{"id":2065,"date":"2015-05-06T10:05:58","date_gmt":"2015-05-06T10:05:58","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2065"},"modified":"2015-05-06T10:05:58","modified_gmt":"2015-05-06T10:05:58","slug":"saatgutbehandlung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2065","title":{"rendered":"Saatgutbehandlung"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-2065\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-2065-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2065-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-2065-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2065-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-2065-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>S. soll verhindern, da\u00df ausgebrachtes Saatgut von Krankheitserregern, Pilzen und \"Sch\u00e4dlingen\" befallen bzw. von V\u00f6geln oder Kleintieren gefressen wird (Verg\u00e4llungsmittel) und stellt einen Schutz gegen Fr\u00fchinfektionen dar.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu unterscheiden sind physikalische und chemische Beiz- und Entseuchungsverfahren und gentechnische Saatgutbehnadlung. Nach Einf\u00fchrung systemischer <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Fungizide spielen die physikalischen Verfahren (z.B. Hei\u00dfwasserbeizung) nur noch eine untergeordnete Rolle bzw. werden noch im \u00f6kologischen Landbau eingesetzt. Dabei ist die physikalische S. mit niederenergetischen Elektronen ein sehr effektives und nachhaltiges Verfahren und hinterl\u00e4\u00dft im Gegensatz zur chemischen S. keine R\u00fcckst\u00e4nde.<\/p>\n<p><b>Chemische Beizung<\/b><br \/>Die Beizung von Saatgut ist die sparsamste und umweltschonendste Methode, um Saatkorn und Keimling vor pilzlichen Erregern zu sch\u00fctzen. <br \/>Optimale Beizung besteht in einer exakten, der Zulassung entsprechenden und gleichm\u00e4\u00dfigen Verteilung des Mittels auf die Saatk\u00f6rner. Um dies zu erreichen, muss - neben einer guten Rohware - gew\u00e4hrleistet sein, dass in den Beizstellen die F\u00f6rderwege f\u00fcr Saatgut ausgelegt und bei Sortenwechsel gereinigt werden. Die Reinigungsanlage sollte bei Gerste mit einem Entgranner ausger\u00fcstet sein. Die notwendige gute Sortierung des Korns erfordert ein Sortiment an gr\u00fcndlich gereinigten Sieben in allen erforderlichen Gr\u00f6\u00dfen. <\/p>\n<p>Die Beizanlagen sind einer regelm\u00e4\u00dfigen \u00dcberpr\u00fcfung und Wartung zu unterziehen. Vor allem darf es nicht zu <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Staub und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Abrieb kommen, die das <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Beizmittel binden und zu Verlusten auf dem Saatgut f\u00fchren. Weiterhin muss gesichert sein, dass w\u00e4hrend des Beizvorganges st\u00e4ndig die genaue Abstimmung der Beizmittelmenge auf die Saatgutmenge \u00fcberpr\u00fcft wird. Positiv wirkt sich eine Verd\u00fcnnung des Beizmittels aus, da das Korn durch Zugabe von <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Wasser besser umh\u00fcllt wird. Fl\u00fcssigbeizen haben prinzipiell den Vorteil, dass sie besser am Saatkorn haften und keinen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Staub entwickeln.<\/p>\n<p><b>Physikalische Beizung<\/b><br \/>F\u00fcr die Erzeugung und Erhaltung gesunden Saatgutes steht im \u00f6kologischen Landbau eine Reihe von Methoden zur Verf\u00fcgung. Die Verwendung gesunden Saatgutes ist im \u00f6kologischen Landbau von besonderer Bedeutung. L\u00fcckenhafte Best\u00e4nde als Folge schlechter Saatgutqualit\u00e4t k\u00f6nnen w\u00e4hrend der Vegetationszeit kaum ausgeglichen werden. Auch lassen sich Krankheiten, die ihren Ursprung am Saatgut haben, im \u00d6kolandbau nicht durch die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln bek\u00e4mpfen. Mit dem klassischen Verfahren der Hei\u00dfwasserbehandlung k\u00f6nnen die wichtigsten Krankheiten sowohl im Getreide- als auch im Gem\u00fcsebau unter Kontrolle gehalten werden. Auch moderne Verfahren wie die Elektronenbeizung sind anwendbar. Forschungsbedarf besteht im Hinblick auf eine selektive Bek\u00e4mpfung, die Optimierung der Verfahren in Abh\u00e4ngigkeit von der jeweiligen Wirt-Parasit-Kombination sowie die Entwicklung oder Anpassung der Verfahren f\u00fcr bisher nicht einbezogene oder schwer zu bek\u00e4mpfende Schaderreger.<\/p>\n<p><b>Gentechnische Saatgutbehandlung<\/b><br \/>Gentechnisch manipulierte Agrarprodukte werden in der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Landwirtschaft eingesetzt, um den Zwang zu schaffen, Koppelprodukte zu kaufen. Dies ist bereits heute in der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Landwirtschaft der Fall, wo bestimmtes gentechnisch manipuliertes Saatgut ganz bestimmte <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Pflanzenschutzmittel erfordert, damit die Ernten erfolgreich werden. Die landwirte geraten damit in die Abh\u00e4ngigkeit einiger wenigher gro\u00dfer Agrarchemieunternehmen. HybriTech Europe und Monsantos European Centre for Crop Research (ECCR) in Louvain-la-Neuve arbeiten beispielsweise an der qualitativen und quantitativen Verbesserung des Weizenertrages durch genetische und chemische Forschung. Krankheitsresistenzen, Z\u00fcchtung von ertragreicheren Sorten und Hybriden sowie innovativer Saatgutschutz, soll es erm\u00f6glichen chemische <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Pflanzenschutzmittel in geringeren Mengen auszubringen.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-2065-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2065-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2065-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S. soll verhindern, da\u00df ausgebrachtes Saatgut von Krankheitserregern, Pilzen und &#8222;Sch\u00e4dlingen&#8220; befallen bzw. von V\u00f6geln oder Kleintieren gefressen wird (Verg\u00e4llungsmittel) und stellt einen Schutz gegen Fr\u00fchinfektionen dar.Zu unterscheiden sind physikalische und chemische Beiz- und Entseuchungsverfahren und gentechnische Saatgutbehnadlung. 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