-Strahlung darstellt.<\/b><\/p>\n<p>Durch den Eintrag von Schadstoffen, insb. von FCKWs, kommt es zum O. in der Stratosph\u00e4re; wird die Ozonschicht zu \u00fcber 50% verringert, wie dies unter den speziellen Bedingungen am S\u00fcdpol auftritt, spricht man vom <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Ozonloch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausma\u00df des O.: Weltweit hat sich die stratosph\u00e4rische Ozonkonzentration seit 1970 im Sommer um 3-4% und im Winter um 5-6% verringert. Berechnungen nach werden f\u00fcr das Jahr 2000 in mittleren Breiten Ozonverluste von 5-10% erwartet (Sommer). Den st\u00e4rksten O. finden wir \u00fcber der Antarktis; er stellt die gravierendste St\u00f6rung in der chemischen Zusammensetzung der Erdatmosph\u00e4re dar. Die maximale Ausdehnung des antarktischen Ozonlochs trat bislang am Ende des antarktischen Winters in den Jahren 1987 und 1989 auf. Der O. betrug in einer H\u00f6he von 15-20 km mehr als 90%. Am Nordpol wurde 1989 ein maximaler O. von 17% beobachtet.<\/p>\n<p>Ursachen: F\u00fcr den O. sind \u00fcber 150 verschiedene, komplexe chemische Reaktionen verantwortlich. Hauptverursacher ist das \u00fcber verschiedene <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Schadstoffe (insb.<span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>FCKW) in die Stratosph\u00e4re eingetragene Chlor, dessen Gehalt sich von 1,3 ppb (1970) auf 3 ppb (1990) erh\u00f6ht hat. Chlor wirkt bei der Umwandlung von Ozon in normalen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Sauerstoff als Katalysator, d.h., es geht unbeschadet aus der Reaktion hervor und kann, solange es sich in der Stratosph\u00e4re (Atmosph\u00e4re) befindet, immer neue Ozonmolek\u00fcle umwandeln. Hierdurch wird in der Gesamtbilanz mehr Ozon abgebaut, als durch UV-Strahlung nachgebildet wird. Der katalytische O. ist quadratisch von der Chlor-Konzentration abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>An den Polen finden wir einen besonders starken O., da die wichtigsten ozonzerst\u00f6renden Reaktionen erst unter Temperaturen von -80 Grad C ablaufen, die an den Polen schon in geringerer Tiefe vorliegen (-Atmosph\u00e4re}). Der O. wird zus\u00e4tzlich beschleunigt durch Reaktionen an Eis- und Eis-Salpeters\u00e4ure-<br \/>Teilchen. Der extreme <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Abbau am S\u00fcdpol wird v.a. auf spezielle meteorologische Bedingungen, wie z.B. geringer Luftaustausch durch stehenden Luftwirbel, zur\u00fcckgef\u00fchrt. Das antarktische Ozonloch beeinflu\u00dft durch \"Auff\u00fclleffekte\" die gesamte S\u00fcdhemisph\u00e4re (O. von bis zu 10%), wovon insb. Australien und Neuseeland betroffen sind (Hautkrebs).<\/p>\n<p>Weitere Einfl\u00fcsse, die den O. beg\u00fcnstigen, z.B. dadurch, da\u00df sie den atmosph\u00e4rischen Bereich, in dem der O. stattfindet, ausdehnen: K\u00fchlung der Stratosph\u00e4re infolge der verst\u00e4rkten W\u00e4rmeabsorption in der Troposph\u00e4re (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox17\"><\/span>Treibhauseffekt), Zunahme des Stickoxidgehalts durch wachsende Distickstoffoxidkonzentrationen (N2) und Flugverkehr und Zunahme des Wasserdampfgehalts durch zunehmende <span id=\"AutoLinkDescriptionBox15\"><\/span>Methan-Konzentrationen (Treibhauseffekt) und Flugverkehr.<\/p>\n<p>Folgen: Ozonmolek\u00fcle absorbierem nahezu die gesamte Solarstrahlung (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Globalstrahlung) im Wellenl\u00e4ngenbereich von 230 bis 320 nm, also v.a. die gef\u00e4hrliche UV-B-Strahlung (UV-Strahlung). F\u00fcr jedes Prozent weniger Ozon in der Stratosph\u00e4re nimmt die UV-Strahlung um etwa 2% zu. Die Folgen zunehmender UV-Strahlung sind insb. Hautkrebs und Grauer Star, beides Krankheiten die bereits in den letzten Jahren deutlich zugenommen haben und weiter stark zunehmen werden (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Hautkrebs, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Grauer Star).<\/p>\n<p>Gegenma\u00dfnahmen: Wichtigste Ma\u00dfnahme ist die drastische Reduzierung von Schadstoffemissionen, die in der Stratosph\u00e4re Chlor freisetzen. Wichtigste Stoffgruppe sind die FCKWs, die insb. als L\u00f6semittel, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Treibgase, K\u00fchlmittel und Aufsch\u00e4um-\/Isoliermittel (FCKW, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Spraydosen, K\u00fchlschrank) eingesetzt werden. Obwohl seit 1974 der Mechanismus des O. bekannt ist, wurden wirksame Gegenma\u00dfnahmen immer wieder verz\u00f6gert. Erst 1992 einigte sich bei den Vereinten Nationen eine Mehrheit auf ein FCKW-Verbot bis Ende 1995 (FCKW). <\/p>\n<p>Die Erblasten dieser versp\u00e4teten Reaktion werden Menschen, Tiere und Pflanzen in den n\u00e4chsten Jahrzehnten zu sp\u00fcren bekommen, da noch Jahrzehnte sp\u00e4ter FCKWs aus z.B. Altger\u00e4ten freigesetzt werden, der FCKW-Eintrag verz\u00f6gert stattfindet und FCKWs und Folgeprodukte (v.a. <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Chlor) sehr lange Verweilzeiten in der Stratosph\u00e4re haben (\u00fcber 100 Jahre). Viele der geplanten FCKW-Ersatzstoffe gelten als klimarelevante Spurengase (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>FCKW, Treibhauseffekt).<br \/>Ozon am <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Boden: W\u00e4hrend die lebensnotwendige <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Ozonschicht abgebaut wird, wachsen die Konzentrationen an bodennahem, sch\u00e4dlichem Ozon (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox16\"><\/span>Ozon,\u00a0Sommersmog).<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-3346-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-3346-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-3346-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Stratosph\u00e4re (Atmosph\u00e4re) wird unter dem Einflu\u00df von UV-Strahlung in einer H\u00f6he von etwa 20-50 km die sog. 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