{"id":2255,"date":"2015-05-13T14:30:24","date_gmt":"2015-05-13T14:30:24","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2255"},"modified":"2015-05-13T14:30:24","modified_gmt":"2015-05-13T14:30:24","slug":"campher","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2255","title":{"rendered":"Campher"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-2255\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-2255-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2255-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-2255-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2255-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-2255-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Naturc. stammt aus dem \u00e4therischen \u00d6l von Holz, Wurzeln, Zweigen und Bl\u00e4ttern des tropischen C.-baumes Cinnamomum camphora (L.), auch Kampferlorbeer genannt (ein Lorbeergew\u00e4chs, engl.: camphor tree). <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">C. kommt als transparentes, wei\u00dfes oder farbloses, kristallines Pulver vor, \u00f6fter aber in Form einer kr\u00fcmeligen oder brockigen, kristallinen Masse mit einer eigenartigen Z\u00e4higkeit, die kaum pulverisiert werden kann. Um ihn zu pulvern, mu\u00df C. zun\u00e4chst mit Alkohol angefeuchtet werden. Auch ist es m\u00f6glich, ihn mit dem Reibeisen zu zerkleinern. <\/p>\n<p>Aus <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Ethanol umkristallisiert, entstehen rhomboedrische Kristalle. Schmilzt man die Kristallmasse und k\u00fchlt stark ab, bilden sich kubische Kristalle. C. ist bereits bei Raumtemperatur fl\u00fcchtig, man lagert ihn daher am besten in dicht verschlossenen Glasgef\u00e4\u00dfen. Die Fl\u00fcchtigkeit ist ein Reinheitskriterium, eine Probe reinen C. verfl\u00fcchtigt sich bei Wasserbadtemperatur vollst\u00e4ndig. <\/p>\n<p><span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Wasser l\u00f6st den Duftstoff nur schlecht, mit <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Ethanol 96 Prozent entstehen dagegen klare und farblose L\u00f6sungen. Wasserzugabe zu solchen L\u00f6sungen f\u00fchrt zur Ausscheidung des C. Der Stoff brennt leicht mit ru\u00dfender Flamme ab. <\/p>\n<p>Das \u00e4therische \u00d6l wird durch Wasserdampfdestillation der Pflanzenteile von etwa 50 bis 60 Jahre alten B\u00e4umen erzeugt. Die Bl\u00e4tter liefern 0,2 bis 3 Prozent, \u00c4ste und Zweige bis 2,7 und das zerkleinerte Stammholz durchschnittlich 4% C.-baum\u00f6l. Das \u00d6l ist in speziellen \u00d6lzellen des Pflanzengewebes oder in Spalten und Ritzen des Holzes abgelagert. Die Wasserdampfdestillation erfolgt in einer besonderen, meist h\u00f6lzernen Apparatur. Der Gehalt an C. im \u00e4therischen \u00d6l betr\u00e4gt bis zu 50 Prozent, wobei der Rohc. beim Erkalten des frischen Destillats gr\u00f6\u00dftenteils auskristallisiert und durch Zentrifugieren und Abpressen isoliert wird. Alternativ kann der C. auch durch fraktionierte Destillation des rohen C.-baum\u00f6ls abgetrennt werden. <\/p>\n<p>Synthetisches C. aus der gro\u00dftechnischer Produktion beherrschen den Markt. Zur synthetischen Herstellung Darstellung verwendet man den preisg\u00fcnstigen Duftstoff a-Pinen.<\/p>\n<p>C. wird im kosmetischen Bereich mehr als Wirkstoff denn als Duftstoff eingesetzt. Er ist Bestandteil von Gesichts-, Rasier-, Haut- und Haarw\u00e4ssern. Campher wirkt in den Pr\u00e4parationen schwach antiseptisch, schmerzlindernd und juckreizstillend.<\/p>\n<p>Medizinisch wird C. aufgrund der lokal stark reizenden Wirkung seit langer Zeit verwendet als Bestandteil von Einreibungen bei Rheuma, Muskelzerrungen, Neuralgien und Frostbeulen. <br \/>Die innerliche Einnahme von c.-haltigen Arzneimitteln wird in der Fachliteratur kritisch beurteilt. C. zeigt hierbei zentralerregende Wirkungen und regt (allerdings nur bei relativ hoher Dosierung) das Atem- und Vasomotorenzentrum an. Im menschlichen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span><a href=\"http:\/\/www.umweltlexikon-aktuell.de\/RUBsonstiges\/Organismus.php\">Organismus<\/a> wird C. in die Glucosidurons\u00e4ure des Borneols umgewandelt.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-2255-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2255-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2255-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Naturc. stammt aus dem \u00e4therischen \u00d6l von Holz, Wurzeln, Zweigen und Bl\u00e4ttern des tropischen C.-baumes Cinnamomum camphora (L.), auch Kampferlorbeer genannt (ein Lorbeergew\u00e4chs, engl.: camphor tree). 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