{"id":2724,"date":"2015-06-23T09:52:50","date_gmt":"2015-06-23T09:52:50","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2724"},"modified":"2015-07-16T10:15:44","modified_gmt":"2015-07-16T10:15:44","slug":"nachhaltiger-fischfang","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2724","title":{"rendered":"Nachhaltiger Fischfang"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-2724\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-2724-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2724-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-2724-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2724-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-2724-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Der Nachhaltige Fischfang ist ein Gegenentwurf zur weitverbreiteten konventionellen Fischereiindustrie, die weltweit zur \u00dcberfischung f\u00fchrt. Nachhaltige <span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Fischerei bedeutet, dass in einem Umfang gefischt wird, der das Nachwachsen der Best\u00e4nde nicht gef\u00e4hrdet.<\/b><\/p>\n<p>Bei einem nachhaltigen Fischfang wird darauf geachtet, dass die Best\u00e4nde nicht \u00fcberfischt werden, sondern dass ihre volle Reproduktionsf\u00e4higkeit erhalten wird. Dabei wird die fischereiliche Sterblichkeit (Entnahme aus dem Bestand durch die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Fischerei) ber\u00fccksichtigt. Zus\u00e4tzlich sollen nicht nur \u00fcberfischte Fischarten durch ein Fangverbot vor dem Aussterben gerettet, sondern auch dezimierte vorsorglich durch niedrigere Fangquoten gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n<p><u>\u00dcberfischung: <\/u><br \/>Derzeit sind 80 % der Mittelmeerbest\u00e4nde und 47 % der Best\u00e4nde im Atlantik \u00fcberfischt (vgl. Europ\u00e4ische Kommission 2012b). Dies liegt u.a. daran, dass die gesetzlichen Fangquoten \u00fcber den von den Wissenschaftlern empfohlenen Quoten liegen. Durchschnittlich sind die Fangqouten 40 Prozent h\u00f6her als die durchschnittlichen wissenschaftlichen Empfehlungen (vgl. Carlson 2013). Infolge von Nachhaltigkeitsma\u00dfnahmen konnten sich in den letzten Jahren einige Fischbest\u00e4nde wieder erholen. Trotzdem ist der Zustand des \u00d6kosystems Meer \u00e4u\u00dferst kritisch.<br \/>Die \u00dcberfischung bereitet auch der Fischereiindustrie Sorgen: r\u00fcckl\u00e4ufige Fangmengen durch die \u00dcberfischung und damit verbunden abnehmende Profite schaden Fischern und der Fischereiindustrie.<\/p>\n<p>Die \u00dcberfischung konnte vor allem durch die Technologisierung der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox15\"><\/span>Fischerei eintreten. So wird seit der Industrialisierung der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox16\"><\/span>Fischerei immer mehr Fisch durch die steigende Fangeffizienz aus dem Meer geholt. Die Technologisierung f\u00fchrt zu immer gr\u00f6\u00dferen Fangschiffen mit effizienteren Fangmethoden, zu einer genaueren Ortung und Erschlie\u00dfung von Fischgr\u00fcnden (durch z.B. 3D-Sonarger\u00e4te), zu h\u00f6heren Fangraten und zu einer potentiell l\u00e4ngeren Lagerung des Fisches. <br \/>Die Zerst\u00f6rung des \u00d6kosystems Meer wird zudem auch durch die Verwendung von Grundschleppnetzen vorangetrieben, die den Meeresboden aufw\u00fchlen und zerst\u00f6ren und Vegetation und Tiere vernichten (vgl. Rydl et al. 2013). . <\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes Problem der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox17\"><\/span>Fischerei ist der Beifang (europaweit ca. 460.000 von insgesamt 1,9 Mil. Tonnen gefangenen Fisch pro Jahr). Zu kleine oder deformierte Individuen und Fischarten, f\u00fcr die die Quoten ausgesch\u00f6pft sind oder f\u00fcr die es gar keine