{"id":2675,"date":"2015-06-11T10:24:31","date_gmt":"2015-06-11T10:24:31","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2675"},"modified":"2015-06-11T10:24:31","modified_gmt":"2015-06-11T10:24:31","slug":"mobilfunk","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2675","title":{"rendered":"Mobilfunk"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-2675\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-2675-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2675-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-2675-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2675-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-2675-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>770 Millionen Handys sind weltweit bis Anfang 2001 verkauft worden. Im Laufe des Jahres 2002 wird voraussichtlich eine Milliarde Handys erreicht sein. Viele Experten sind Anfang der 90er Jahre davon ausgegangen, dass im Jahr 2000 auf dem Weltmarkt gerade 60 Millionen Ger\u00e4te verkauft sein w\u00fcrden.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den letzten Jahren ist die Anzahl der Handybenutzer auch in Deutschland sehr stark angestiegen: waren es im Jahre 1993 noch 800.000 Mobilfunkteilnehmer im C-Netz, so wird mit gut 55 Mio. Mobilfunkan\u00adschl\u00fcs\u00adsen inzwischen die Zahl der Festnetzanschl\u00fcsse in Deutschland deutlich \u00fcber\u00adtroffen.<\/p>\n<p>Immer mehr Menschen m\u00f6chten eine st\u00e4ndige Erreichbarkeit erlangen. Sende- und Empfangseinheiten in Form von Antennen (Basisstationen), die f\u00fcr den Empfang und die Weiterleitung der Signale unerl\u00e4sslich sind, sieht man \u00fcberall in der Landschaft. Besonders gefragte Aufstellorte sind vor allem Hochh\u00e4user und Kirchen. Zunehmend stellen An- und Bewohner von hohen Geb\u00e4uden Fragen, ob durch die N\u00e4he einer Basisstation eine m\u00f6gliche Gefahr gegeben ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Elektrosmog ist das Schlagwort, das ist die Hochfrequenzstrahlung (HF), auch elektromagnetische <span id=\"AutoLinkDescriptionBox17\"><\/span>Strahlung genannt, mit der die Informationen vom <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Handy zur Basisstation und umgekehrt \u00fcbertragen werden. Als gesundheitlich bedenklich wird dabei angesehen, dass das <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Handy in unmittelbarer Kopfn\u00e4he betrieben wird. <\/p>\n<p>Viele Studien und Forscher versuchen zu belegen, ob und inwiefern Mobiltelefonieren gef\u00e4hrlich ist. Um das Ergebnis vorwegzunehmen: dass das Mobiltelefonieren Auswirkungen auf den K\u00f6rper hat, ist unstrittig. Die gesundheitliche Relevanz ist jedoch noch nicht gekl\u00e4rt. Es gibt noch keine aussagekr\u00e4ftige Langzeitstudie in diesem Zusammenhang. Verst\u00e4ndlich, denn diese neue Technologie ist ja erst seit ein paar Jahren in gro\u00dfem Ma\u00dfstab in Betrieb. Wie genau die Reaktionen des K\u00f6rpers auf die digitalen Funkwellen aussehen, wird sich innerhalb der n\u00e4chsten Jahre kl\u00e4ren. Es gibt Hinweise darauf, dass elektromagnetische <span id=\"AutoLinkDescriptionBox18\"><\/span>Strahlung Verhaltens\u00e4nderungen bewirkt. <\/p>\n<p>In Deutschland gibt es vier Mobilfunknetzkanbieter: T-Mobil (D1-Netz), D2 Vodaphone (D2-Netz), E-plus (E1-Netz) und Viag Interkom (E2-Netz). Zusammen betreiben sie ca. 50.000 Sende- und Empfangsanlagen, die in Deutschland verteilt sind, und fast t\u00e4glich kommen neue hinzu. Vor allem die neue UMTS-Technik sorgt daf\u00fcr, dass die Republik nun noch einmal mit zus\u00e4tzlich ca. 40.000 UMTS-Sendeanlagen versehen wird.