{"id":3267,"date":"2015-07-03T14:28:29","date_gmt":"2015-07-03T14:28:29","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=3267"},"modified":"2015-07-03T14:30:29","modified_gmt":"2015-07-03T14:30:29","slug":"antarktisabkommen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=3267","title":{"rendered":"Antarktisabkommen"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-3267\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-3267-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-3267-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-3267-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-3267-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-3267-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Das A., am 1.12.1959 unterzeichnet und in Kraft getreten am 23.6.1991, dient der F\u00f6rderung wissenschaftlicher Forschung im S\u00fcdpolargebiet und der Nutzung der Region zu friedlichen Zwecken.<\/b><\/p>\n<p>Erstunterzeichner waren die sieben Staaten, die \"historische\" Hoheitsanspr\u00fcche auf (sich z.T. \u00fcberlappende) Teilgebiete des ca. 14 Mio km2 umfassenden Vertragsgebietes s\u00fcdlich des 60. Breitengrades geltend machen: Gro\u00dfbritannien, Neuseeland, Frankreich, Australien, Norwegen, Chile und Argentinien sowie Belgien, Japan, S\u00fcdafrika, die UdSSR und die USA. Mitte 1991 gibt es 26 Mitglieder mit Konsultativstatus (Stimmrecht), zu denen Deutschland geh\u00f6rt, und zus\u00e4tzliche 14 Mitglieder ohne Konsultativstatus.<\/p>\n<p>Voraussetzungen f\u00fcr das Stimmrecht sind kontinuierliche Forschungsarbeiten vor Ort mit Unterhalt einer wissenschaftlichen Stationen bzw. Entsendung einer Forschungsexpedition. Momentan bestehen in der Antarktis \u00fcber 40 feste Station und zahlreiche Sommercamps, darunter eine Station der USA mit (im Sommer) bis zu 1.800 Besch\u00e4ftigten.<br \/>Das A. bindet die Mitgliedstaaten in eine internationale Kooperation mit Austausch von Daten ein. Das Vertragsgebiet ist entmilitarisiert, Kernexplosionen und Ablagerungen radioaktiven Abfalls (Atomm\u00fcll) sind verboten. Souver\u00e4nit\u00e4tsanspr\u00fcche ruhen f\u00fcr die Vertragsdauer.<br \/>Erg\u00e4nzende Abkommen: Ma\u00dfnahmen zur Erhaltung der antarktischen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Fauna und Flora durch Einrichtung von Schutzzonen und Bestimmung zu sch\u00fctzender Arten (1964); Konvention zum Schutz arktischer Robben (1978); Konvention zur Erhaltung der lebenden Meeressch\u00e4tze der Antarktis durch ein Kontrollsystem und ggf. eine Begrenzung der Nutzung, z.B. von Krill, Fischen, Tintenfischen (1982); Konvention zur Suche und Ausbeutung von mineralischen Rohstoffen (1988); Abkommen \u00fcber das Verbot des Abbaus von Bodensch\u00e4tzen bis 2041 (1991). <br \/>Dieses letzte Abkommen kann nach 50 Jahren nur dann gel\u00f6st werden, wenn 75% der Konsultativstaaten zustimmen. Auf dem Umweltgipfel in Rio (1992) wurden erstmals Umweltprobleme in der Antarktis thematisiert, wie die Verschmutzung durch \u00d6l und die \u00dcberfischung der Polarregion.<br \/>Nutzungskonflikte: Im antarktischen Meer liegen die Grundlagen f\u00fcr die Nahrungsketten der Weltmeere. Jede Umweltver\u00e4nderung kann dieses empfindliche \u00d6kosystem nachhaltig st\u00f6ren. Aufgrund der geringen Temperaturen werden umweltgef\u00e4hrdende Stoffe nur langsam abgebaut. <br \/>Deshalb sammeln sich Umweltgifte im Polargebiet an und sind l\u00e4nger wirksam als in anderen Regionen der Welt. Dieser Schutzbed\u00fcrftigkeit stehen Rohstoffvorkommen gegen\u00fcber, die auf 45 Mrd Barrel Erd\u00f6l, 115 Bill m3 <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Gas, Titan, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Chrom, Eisen, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Kupfer, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Kohle, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Uran und Edelmetalle wie Platin und Gold gesch\u00e4tzt werden. Seit 1988 besteht zwischen den Mitgliedern Uneinigkeit \u00fcber die wirtschaftliche Nutzung der Antarktis. <br \/>Frankreich und Australien fordern, die Antarktis zum \"Naturpark Antarktika\" auszubauen, zu dem nur Naturwissenschaftler Zugang haben, und wollen mit Unterst\u00fctzung von Neuseeland und den meisten europ\u00e4ischen Staaten ein st\u00e4ndiges Bergbauverbot durchsetzen. Japan und Gro\u00dfbritannien lehnen dies ab. Die USA streben an, die reichen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Ressourcen unter Zustimmung aller Teilnehmerstaaten zu erschlie\u00dfen.<br \/>Ein neues Problem stellt die wachsende Zahl von Touristen dar. Die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Abfallentsorgung ist ungel\u00f6st und die Besucher auf dem Festland st\u00f6ren v.a. die Brutv\u00f6gel.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-3267-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-3267-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-3267-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das A., am 1.12.1959 unterzeichnet und in Kraft getreten am 23.6.1991, dient der F\u00f6rderung wissenschaftlicher Forschung im S\u00fcdpolargebiet und der Nutzung der Region zu friedlichen Zwecken.Erstunterzeichner waren die sieben Staaten, die &#8222;historische&#8220; Hoheitsanspr\u00fcche auf (sich z.T. \u00fcberlappende) Teilgebiete des ca. 14 Mio km2 umfassenden Vertragsgebietes s\u00fcdlich des 60. 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