Quoten gibt, sowie unerw\u00fcnschter Fisch f\u00fcr die z.B. der betroffene Fischer keine Quote hat, werden als Beifang wieder zur\u00fcck ins Meer geworfen. Dies liegt einerseits an dem Verbot diese Fische anzulanden, andererseits auch an dem Interesse der Fischer, m\u00f6glichst gewinnbringenden Fisch zu verkaufen. Der \u00fcber Bord geworfene Fisch wird nicht erfasst und gilt somit als nicht abgefischt. Durch den Beifang sinkt also die Bestandsproduktivit\u00e4t vieler Fischarten noch weiter. Eine Kontrolle der fischereilichen Sterblichkeit durch den R\u00fcckwurf gestaltet sich schwierig. Ein weiteres Problem besteht darin, dass der Beifang in den meisten L\u00e4ndern nicht auf die Fangquote der Fischer angerechnet (Ausnahme ist z.B. Norwegen) wird.<br \/>Zudem verfangen sich auch andere Meerestiere, wie Wale, Delfine, Meeresschildkr\u00f6ten, V\u00f6gel, Robben, Rochen und Haie in den Netzen. <\/p>\n<p><u>EU:<\/u><br \/>Die Europ\u00e4ische Union, bekannt f\u00fcr eine eher umweltsch\u00e4dliche Fischereipolitik, versucht angesichts der \u00fcberfischten europ\u00e4ischen sowie globalen Fischbest\u00e4nde, hohen Beifangraten, r\u00fcckl\u00e4ufigen Fangmengen, hohen Subventionen, Fischimporten und ihrer eigenen Flotten\u00fcberkapazit\u00e4t eine nachhaltige Fischereipolitik zu etablieren. <\/p>\n<p>Deswegen plant die Europ\u00e4ische Kommission eine Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP). Durch diese Reform soll bei Entscheidungen des Fischereirats, der in der Vergangenheit vor allem kurzfristige politische und \u00f6konomische Interessen im Blick hatte (vgl. Callum 2013:444), st\u00e4rker das EU-Parlament und EU-Kommission eingebunden werden. Die neue Gemeinsame Fischereipolitik wird ab 2014 in Kraft treten (vgl. Europ\u00e4isches Parlament 2013).<\/p>\n<p>Einige Ma\u00dfnahmen und Ziele sind folgende:<\/p>\n<ul type=\"disc\">\n<li><u>L\u00f6sung Beifang-\/R\u00fcckwurfproblem: <\/u>Ein R\u00fcckwurfverbot f\u00fcr alle fischereilich genutzten und regulierten Fischarten soll durchgesetzt werden, so dass die Fischer den Beifang mit an Land bringen m\u00fcssen. Dadurch kann die Entnahme der einzelnen Fischarten besser registriert werden. Au\u00dferdem schafft dies Anreize Beifang zu vermeiden, da die Fischer Lagerplatz und Lagerplatzkosten durch eine geringere Beifangmenge reduzieren k\u00f6nnen. Es besteht die Hoffnung, dass \u00e4hnlich wie in Norwegen, die Fischer sich dann an technischen Innovationen, durch deren Einsatz man Beifang vermeiden kann, beteiligen und diese auf ihren Fischereiboten etablieren. Durch Fangnetze mit gr\u00f6\u00dferen Maschen oder durch Fluchtfenster in den Netzen k\u00f6nnen z.B. kleinere Individuen, die h\u00e4ufig als Beifang enden, fl\u00fcchten. Zus\u00e4tzlich hofft man, dass die Fischer den Bestand von kleineren Individuen und Jungtieren schonen, in dem sie z.B. in Gebieten mit hohem Jungfischaufkommen nicht fischen. Trotzdem muss das R\u00fcckfangverbot stark kontrolliert (Kameras, Fischereiaufseher) und geahndet werden. .<\/li>\n<li><u>Nachhaltiges Bestandsmanagment:<\/u> Ab 2015 d\u00fcrfen keine Fanggqouten mehr beschlossen werden, die nicht nachhaltig sind. Deswegen soll auf Grundlage des \u201eh\u00f6chstm\u00f6glichen Dauerertrags\u201c (Maximum sustainable yield = MSY) gefischt werden, so dass nur die optimale Fangmenge (ohne Gef\u00e4hrdung der Fortpflanzungsf\u00e4higkeit) dem Meer entnommen wird und die Fischbest\u00e4nde auf dem h\u00f6chstm\u00f6glichem langfristigen Ertragsniveau gehalten werden (vgl. Europ\u00e4ische Kommission 2013: 8). Dazu soll schrittweise die fischereiliche Sterblichkeit verringert werden, bis der h\u00f6chstm\u00f6gliche Dauerertrag (MSY) erreicht wird. So k\u00f6nnten sich stark dezimierte Arten erholen und die Entwicklung von