<\/p>\n<p>Die Sende- und Empfangst\u00fcrme und die Mobiltelefone strahlen HF-<span id=\"AutoLinkDescriptionBox19\"><\/span>Strahlung aus. Die Leistung der momentan handels\u00fcblichen Mobiltelefone liegt bei bis zu 2 Watt im D-Netz und 1 Watt im E-Netz. Je schlechter die Verbindung ist bzw. je weiter man von einer Basisstation entfernt ist, desto h\u00f6her wird die erbrachte Leistung des Mobiltelefons, d.h. umso h\u00f6her ist die HF-Strahlung, der man ausgesetzt ist.<\/p>\n<p>Die HF-Strahlung wird zum Teil vom K\u00f6rper absorbiert und f\u00fchrt u. a. zu einer lokalen Erw\u00e4rmung des K\u00f6rpergewebes (dies ist die so genannte thermische Wirkung). Die Wissenschaft sieht in dieser Erw\u00e4rmung einzelner K\u00f6rperpartien ein Risiko f\u00fcr die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Gesundheit. Generell stellen Menschen mit einer schlechten Thermoregulation (Personen mit Fieber, Diabetiker, Kinder und \u00e4ltere Menschen) eine Risikogruppe dar. Besonders problematisch ist der unvermeidliche Betrieb in unmittelbarer Kopfn\u00e4he, denn z. B. besonders f\u00fcr das Auge k\u00f6nnte es zu negativen Folgen kommen, da es durch eine mangelnde Durchblutung keinen gro\u00dfen W\u00e4rmeausgleich durchf\u00fchren kann. Die physikalischen Prozesse im Nervensystem und Gehirn werden auch beeinflusst. Inwieweit in diesem Zusammenhang gesundheitliche Auswirkungen auftreten k\u00f6nnen, muss die medizinische Forschung zuk\u00fcnftig ermitteln.<\/p>\n<p>Neben diesen thermischen Auswirkungen werden auch noch andere Einfl\u00fcsse auf den Stoffwechsel und die Zellstruktur diskutiert, die nicht auf die lokale Erw\u00e4rmung zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Diese so genannten nicht-thermischen Auswirkungen auf den K\u00f6rper sind zwar ohne Zweifel vorhanden, doch kann man nicht mit Sicherheit sagen, ob oder inwiefern dies unserem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox15\"><\/span>Organismus langfristig schadet. Durch eine stetige <span id=\"AutoLinkDescriptionBox16\"><\/span>Bestrahlung kann es unter besonderen Umst\u00e4nden z.B. zu einer Schw\u00e4chung des Immunsystems kommen, einige Wissenschaftler gehen daher von einer verminderten Krebsabwehr aus. Ganz besondere Wirkungen wurden wiederholt bei digital gepulster und amplitudenmodilierter <span id=\"AutoLinkDescriptionBox20\"><\/span>Strahlung, wie sie bei den D- und E-Netzen verwendet wird, festgestellt. <\/p>\n<p>Hier spielen weniger die Leistungsfluss-Spitzenwerte als vielmehr die Puls- und Modulationsfrequenz eine Rolle. Fest steht, dass es Auswirkungen auf die Gehirnaktivit\u00e4t gibt, gestritten wird \u00fcber die Aussagekraft der jeweiligen Studien. Stand der Dinge auch hier: man wei\u00df, dass es messbare Ver\u00e4nderungen gibt, unklar ist die gesundheitliche Relevanz. Zur genaueren Kl\u00e4rung sind zurzeit mehrere Studien weltweit in Arbeit. <\/p>\n<p>Die Bundesregierung h\u00e4lt nach wie vor an den im internationlen Vergleich recht hohen Grenzwerten fest und begr\u00fcndete dies im Dezember 2001 wie folgt:<\/p>\n<p>\"Deutschland hat 1996 als erstes EU-Land rechtlich verbindliche Re\u00adgelun\u00adgenzur Begrenzung elektromagnetischer Felder geschaffen. Die geltenden <span id=\"AutoLinkDescriptionBox22\"><\/span>Grenzwerte gew\u00e4hrleisten nach heutiger Kenntnis den Schutz der Bev\u00f6lke\u00adrung vor nachgewiesenen Gesundheitsgefahren. Eine vom <span id=\"AutoLinkDescriptionBox23\"><\/span>Bundesumweltministerium veran\u00adlasste Pr\u00fcfung der Strahlenschutzkommission \u00fcber die Einf\u00fchrung von Vor\u00adsorgewerten nach dem \"Schweizer Mo\u00addell\" hat dar\u00fcber hinaus kein rele\u00advantes Risiko ergeben, sodass die Einf\u00fchrung von Vorsorgewerten zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt wis\u00adsenschaftlich nicht gerechtfertigt ist. Statt des\u00adsen erachtet es die SSK als notwendig, die Kenntnisse \u00fcber m\u00f6gliche ge\u00adsundheitli\u00adche Beeintr\u00e4chtigungen durch weitere Forschung zu verbessern.