{"id":2395,"date":"2015-05-22T09:26:00","date_gmt":"2015-05-22T09:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2395"},"modified":"2015-05-22T09:26:00","modified_gmt":"2015-05-22T09:26:00","slug":"ddt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2395","title":{"rendered":"DDT"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-2395\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-2395-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2395-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-2395-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2395-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-2395-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Abk. f\u00fcr Dichlordiphenyltrichlorethan, das wohl bekannteste Insektizid (Pflanzenschutzmittel).<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">DDT geh\u00f6rt zu den persistenten (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Persistenz) chlorierten Kohlenwasserstoffen. 1874 erstmals synthetisiert. 1939 entdeckte M\u00fcller (Ciba Geigy) die insektt\u00f6tenden Eigenschaften. DDT erweckte die h\u00f6chsten Hoffnungen hinsichtlich der landwirtschaftlichen Produktion, des Vorratsschutzes und der Seuchenbek\u00e4mpfung. Weltweiter, massiver Einsatz zur Malariabek\u00e4mpfung (daf\u00fcr Medizin-Nobelpreis). DDT ist das klassische Beispiel f\u00fcr den bedenkenlosen Einsatz neuer Technologien ohne Absch\u00e4tzung der Folgen.<br \/>DDT wirkt als Kontakt- und Fra\u00dfgift. Durch die empfindlichen Tastorgane der Insekten dringt das Gift in das Zentralnervensystem. Die Substanz ist \u00e4u\u00dferst stabil und wird in der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Umwelt nur sehr langsam abgebaut (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Abbau). Man findet sie daher heute in der gesamten <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Umwelt (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Muttermilch). 95% aller Muttermilchproben d\u00fcrften nach geltendem Recht nicht mehr als Lebensmittel verkauft werden. <br \/>Wirkung von DDT auf Warmbl\u00fcter (z.B. Menschen): Erscheint bald nach der Aufnahme durch die Nahrung im Blutkreislauf. Wird diesem aber schnell wieder entzogen und im Fettgewebe, Gehirn, Leber und anderen Organen gepeichert. Diese k\u00f6nnen dann ein Vielfaches der t\u00f6dlichen Dosis enthalten. Die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Speicherung im Fett ist eine Art der Entgiftung des <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Organismus. Die Wiederausscheidung des DDT erfolgt langsam im Lauf von Monaten. Gefahr entsteht bei schnellem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Abbau des Fettpolsters (Krankheiten, Stre\u00df, Schwangerschaft etc.).<br \/> DDT ist mutagen (Mutagenit\u00e4t) und steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen. In Verbindung mit anderen Stoffen zeigen sich verst\u00e4rkende Wirkungen (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Synergismus). Obwohl DDT in vielen L\u00e4ndern verboten ist, betr\u00e4gt die globale Produktion und damit die in die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Umwelt eintretende Menge 60.000 t\/a und wird prim\u00e4r in den tropischen Entwicklungsl\u00e4ndern ausgebracht. <br \/>Die Anwendung trotz gro\u00dfer \u00f6kotoxikologischer Bedenken wird mit der Gefahr der Malaria-Krankheit f\u00fcr die ans\u00e4ssigen Menschen und der - im Vergleich zu anderen insektizid wirksamen Produkten - niedrigen Kosten f\u00fcr die DDT-Ausbringung begr\u00fcndet. So r\u00e4t auch die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>FAO von einem totalen Anwendungsverbot ab. Die bisher im <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Boden angereicherte Menge wird auf 300.000 t gesch\u00e4tzt. <br \/>Ein weiteres Problem ist die zunehmende Resistenz der Sch\u00e4dlinge (von den malaria\u00fcbertragenden Anophelesm\u00fccken sind bereits 24 Arten resistent), die zum Einsatz von immer neuen und mehr Insektiziden zwingt. In der BRD existiert seit 1972 ein Gesetz \u00fcber den <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Verkehr mit DDT, das zuletzt 1986 ge\u00e4ndert wurde und, von Ausnahmen (Forschungszwecke) abgesehen, die Produktion, den Vertrieb und den Umgang mit DDT verbietet.<\/p>\n<p>siehe auch: Nahrungskette, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox15\"><\/span>Bioakkumulation<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-2395-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2395-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2395-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abk. f\u00fcr Dichlordiphenyltrichlorethan, das wohl bekannteste Insektizid (Pflanzenschutzmittel).DDT geh\u00f6rt zu den persistenten (Persistenz) chlorierten Kohlenwasserstoffen. 1874 erstmals synthetisiert. 1939 entdeckte M\u00fcller (Ciba Geigy) die insektt\u00f6tenden Eigenschaften. 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