gr\u00f6\u00dferen Individuen gef\u00f6rdert werden. Die Idee dahinter ist, dass nicht nur die Fischbest\u00e4nde und Arten, die als Beif\u00e4nge ins Netz geraten, geschont werden, sondern auch durch eine gr\u00f6\u00dfere Fangstabilit\u00e4t eine produktivere und zukunftssichere Fischereiwirtschaft bei den (stark) befischten Arten betrieben werden soll. Zudem wird die wissenschaftliche Datenlage (z.B. Analyse der langfristigen Entwicklungen in den Fangmengen und Fischbest\u00e4nden) verbessert und in Zukunft in der Fischereipolitik eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen. Zum Schutz des \u00d6kosystems Meer sollen die Nutzung umweltsch\u00e4digender Fangtechniken, z.B. Grundschleppnetze, einschr\u00e4nkt werden. Auf dem Weg zur nachhaltigen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox18\"><\/span>Fischerei sollen folgende Instrumente helfen: Langfristige Managementpl\u00e4ne (z.B. zur \u00dcberwachung der fischereilichen Sterblichkeit), Einbinden der Mitgliedsstaaten, Ber\u00fccksichtigung regionaler Begebenheiten und damit auch die Integration regionaler Beratung unter Ber\u00fccksichtigung von Region spezifischen Traditionen und Know-How, die Unterst\u00fctzung der handwerklichen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox19\"><\/span>Fischerei, die Bek\u00e4mpfung der illegalen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox20\"><\/span>Fischerei sowie die Eingliederung in die Meeresumweltpolitik (vgl. Europ\u00e4ische Kommission 2012a). Auch die Einrichtung und Erweiterung von Meeresschutzgebieten, die besonders beim Erhalt der Best\u00e4nde, der Arten und der Biodiversit\u00e4t hilft, soll vorangetrieben werden.\u00a0<\/li>\n<li><u><span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Abbau der Flotten\u00fcberkapazit\u00e4t:<\/u> Als Hauptgrund f\u00fcr die \u00dcberfischung gilt auch die gro\u00dfe Fischereiflotte. Die EU versucht schon l\u00e4nger die Flottenkapazit\u00e4t zu verringern. Doch ohne nennenswerten Erfolg. Ein Grund f\u00fcr das Scheitern ist, dass die Fangeffizienz der Fangschiffe nicht wirklich bei den bisherigen Ma\u00dfnahmen mit einbezogen wurde. Daher wird bei der GFP-Reform die Einf\u00fchrung der handelbaren Fangquoten\/Fanganteile (ITQ = Individual Transferable Quote) vorgeschlagen. Diese werden von den Mitgliedstaaten, die eine Flotten\u00fcbergrenze von der EU zugewiesen bekommen, an Fischer\/Fischereiindustrie verteilt und k\u00f6nnen auch nur innerhalb des Mitgliedstaats verpachtet oder getauscht werden. Dadurch soll es f\u00fcr Fischer lukrativ werden, ihre Fanganteile zu verkaufen\/zu verpachten. Dies wird wahrscheinlich aber im Ministerrat nicht durchsetzbar sein (vgl. D\u00f6ring 2012). Bisher und wahrscheinlich auch weiterhin erfolgte bzw. erfolgt die Regulierung der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox21\"><\/span>Fischerei per Fangtage auf See. Diese Regulierung ist aber ineffizient, da die Fischer sowieso z.B. in bestimmten Jahreszeiten nicht fischen k\u00f6nnen oder trotz der begrenzten Fangtage zu viel Fisch aus dem Meer herausholen. Einen gro\u00dfen Beitrag zur Flotten\u00fcberkapazit\u00e4t hat die Subventionierung dazu gesteuert (De-Minimis Beitrag von 30.000 Euro ohne daran gekn\u00fcpfte Bedingung, Befreiung von Kraftstoffsteuern, Unterst\u00fctzung der Schiffsverschrottung bei einer gleichzeitigen Schiffsmodernisierung). Als L\u00f6sung k\u00f6nnte man Subventionen (finanziert aus dem EMFF, European Maritime and Fisheries Fund) von Nachhaltigkeitszielen abh\u00e4ngig machen (Selektivere Fangger\u00e4te, wissenschaftliche Datenerhebung).