\"<\/p>\n<p><b>Was empfiehlt das KATALYSE Institut dem Verbraucher?<br \/>Wenn man unbedingt ein <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Handy haben muss, so sollte man bewusst damit umgehen und folgende Vorsorgehinweise beachten:<\/b><\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Beim Kauf eines Handys auf geringen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>SAR-Wert achten.<\/li>\n<li>Nicht unn\u00f6tig oft mobil telefonieren<\/li>\n<li>Das <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Handy so oft wie m\u00f6glich ausschalten.<\/li>\n<li>Auf keinen Fall stundenlange Gespr\u00e4che f\u00fchren.<\/li>\n<li>Tr\u00e4ger von Herzschrittmachern sollten besonders vorsichtig sein, da St\u00f6rungen nicht auszuschlie\u00dfen sind (z.B. das eingeschaltete <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Handy nicht st\u00e4ndig in der Brusttasche tragen).<\/li>\n<li>Tr\u00e4ger von H\u00f6rger\u00e4ten sollten entweder Abstand vom <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Handy bewahren oder das H\u00f6rger\u00e4t ggf. ausschalten (da es sonst zu St\u00f6rungen kommen k\u00f6nnte).<\/li>\n<li>Bei entsprechenden Verboten (z.B. im Krankenhaus, im Flugzeug oder an der Tankstelle) die Anweisungen befolgen und das <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Handy ausschalten bzw. auf keinen Fall telefonieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Was muss man im Auto bedenken?<\/b><br \/>Beim Telefonieren mit dem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Handy aus dem Auto heraus ergibt sich folgende Problematik. Aus folgenden Gr\u00fcnden muss das <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Handy mit hoher Leistung senden: <br \/>1. Man muss praktisch durch die Karosserie hindurch senden, <br \/>2. Bedingt durch das schnelle Fahren wechselt man h\u00e4ufig die Mobilfunkbasiszelle, um den Kontakt nicht zu verlieren. <br \/>Eine Freisprechanlage und eine Au\u00dfenantenne f\u00fcr das Telefonieren im <span id=\"AutoLinkDescriptionBox21\"><br \/> <\/span>Auto k\u00f6nnen die Belastungen f\u00fcr die Insassen erheblich verringern.<\/p>\n<p>Wenn Sie weitere Informationen ben\u00f6tigen, empfehlen wir die neue Ausgabe unseres Buches zum <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Elektrosmog. Dieses Buch gibt umfassende Antworten auf Fragen, wie sich die allt\u00e4gliche Belastung durch k\u00fcnstliche elektromagnetische Felder auf unser Leben auswirkt und wie diese Belastungen einzusch\u00e4tzen sind. In dieses Werk sind neueste Erkenntnisse zu Auswirkungen auf die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Gesundheit, z.B. auch beim Betrieb von Radaranlagen, aufgenommen worden.<\/p>\n<p>Katalyse Institut f\u00fcr angewandte Umweltforschung e.V. (Hrsg.),<br \/>6., \u00fcberarbeitete und erweiterte Auflage 2003.<br \/>256 Seiten. Kartoniert, <br \/>\u20ac 27,80 sFr 48,60; ISBN 3-7880-7679-8<\/p>\n<p><b>im Buchhandel oder direkt bei:<\/b><br \/>C.F. M\u00fcller Verlag, H\u00fcthig GmbH &amp; Co. KG<br \/>Im Weiher 10, D-69121 Heidelberg<br \/>Tel.: 06221\/489-555, Fax: 06221\/489-623<br \/><a title=\"\" href=\"http:\/\/www.huethig.de\" target=\"_NEW\">http:\/\/www.huethig.de<\/a>, E-Mail:<a title=\"\" href=\"mailto:cfmueller@huethig.de\">cfmueller@huethig.de<\/a><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-2675-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2675-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2675-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>770 Millionen Handys sind weltweit bis Anfang 2001 verkauft worden. Im Laufe des Jahres 2002 wird voraussichtlich eine Milliarde Handys erreicht sein. 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