{"id":2123,"date":"2015-05-07T13:19:27","date_gmt":"2015-05-07T13:19:27","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2123"},"modified":"2015-05-07T13:19:27","modified_gmt":"2015-05-07T13:19:27","slug":"vollwert-ernaehrung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2123","title":{"rendered":"Vollwert-Ern\u00e4hrung"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-2123\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-2123-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2123-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-2123-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2123-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-2123-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Vollwert-Ern\u00e4hrung ist eine ganzheitliche und \u00fcberwiegend lakto-vegetabile Ern\u00e4hrungsweise, bei der gering verarbeitete Lebensmittel bevorzugt werden.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Haupts\u00e4chlich verwendete Lebensmittel sind Vollkornprodukte, Gem\u00fcse, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Obst, Kartoffeln, H\u00fclsenfr\u00fcchte sowie <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Milch und Milchprodukte, in geringen Mengen auch Fleisch, Fisch und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Eier. Die H\u00e4lfte der Nahrungsmittel besteht aus unerhitzter Frischkost.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Grunds\u00e4tze der Vollwert-Ern\u00e4hrung beinhalten neben dem gesundheitlichen Aspekt auch \u00f6kologische, soziale und \u00f6konomische Aspekte: <\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Verwendung von Produkten der Saison und m\u00f6glichst aus regionalem und \/oder \u00f6kologischem Anbau,<\/li>\n<li>Vermeidung von Nahrungsmitteln mit Zusatzstoffen,<\/li>\n<li>Bevorzugung unverpackter oder umweltschonend verpackter Lebensmittel,<\/li>\n<li>Vermeidung bzw. Verminderung der allgemeinen Schadstoffemission durch Verwendung umweltvertr\u00e4glicher Produkte und Technologien,<\/li>\n<li>Verminderung von Veredlungsverlusten durch geringeren Verzehr tierischer Lebensmittel,<\/li>\n<li>Bevorzugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, die unter sozialvertr\u00e4glichen Bedingungen erzeugt, verarbeitet und vermarktet werden (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Fairer Handel mit Entwicklungsl\u00e4ndern).<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Grunds\u00e4tze stellen weder Gebote noch Verbote dar. Sie sollen als Empfehlungen verstanden werden, die individuell an Vorlieben und Bed\u00fcrfnisse angepasst und umgesetzt werden k\u00f6nnen. Das Ziel ist, eine hohe Lebensqualit\u00e4t, die Schonung der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Umwelt und die weltweite F\u00f6rderung der sozialen Gerechtigkeit. <\/p>\n<p>Die Vollwertern\u00e4hrung ist ein ganzheitliches Ern\u00e4hrungskonzept, das in den Grundz\u00fcgen auf Erkenntnisse von Professor Werner Kollath basiert. Kollath forderte, die Nahrung so nat\u00fcrlich wie m\u00f6glich zu lassen.<\/p>\n<p>Karl von Koerber, Claus Leitzmann und Thomas M\u00e4nnle haben diese Idee weiterentwickelt und durch neuere ern\u00e4hrungswissenschaftliche Erkenntnisse erg\u00e4nzt (Gie\u00dfener Konzept). <\/p>\n<p>Nach Erkenntnissen der Gie\u00dfener Vollwert-Ern\u00e4hrungs-Studie ist die Bedarfsdeckung der essentiellen N\u00e4hrstoffe m\u00f6glich. Vollwertk\u00f6stler kamen den Empfehlungen f\u00fcr die N\u00e4hrstoffzufuhr der DGE n\u00e4her als Mischk\u00f6stler. Bei den vegetarischen Studienteilnehmer\/innen erwies sich die N\u00e4hrstoffrelation als optimal. <\/p>\n<p>(Weiter Forschungsergebnisse der Giessener Vollwert-Ern\u00e4hrungs-Studie gibt es unter http:\/\/www.uni-giessen.de\/fbr09\/nutr-ecol\/forsc_main.php). <\/p>\n<p>Bei Menschen, die ihre Ern\u00e4hrungsweise zu schnell auf Vollkornprodukte umstellen, kann es zu unangenehmen Begleiterscheinungen wie schmerzhafte Bl\u00e4hungen und Durchfall kommen. F\u00fcr diese Beschwerden sind bakterielle Zersetzungsvorg\u00e4nge verantwortlich, bei denen aus nicht oder schlecht verdauter ballaststoffreicher Kost toxische G\u00e4rungsalkohole und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>biogene Amine entstehen. Diese k\u00f6nnen die Darmschleimhaut und auch der sich im Darm befindliche Teil des Immunsystems sch\u00e4digen. <\/p>\n<p>Der Begriff Vollwert-Ern\u00e4hrung wird oft mit dem der vollwertigen Ern\u00e4hrung (definiert nach der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung) in Verbindung gebracht bzw. verwechselt. Die DGE versteht unter einer vollwertigen Ern\u00e4hrung eine bedarfsgerechte Zusammensetzung einer ganzen Kostform, im Sinne der DGE- Empfehlungen f\u00fcr die N\u00e4hrstoffzufuhr. Demnach ist ein einzelnes Lebensmittel erst dann vollwertig, wenn alle N\u00e4hrstoffe im gew\u00fcnschten Verh\u00e4ltnis vorhanden sind. Dabei geht es vor allem um den gesundheitlichen Aspekt. Soziale und \u00f6kologische Aspekte haben keine Bedeutung. <\/p>\n<p><b>Quellen:<\/b><br \/>KOERBER, K.; M\u00c4NNLE, T.; LEITZMANN, C.: Vollwert-Ern\u00e4hrung. Heidelberg 1994.<br \/>POLLMER, U; WARMUTH, S.: Lexikon der popul\u00e4ren Ern\u00e4hrungsirrt\u00fcmer. M\u00fcnchen 2004.<br \/>http:\/\/www.naturkost.de\/basics\/formen\/leitz.htm<br \/><a title=\"\" href=\"http:\/\/www.ugb.de\">http:\/\/www.ugb.de<\/a><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-2123-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2123-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2123-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vollwert-Ern\u00e4hrung ist eine ganzheitliche und \u00fcberwiegend lakto-vegetabile Ern\u00e4hrungsweise, bei der gering verarbeitete Lebensmittel bevorzugt werden.Haupts\u00e4chlich verwendete Lebensmittel sind Vollkornprodukte, Gem\u00fcse, Obst, Kartoffeln, H\u00fclsenfr\u00fcchte sowie Milch und Milchprodukte, in geringen Mengen auch Fleisch, Fisch und Eier. 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