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die EU ist zudem in der Fernfischerei t\u00e4tig. Weltweit fischt die EU-Fischereiflotte, indem Fangqouten in nicht-europ\u00e4ischen Fanggebieten gekauft werden, um die europ\u00e4ischen Flottenkapazit\u00e4t auszulasten. Zuk\u00fcnftig will die Europ\u00e4ische Kommission diese Fernfischerei einschr\u00e4nken. Auch sollen die Schiffe der EU-Flotte in anderen nicht-europ\u00e4ischen Fanggebieten den Richtlinien und Prinzipien der GFP folgen <\/p>\n<p>Die nachhaltige <span id=\"AutoLinkDescriptionBox22\"><\/span>Fischerei soll durch Datenerhebung (Wechselbeziehungen im \u00d6kosystem, Reproduktionsbedingungen der Arten, Auswirkungen der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox23\"><\/span>Fischerei), wissenschaftlichen Gutachten, Kontrollen und entsprechenden Korrekturen des Fischereimanagements sichergestellt werden.<\/p>\n<p>Kritik:<\/p>\n<ul type=\"disc\">\n<li>F\u00fcr eine nachhaltige <span id=\"AutoLinkDescriptionBox24\"><\/span>Fischerei sind klarere Bewirtschaftungsgrenzen der Fischbest\u00e4nde (Einhaltung der wissenschaftlichen Empfehlungen, einheitliche Regelung der nachhaltigen Bewirtschaftung, in der der Vorsorgeansatz ber\u00fccksichtigt wird) erforderlich. Insbesondere durch die Ignoranz gegen\u00fcber den wissenschaftlichen Empfehlungen in der Vergangenheit (vgl. Salomon et al. 2012:42). <\/li>\n<li>Es wird immer nur vom Erhalt des Fischbestands gesprochen. Ein <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><br \/> <\/span>Fischbestand ist aber nur gesund, wenn er eine nat\u00fcrliche Zusammensetzung ('gesunde' Gr\u00f6\u00dfen- und Altersstruktur) besitzt. Dies ber\u00fccksichtigt die GFP-Reform nicht, da eine solche Datenerhebung sich schwierig gestaltet und eine Fischereipolitik, die auf die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Gesundheit der Best\u00e4nde achtet, kaum umsetzbar ist.<\/li>\n<li>Es wird z.T. kritisiert, dass die Ma\u00dfnahme MYS als Zielwert zur Bestandserhaltung genommen wird, da durch die Wechselbeziehungen zwischen den Arten (R\u00e4uber-Beute-Beziehungen, Nahrungskonkurrenz), die Best\u00e4nde nicht unbedingt das MSY-Niveau erreichen oder auf diesem Niveau bleiben k\u00f6nnen. Deswegen wird \u2013 auch von der EU-Kommission- vorgeschlagen, dass man die fischereiliche Sterblichkeit (dieser Wert wird nur durch die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox25\"><\/span>Fischerei beeinflusst), mit der MSY erreicht werden kann, als Zielwert nimmt.<\/li>\n<li>Die Fangquoten m\u00fcssen insgesamt niedriger sein, um den <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Vorsorgeprinzip gerecht zu werden (Sicherheitsabstand zur MYS).<\/li>\n<li>Bereits \u00fcberfischet Best\u00e4nde erholen sich nicht, wenn sie nicht zuerst auf einen gesunden Bestand anwachsen k\u00f6nnen, so dass man ihr Fortbestehen gew\u00e4hrleisten kann. Daf\u00fcr m\u00fcssten die Fangmengen erst mal bis zu einem festgelegten Zeitpunkt abgesenkt werden, bis sich die Best\u00e4nde erholt haben (vgl. <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>WWF 2013).<\/li>\n<li>Das R\u00fcckwurfverbot soll gestaffelt nach Fischart eingef\u00fchrt werden. Der Grund f\u00fcr diese Regelung liegt an dem unterschiedlich hohen Aufwand f\u00fcr die technischen Ver\u00e4nderungen, die durchgef\u00fchrt werden m\u00fcssen. Allerdings wird es schwer, zu kontrollieren, welche Fischart als Beifang zur\u00fcck ins Meer geworfen wird. Eine Staffelung nach Fischereien w\u00e4re hier einfacher zu kontrollieren.<\/li>\n<li>Forderungen eines R\u00fcckwurfverbotes f\u00fcr <u>alle<\/u> Fischarten.<\/li>\n<li>Beim R\u00fcckwurfverbot gibt es einige Au\u00dfnahmen, so z.B. erlaubt eine Ausnahmeregelung\u00a0 bis zu 5% der j\u00e4hrlichen Fangmenge der fangbeschr\u00e4nkten Arten genauso wie alle Arten ohne Fangbeschr\u00e4nkung \u00fcber Bord zu werden. Diese Ausnahmen erschweren die Kontrolle des R\u00fcckwurfverbots.