{"id":2904,"date":"2015-06-25T08:28:55","date_gmt":"2015-06-25T08:28:55","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2904"},"modified":"2015-07-16T13:18:59","modified_gmt":"2015-07-16T13:18:59","slug":"pilze","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2904","title":{"rendered":"Pilze"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-2904\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-2904-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2904-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-2904-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2904-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-2904-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>P. sind keine Pflanzen. Es sind Organismen, die ebenso wie die Pflanzen (Plantae) und Tiere (Animalia)zu einem eigenst\u00e4ndigen Organismenreich zusammengefasst werden.<\/b><\/p>\n<p>Folgende drei \"Gemeinsamkeiten\" sind vorhanden und werden f\u00e4lschlicherweise oft als Argumente f\u00fcr eine Verwandtschaft zwischen Pflanzen und Pilzen herangezogen: <\/p>\n<ul>\n<li>Zellen von Pflanzen und P. sind von einer Zellwand umgeben, tierische Zellen sind zellwandlos. Jedoch gibt es auch Zellw\u00e4nde bei Prokaryoten (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Bakterien, Blaualgen), andererseits sind die W\u00e4nde der drei genannten Organismengruppen (Reiche) molekular unterschiedlich (sie enthalten unterschiedliche Molek\u00fclklassen), und ihr Biosynthesemodus und die Art des Zellwachstums sind verschieden. <\/li>\n<li>Bei Pflanzen und Pilzen kommt ein Generationswechsel vor, der der P. \u00e4hnelt dem mancher Rotalgen. Generationswechsel findet auch im Tierreich (z.B. bei Coelentheraten) statt. Au\u00dferdem ist bekannt, dass sich der \"Generationswechsel\" selbst im Pflanzenreich im Verlauf der Evolution mehrfach und unabh\u00e4ngig voneinander entwickelt hat.<\/li>\n<li>Deutlicher sind die Unterschiede zwischen den beiden Reichen: Die unterschiedliche Ern\u00e4hrungsweise: Pflanzen k\u00f6nnen Lichtenergie nutzen und sind autotroph, d.h., ihre Existenz und ihr Wachstum sind (in der Regel) von den Aktivit\u00e4ten anderer Lebewesen unabh\u00e4ngig. <br \/>P. sind stets <span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>heterotroph; sie auf organisches Material angewiesen. Verwerter von totem organischem Material nennt man Saprophyten, jene, die lebende Zellen angreifen, Parasiten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>P. bestehen oft aus verzweigten F\u00e4den (Hyphen), die zu einem Geflecht, dem Myzel, miteinander verwoben sind. Neben der geschlechtlichen kommt bei vielen P. auch eine ungeschlechtliche Form der Vermehrung vor. Bei ung\u00fcnstigen Umweltbedingungen k\u00f6nnen sich einzelne Zellen, Zellgruppen oder auch das gesamte Myzel in Dauerformen umwandeln, die erst durch g\u00fcnstige Standortverh\u00e4ltnisse wieder zu neuem Wachstum angeregt werden. <\/p>\n<p>Einige P. leben zusammen mit <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Algen in <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Symbiose. Diese Lebensgemeinschaften werden als <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Flechten bezeichnet. Mittel gegen Pilzbefall bezeichnet man als <span id=\"AutoLinkDescriptionBox15\"><\/span>Fungizide (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Pflanzenschutzmittel, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Holzschutzmittel). <\/p>\n<p>Als Schimmelpilze werden P. aus verschiedenen taxonomischen Gruppen zusammengefasst, die sehr schnell auf Lebensmitteln oder anderen organischen Substraten (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Staub, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Tapeten u.a.) ein watteartiges Myzel, den <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Schimmel, bilden. <\/p>\n<p>Die meisten Schimmelpilze sind Nahrungsmittelverderber, einige wenige Arten (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Aspergillus flavus) scheiden hochgiftige <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Mykotoxine aus. Schimmelpilze vermehren sich ungeschlechtlich durch Sporenbildung. Bei massivem Schimmelbefall von Nahrungsmitteln und in Geb\u00e4uden kann es zu betr\u00e4chtlichen Sporenkonzentrationen in der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Luft kommen. Bei sensibilisierten Personen kann das zu ernsten allergischen Reaktionen f\u00fchren (Schimmelpilze in Geb\u00e4uden, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Allergie).<\/p>\n<p><i>Quelle:<\/i> Thorsten Kraska: Plant Pathology Internet Guide Book; Institute for Plant Diseases, University of Bonn, Germany<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-2904-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2904-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2904-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>P. sind keine Pflanzen. 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