{"id":2830,"date":"2015-06-23T13:21:50","date_gmt":"2015-06-23T13:21:50","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2830"},"modified":"2015-06-23T13:21:50","modified_gmt":"2015-06-23T13:21:50","slug":"roentgendiagnostik","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2830","title":{"rendered":"R\u00f6ntgendiagnostik"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-2830\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-2830-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2830-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-2830-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2830-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-2830-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>R\u00f6ntgenstrahlung besitzt die Eigenschaft, da\u00df mit ihr durch optisch undurchsichtige Stoffe hindurchgesehen werden kann. <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">R\u00f6ntgenstrahlung wird von verschiedenen Stoffen verschieden stark absorbiert, so da\u00df bei Durchleuchtung eines K\u00f6rpers die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Strahlung in bestimmten Bereichen vollkommen geschluckt und in anderen noch durchgelassen wird. Dies kann auf R\u00f6ntgenschirmen und R\u00f6ntgenfilmen sichtbar gemacht werden. Die Medizin macht sich dies zunutze, um Knochenbr\u00fcche, Tuberkuloseherde, Karies, Nierensteine etc. ausfindig zu machen. <\/p>\n<p>Mit Hilfe von Kontrastmitteln k\u00f6nnen zudem Magen- und Darmuntersuchungen durchgef\u00fchrt werden. R\u00f6ntgenstrahlung kann als ionisierende <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Strahlung zu Strahlensch\u00e4den f\u00fchren. Die R. macht die mit Abstand gr\u00f6\u00dfte zivilisatorische Strahlenbelastung aus. Einzelne R\u00f6ntgenaufnahmen f\u00fchren zu Organdosen zwischen 0,1 und 65 mSv (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Sievert, s. Tab.). Die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><br \/> <\/span>Strahlenbelastung bei R\u00f6ntgendurchleuchtung ist i.a. h\u00f6her als die bei R\u00f6ntgenaufnahmen. <\/p>\n<p>Im Mittel wird jeder Bundesb\u00fcrger j\u00e4hrlich einer R\u00f6ntgenuntersuchung unterzogen, wobei viele Untersuchungen mehrere Einzelaufnahmen erfordern. Trotz verbesserter diagnostischer Verfahren werden auch heute noch ca. 90% der genetisch signifikanten bzw. 95% der somatisch signifikanten zivilisatorischen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><br \/> <\/span>Strahlenbelastung durch medizinische Anwendungen verursacht, diese wiederum zu ca. 95% durch R. (andere medizinische Anwendungen: <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Nuklearmedizin, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Strahlentherapie). <\/p>\n<p>Durchschnittlich erh\u00e4lt jeder Bundesb\u00fcrger pro Jahr durch R. eine Keimdr\u00fcsendosis von etwa 0,5 mSv und eine Ganzk\u00f6rperdosis (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Strahlendosis) von 1,5 mSv. Daraus resultieren j\u00e4hrlich etwa 12.000 Krebstote in Deutschland (somatische Strahlensch\u00e4den). Wenn auch i.d.R. der diagnostische Nutzen h\u00f6her als der Schaden ist, sch\u00e4tzen Fachleute, da\u00df nahezu die H\u00e4lfte aller R\u00f6ntgenuntersuchungen \u00fcberfl\u00fcssig sind. Viele Untersuchungen, insb. im Bauchbereich, sind ebensogut mit unsch\u00e4dlichem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Ultraschall durchf\u00fchrbar. Besonders kritisiert werden R\u00f6ntgenreihenuntersuchungen auf Tuberkulose, v.a. weil ungef\u00e4hrliche Ersatzmethoden (Tuberkulintest) zur Verf\u00fcgung stehen. <\/p>\n<p>Moderne R\u00f6ntgen-Untersuchungstechniken mit Bildverst\u00e4rker oder Computertomographie reduzieren die Belastung gegen\u00fcber konventionellen R\u00f6ntgenger\u00e4ten erheblich. Eine Gefahr f\u00fcr das medizinische Personal und den Patienten besteht besonders dann, wenn aus Bequemlichkeit oder Unkenntnis nicht die zum <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Strahlenschutz notwendigen Vorkehrungen getroffen werden. Das mindeste ist das sorgf\u00e4ltige Anlegen der schweren Bleisch\u00fcrzen, die v.a. die Keimdr\u00fcsen vor <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Strahlung sch\u00fctzen sollen (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Abschirmung). <\/p>\n<p>Bei schwierigen Knochenbr\u00fcchen mu\u00df oft stundenlang am R\u00f6ntgenschirm gearbeitet werden. Dabei ist kaum zu vermeiden, da\u00df aus der R\u00f6ntgenr\u00f6hre stammende <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Strahlung an den W\u00e4nden reflektiert wird und als Streustrahlung das medizinische Personal trifft. Mit guten R\u00f6ntgenger\u00e4ten und einer starken Einschr\u00e4nkung der R. auf die notwendigen F\u00e4lle k\u00f6nnte die Belastung erheblich gesenkt werden. R\u00f6ntgenstrahlung findet auch in der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Strahlentherapie Verwendung.<\/p>\n<p><i>Lit.: L.Rausch: Mensch und Strahlenwirkung, M\u00fcnchen 1986; KATALYSE \/Hrsg.): Strahlung im Alltag, Frankfurt 1986<\/i><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-2830-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2830-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2830-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R\u00f6ntgenstrahlung besitzt die Eigenschaft, da\u00df mit ihr durch optisch undurchsichtige Stoffe hindurchgesehen werden kann. 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