<\/li>\n<li>Man schafft f\u00fcr die Fischer falsche Anreize, wenn man ihnen z.B. mehr Fangtage zuspricht, wenn sie Netze mit kleinere Maschen verwenden. Diese Anreize m\u00fcssen abgeschafft werden.<\/li>\n<li>Die von der EU vorgeschlagenen Flottenobergrenzen der Mitgliedstaaten entsprechen dem heutigen Stand und ziehen somit keine Verringerung der Flotte nach sich. Insgesamt wird der Erfolg der handelbaren Fangquoten angezweifelt. (vgl. Salomon et al. 2012:41)<\/li>\n<li>Es wird gefordert, dass w\u00e4hrend und nach der Reform eine \u00f6ffentliche Debatte in der Gesellschaft angesto\u00dfen werden soll. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Insgesamt aber sehen Experten und Umweltschutzverb\u00e4nde die Pl\u00e4ne der EU zur nachhaltigen Fischereipolitik positiv, mahnen allerdings auch, dass die Pl\u00e4ne konsequent umgesetzt werden m\u00fcssen, um ein Erfolg f\u00fcr das \u00d6kosystem Meer herbeizuf\u00fchren. <\/p>\n<p><b>@Umweltlexikon?!<\/b> <span id=\"AutoLinkDescriptionBox26\"><\/span>Fischerei, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Fisch und Fischereiprodukte, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><br \/> <\/span>Fischbestand, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Thunfisch, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Fischsterben, <\/p>\n<p>Lit.:<\/p>\n<ul type=\"disc\">\n<li>Carlson, Bj\u00f6rn, BalticSea2020 (2013): EU-Fischereipolitik: Diese Reform kann Fische und Fischer retten. [Stand: 28.03.2013].<\/li>\n<li>Europ\u00e4ische Kommission, Generaldirektion Maritime Angelegenheiten und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox27\"><\/span>Fischerei (2013): Fischeries and Aquaculture in Europe. 2013, Nr. 60.<\/li>\n<li>Europ\u00e4ische Kommission, Generaldirektion Maritime Angelegenheiten und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox28\"><\/span>Fischerei (2012a): H\u00e4ufig gestellte Fragen. [Stand: 28.03.2013].\u00a0<\/li>\n<li>Europ\u00e4ische Kommission, Generaldirektion Maritime Angelegenheiten und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox29\"><\/span>Fischerei (2012b): Hintergrund.[Stand: 28.03.2013].\u00a0<\/li>\n<li>Europ\u00e4ische Parlament (2013): Reform der EU-Fischereipolitik: Parlament fordert Ende der \u00dcberfischung. [Stand: 05.06.2013].\u00a0<\/li>\n<li>D\u00f6ring, Ralf (2012): Die Reformformschl\u00e4ge zur EU-Fischereipolitik sind besser als ihr Ruf. In: <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>GAiA, 2012, Nr. 3, S.173-176.\u00a0<\/li>\n<li>Roberts, Callum (2013): Der Mensch und das Meer. M\u00fcnchen: Deutsche Verlags-Anstalt.<\/li>\n<li>Rydl, Vladimir \/ Reichert, Inka - Planet Wissen (2013): \u00dcberfischung der Meere. [Stand: 28.03.2013].<\/li>\n<li>Salomon, Markus \/ Budde, Johanna (2012): Eine nachhaltige Fischereipolitik f\u00fcr Europas Ruf. In: <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>GAiA, 2012, Nr. 1, S.38-42.\u00a0<\/li>\n<li><span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>WWF (2013): Grobmaschige Fischereireform. [Stand: 04.06.2013].<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-2724-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2724-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2724-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Nachhaltige Fischfang ist ein Gegenentwurf zur weitverbreiteten konventionellen Fischereiindustrie, die weltweit zur \u00dcberfischung f\u00fchrt. Nachhaltige Fischerei bedeutet, dass in einem Umfang gefischt wird, der das Nachwachsen der Best\u00e4nde nicht gef\u00e4hrdet.Bei einem nachhaltigen Fischfang wird darauf geachtet, dass die Best\u00e4nde nicht \u00fcberfischt werden, sondern dass ihre volle Reproduktionsf\u00e4higkeit erhalten wird. 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