{"id":2432,"date":"2015-05-22T12:21:14","date_gmt":"2015-05-22T12:21:14","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2432"},"modified":"2015-05-22T12:21:14","modified_gmt":"2015-05-22T12:21:14","slug":"eu-oeko-verordnung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2432","title":{"rendered":"EU-\u00d6ko-Verordnung"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-2432\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-2432-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2432-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-2432-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2432-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-2432-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Am 22.7.1991 trat die \"Verordnung \u00fcber den \u00f6kologischen Landbau und die entsprechende Kennzeichnung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Lebensmittel\" in Kraft.<\/b><\/p>\n<p>Kurz bezeichnet als EU-\u00d6ko-Verordnung (EWG-VO 2092\/91) einschlie\u00dflich der im August 1999 in Kraft getretenen Regelungen f\u00fcr den tierischen Bereich (EWG-VO Nr. 1804\/99). <\/p>\n<p>EU-Verordnungen sind gesetzes\u00e4hnliche Rechtsnormen, d.h. die EU legt f\u00fcr die Qualit\u00e4t und Glaubw\u00fcrdigkeit \u00f6kologisch erzeugter Lebensmittel in allen Staaten der Gemeinschaft einen Ma\u00dfstab und Rahmen fest. <\/p>\n<p>Die EU-VO umfasst die Erzeugung, Kennzeichnung und Kontrolle von Lebensmitteln aus \u00f6kologischem Anbau. Seit Juni 1992 d\u00fcrfen nur noch Waren mit der Bewerbung \"\u00f6kologisch\" auf den Markt gebracht werden, wenn sie den Kriterien der EG-VO gen\u00fcgen. <\/p>\n<p>Die EU-VO kann in einem einfachem Verfahren abge\u00e4ndert und erg\u00e4nzt werden (Art. 14). Ein von Vertretern der EU-Staaten gebildeter Ausschuss entscheidet \u00fcber die Annahme von Antr\u00e4gen. <br \/>Dar\u00fcber hinaus sieht die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Verordnung vor, dass ein landwirtschaftlicher Betrieb drei Jahre lang nach den Grunds\u00e4tzen der EU-VO wirtschaften muss, bevor er seine Erzeugnisse als aus \u00f6kologischem Landbau\" stammend kennzeichnen darf (Anhang I, 1). Scharf kritisiert wurde die M\u00f6glichkeit auch nur einen Teil des landwirtschaftlichen Betriebes auf \u00d6kolandbau umzustellen. <\/p>\n<p>Hier sind die deutschen Verb\u00e4nde mit ihren Richtlinien wesentlich strenger und erkennen nur Betriebe an, die komplett umgestellt haben.<br \/>Die Zutaten f\u00fcr verarbeitete und zusammengesetzte \u00d6ko-Produkte sind nicht immer in \u00f6kologischer Qualit\u00e4t ausreichend verf\u00fcgbar. <\/p>\n<p>Die EU-\u00d6ko-Verordnung sieht daher die Verwendung einiger Zutaten aus konventioneller <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Landwirtschaft vor, wenn diese f\u00fcr die Herstellung eines Erzeugnisses notwendig und in \u00f6kologischer Qualit\u00e4t nachweislich weder in der EU erzeugt noch importiert werden k\u00f6nnen. Es m\u00fcssen jedoch mindestens 70 Prozent der Zutaten aus \u00f6kologischem Anbau stammen. Erst bei mindestens 95 Prozent \u00d6ko-Anteil kann das Lebensmittel als \"reines\" \u00d6ko-Produkt verkauft werden. Betr\u00e4gt der \u00d6ko-Anteil an den Zutaten zwischen 70 und 95 Prozent, muss der jeweilige Prozentanteil deutlich sichtbar (neben der Verkehrsbezeichnung des Erzeugnisses) angegeben werden. Die Festschreibung dieser zweiteiligen Deklaration kann zur Verbrauchert\u00e4uschung f\u00fchren. Untersuchungen haben ergeben, dass Verbraucher von \u00d6ko-Lebensmitteln v.a. zwei Eigenschaften, n\u00e4mlich die Gesundheitsvertr\u00e4glichkeit des Produktes (geringerer Verarbeitungsgrad, weniger sch\u00e4dliche R\u00fcckst\u00e4nde), und Umweltvertr\u00e4glichkeit der Produktion (weniger Umweltbelastung durch den Anbau und die Verpackung der Lebensmittel) fordern. <br \/>Zur Verarbeitung und Herstellung von \u00d6ko-Lebensmittel enth\u00e4lt der EU-\u00d6ko-Verordnung nur Mindestanforderungen. Allerdings sch\u00fctzt sie die Begriffe \u00f6kologisch, biologisch, Bio, \u00d6ko, die nach der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Verordnung gleichrangig als Synonym verwendet werden k\u00f6nnen. Und mindestens einmal im Jahr werden die Betriebe von einer zugelassenen \u00d6kokontrollstelle gepr\u00fcft. Nach erfolgter Pr\u00fcfung darf der Betrieb mit dem Vermerk EWG-Kontrollsystem \u00d6kologische Agrarwirtschaft seine Produkte kennzeichnen.<\/p>\n<p>Seit 1989 wird die Einf\u00fchrung des \u00f6kologischen Landbaus im Rahmen der Agrarumweltprogramme der Bundesl\u00e4ndern auf der Grundlage einer EU-Verordnung gef\u00f6rdert. Der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Bund f\u00f6rdert dar\u00fcber hinaus eine standortangepasste Landbewirtschaftung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und K\u00fcstenschutz (GAK).<\/p>\n<p>Die Kernpunkte der EU-\u00d6ko-Verordnung sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Generelles Verbot der Verwendung gentechnisch ver\u00e4nderter Organismen und auf deren Grundlage hergestellter Produkte<\/li>\n<li>Fl\u00e4chengebundene Tierhaltung<\/li>\n<li>Umstellungsvorschriften f\u00fcr Betriebe und Tiere aus nicht \u00f6kologischer Herkunft<\/li>\n<li>Keine Anbindehaltung von Tieren<\/li>\n<li>F\u00fctterung mit \u00f6kologisch erzeugten Futtermitteln ohne Zusatz von <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><br \/> <\/span>Antibiotika oder Leistungsf\u00f6rderer<\/li>\n<li>Erhaltung der Tiergesundheit v.a. durch F\u00f6rderung der nat\u00fcrlichen Widerstandskraft<\/li>\n<li>Regelm\u00e4\u00dfige Kontrollen und Herkunftsnachweise f\u00fcr \u00f6kologisch erzeugtes Fleisch<\/li>\n<li>Die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Bestrahlung von \u00d6ko-Lebensmitteln ist verboten.<\/li>\n<\/ul>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-2432-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2432-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2432-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 22.7.1991 trat die &#8222;Verordnung \u00fcber den \u00f6kologischen Landbau und die entsprechende Kennzeichnung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Lebensmittel&#8220; in Kraft.Kurz bezeichnet als EU-\u00d6ko-Verordnung (EWG-VO 2092\/91) einschlie\u00dflich der im August 1999 in Kraft getretenen Regelungen f\u00fcr den tierischen Bereich (EWG-VO Nr. 1804\/99). 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