{"id":3280,"date":"2015-07-03T14:55:12","date_gmt":"2015-07-03T14:55:12","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=3280"},"modified":"2015-07-03T14:55:12","modified_gmt":"2015-07-03T14:55:12","slug":"artensterben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=3280","title":{"rendered":"Artensterben"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-3280\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-3280-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-3280-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-3280-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-3280-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-3280-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Das Artensterben hat in den letzten Jahren rapide zugenommen.<\/b><\/p>\n<p>Man sch\u00e4tzt, da\u00df in vorgeschichtlicher Zeit alle paar tausend Jahre eine Art verschwand. In den letzten 300 Jahren verschwand alle 10 Jahre eine Art, gegenw\u00e4rtig geht in Deutschland durchschnittlich jedes Jahr eine Pflanzen- und Tierart verloren. Weit mehr Arten werden in der Roten Liste als gef\u00e4hrdet eingestuft. Wenn die Entwicklung des Artenschwundes anh\u00e4lt, ist zu bef\u00fcrchten, da\u00df binnen kurzer Zeit Flora und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Fauna um 60%-90% zur\u00fcckschrumpfen. <br \/>Hauptursache f\u00fcr das Artensterben ist die Zerst\u00f6rung der nat\u00fcrlichen Lebensr\u00e4ume, insb. die Beseitigung von \u00dcbergangsbereichen und Sonderstandorten und die Entw\u00e4sserung. Hauptverursacher ist die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Landwirtschaft, gefolgt vom <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Tourismus. Dabei geht die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Artenvielfalt besonders durch den Verlust von Feuchtgebieten, wie z.B. bei Mooren, Bach- und Flu\u00dfauen zur\u00fcck, da dort keinerlei R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Tiere und Pflanzen bestehen. H\u00e4ufig sind durch den Verlust einer Pflanzen- oder Tierart gleich 10-30 weitere Arten gef\u00e4hrdet, deren Nahrungsgrundlage, Lebens- oder Brutplatz von dieser Art abhing.<br \/>Ursachen f\u00fcr das Artensterben in Deutschland: die Zerst\u00f6rung, Zersplitterung, Verkleinerung und Entwertung der Lebensr\u00e4ume wildlebender Tiere und Pflanzen. Dazu kommt es durch \u00dcberbauen, Versiegeln und Zerschneiden von Fl\u00e4chen, durch Beseitigung von Landschaftsstrukturelementen, wie Geh\u00f6lzen, Hecken, Str\u00e4ucher u.\u00e4., durch Schadstoffbelastungen und durch \u00c4nderung des Wasserhaushaltes von Fl\u00e4chen (Grundwasserabsenkung). Pflanzen werden haupts\u00e4chlich durch immer intensivere <span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Landwirtschaft mit D\u00fcngemittel- und Pestizideinsatz sowie durch Fl\u00e4chen\u00e4nderungen verdr\u00e4ngt.<br \/>Hauptursachen der weltweiten Gef\u00e4hrdung der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Artenvielfalt sind: \u00dcberm\u00e4\u00dfige Ausbeutung des Regenwaldes, \u00dcbernutzung von Weidefl\u00e4chen, die st\u00e4ndig intensiver werdende landwirtschaftliche Nutzung, Schadstoff-Immissionen und direkte Entnahme wildlebender Arten f\u00fcr kommerzielle Zwecke (Washingtoner Artenschutz-\u00dcbereinkommen). Die zunehmende Erw\u00e4rmung der Erde infolge des Treibhauseffekts wird das Artensterben weiter beschleunigen und bedroht bereits heute viele Arten. <br \/>Die Temperaturver\u00e4nderungen sowie der prognostizierte Anstieg des Meeresspiegels gehen so schnell vonstatten, da\u00df viele Arten sich weder anpassen noch umsiedeln k\u00f6nnen. <br \/>Das Aussterben einer Art ist ein nicht umkehrbarer Vorgang. Das genetische Potential der ausgestorbenen Arten, die einmal wertvoll f\u00fcr die Gewinnung neuer oder ver\u00e4nderter <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><br \/> <\/span>Nutzpflanzen und -tiere (Auffrischen des Erbgutes, Resistenzen) aber auch f\u00fcr die Herstellung von Medikamenten sein k\u00f6nnten, ist f\u00fcr immer verloren. <br \/>Fr\u00fcher bestand die Nahrung aus vielen tausend Pflanzenarten, heute sind es nur noch 150 Arten, wobei sich die Mehrheit der Weltbev\u00f6lkerung nur noch von 12 Sorten ern\u00e4hrt. Bei der t\u00e4glich fortschreitenden Abholzung des Regenwaldes gehen unwiederbringlich bedeutende Arten verloren. Statt den <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Regenwald zu sch\u00fctzen, versuchen Pharmakonzerne, sich die genetischen Informationen der bedrohten Pflanzen zu sichern, um daraus sp\u00e4ter u.U. Arzneimittel ableiten zu k\u00f6nnen. <br \/>Auf dem Umweltgipfel in Rio 1992 ging es beim Artenschutzabkommen u.a. um die Frage, wem die Vermarktungsrechte f\u00fcr solche genetisch erfa\u00dften und sp\u00e4ter ausgestorbenen Pflanzen geh\u00f6ren, den Pharmakonzernen oder den Ursprungsl\u00e4ndern. Das Artenschutzabkommen lie\u00df die Rechte weitgehend bei den Ursprungsl\u00e4ndern, weshalb die USA ihre Unterschrift verweigerten (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Genbank).<br \/>Die Industriel\u00e4nder sind oft f\u00fcr die Ausbeutung von \u00d6kosystemen in der Dritten Welt verantwortlich, da sie Hauptabnehmer von <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Tropenholz und in Monokulturen erzeugten Futter- und Nahrungsmitteln sind. Die \u00dcbernutzung von Weidefl\u00e4chen ist oft nur m\u00f6glich geworden durch Entwicklungshilfeprojekte, die ohne ausreichende Pr\u00fcfung der \u00f6kologischen Folgen durchgef\u00fchrt wurden. <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Artenschutz bedeutet f\u00fcr viele Profitverzicht. <br \/>Daher soll jetzt anstelle von Handelsverboten die sogenannte nachhaltige Nutzung erlaubt werden. Dabei wird der Natur nur so viel entnommen, wie sie selbst wieder reproduzieren kann. Hauptursache f\u00fcr das Artensterben in der Dritten Welt ist aber die Armut. Nat\u00fcrliche <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Ressourcen werden bis aufs letzte ausgebeutet, um den Hunger zu stillen. Viele Bev\u00f6lkerungsgruppen k\u00f6nnen sich eine l\u00e4ngerfristige \u00f6kologische Nutzung ihrer <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Umwelt einfach nicht mehr leisten.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-3280-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-3280-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-3280-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Artensterben hat in den letzten Jahren rapide zugenommen.Man sch\u00e4tzt, da\u00df in vorgeschichtlicher Zeit alle paar tausend Jahre eine Art verschwand. 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