{"id":2982,"date":"2015-06-25T14:32:04","date_gmt":"2015-06-25T14:32:04","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2982"},"modified":"2015-06-25T14:32:04","modified_gmt":"2015-06-25T14:32:04","slug":"zellkulturen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2982","title":{"rendered":"Zellkulturen"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-2982\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-2982-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2982-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-2982-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2982-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-2982-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Zellkulturen (prim\u00e4re und sekund\u00e4re und Zelllinien) werden in der Wissenschaft eingesetzt, um grundlegende Prozesse in der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Zelle zu erforschen, z. B. Stoffaustausch, Membranprozesse, Virusinfektionen oder Krebsentstehung.<\/b><\/p>\n<div id=\"Infobox-links\">\u00a0<\/div>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Prim\u00e4re Zellkulturen bestehen aus normalen Zellen eines Organs, die frisch f\u00fcr ein Experiment gewonnen werden. Daf\u00fcr werden sie aufbereitet, z. B. von den Strukturen \u201ebefreit\u201c, die den Zellverband eines Organs ausmachen. Es entsteht eine Zellkultur aus Einzelzellen, die begrenzt lebensf\u00e4hig ist. Jede normale <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Zelle hat von Natur aus die F\u00e4higkeit, sich etwa 50-mal zu teilen, dann stirbt sie ab. Wird eine Prim\u00e4rkultur weiterkultiviert, entsteht eine begrenzt lebensf\u00e4hige Zelllinie. Daf\u00fcr werden einige Zellen in frisches N\u00e4hrmedium \u00fcberf\u00fchrt (passagiert) und die Zellen vermehren sich bis zu einer bestimmten Zelldichte. Ist diese erreicht, teilen sich die erst wieder, wenn wieder einige Zellen in frisches Medium \u00fcberf\u00fchrt werden. Die Lebensdauer ist dann ersch\u00f6pft, wenn die Anzahl der nat\u00fcrlichen Teilungen erreicht ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die unsterblichen Zelllinien k\u00f6nnen auf verschiedene Weise entstanden sein bzw. gezielt hergestellt werden. Grunds\u00e4tzlich kann jede <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Zelle spontan \u201eentarten\u201c, d. h. sie verliert ihre nat\u00fcrliche Wachstumsbremse und wird zur Tumorzelle. Diesen Vorgang nennt man Transformation. Ausl\u00f6ser k\u00f6nnen Fehlregulationen in der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Zellesein, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Krebs erregende <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Chemikalien, R\u00f6ntgen-, UV- oder Gamma-Strahlen sowie Infektionen mit Tumorviren. Diese Zellen k\u00f6nnen dann aus einem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Tumor isoliert und im Labor in geeigneten N\u00e4hrmedien weiterkultiviert werden (sekund\u00e4re Tumorzelllinie). Transformierte Zellen k\u00f6nnen aber auch im Labor k\u00fcnstlich erzeugt werden, durch die oben erw\u00e4hnten Einwirkungen oder gentechnische \u00dcbertragung von Krebsgenen auf die Zellen. Eine weitere M\u00f6glichkeit, eine unsterbliche Zellkultur k\u00fcnstlich herzustellen, ist die Fusion aus einer <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Krebs- und einer normalen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Zelle. Durch die Fusion von zwei Zellen bekommt die neue k\u00fcnstliche Zellart Eigenschaften von beiden Ausgangszellen: die Unsterblichkeit der Krebszelle und Funktionen der normalen K\u00f6rperzelle.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unsterbliche Zelllinien haben instabile Chromosomens\u00e4tze. In einer Zellkultur k\u00f6nnen einfache und mehrfache S\u00e4tze vorkommen. Insofern sind diese Zellkulturen von ihren Eigenschaften her noch weiter von lebenden Organismen entfernt als Prim\u00e4rkulturen. Jede Zellart, ob unsterblich oder begrenzt lebensf\u00e4hig, muss in einem spezifischen N\u00e4hrmedium kultiviert werden, da die Ern\u00e4hrungsanspr\u00fcche sehr verschieden sind. Ergebnisse aus Zellkulturexperimenten geben Aufschluss \u00fcber grundlegende Zellprozesse.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-2982-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2982-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2982-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zellkulturen (prim\u00e4re und sekund\u00e4re und Zelllinien) werden in der Wissenschaft eingesetzt, um grundlegende Prozesse in der Zelle zu erforschen, z. B. Stoffaustausch, Membranprozesse, Virusinfektionen oder Krebsentstehung.\u00a0Prim\u00e4re Zellkulturen bestehen aus normalen Zellen eines Organs, die frisch f\u00fcr ein Experiment gewonnen werden. Daf\u00fcr werden sie aufbereitet, z. 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