{"id":2028,"date":"2015-05-05T12:41:44","date_gmt":"2015-05-05T12:41:44","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2028"},"modified":"2015-05-05T12:41:44","modified_gmt":"2015-05-05T12:41:44","slug":"oekologische-tierhaltung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=2028","title":{"rendered":"\u00d6kologische Tierhaltung"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-2028\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-2028-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2028-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-2028-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2028-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-2028-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Die \u00d6. wird auf biologisch wirtschaftenden Betrieben praktiziert. Seit Herbst 2000 gilt die EU-Verordnung (Nr. 1804\/1999 des Rates vom 19. Juli 1999) f\u00fcr die \u00d6.; sie ist formal eine Erg\u00e4nzung der EG-Verordnung zum \u00d6kologischen Landbau von 1991.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ziel der Regelungen ist es, auch die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Tierhaltung in den weitgehend geschlossenen Betriebskreislauf des \u00d6kologischen Landbaus zu integrieren. Der zul\u00e4ssige Tierbesatz je Fl\u00e4cheneinheit ist begrenzt, eine fl\u00e4chenunabh\u00e4ngige Produktion ausgeschlossen. Als Ma\u00dfgabe f\u00fcr die h\u00f6chstzul\u00e4ssige Anzahl von Tieren gilt dass der Wirtschaftsd\u00fcnger maximal 170 Kilogramm Stickstoff je Hektar und Jahr enthalten darf. Au\u00dferdem ist der anfallende D\u00fcnger auf die eigenen Betriebsfl\u00e4chen oder die kooperierender Betriebe in der Region zur\u00fcckzuf\u00fchren, sofern die o.g. Obergrenze an Stickstoffeintrag eingehalten wird.<\/p>\n<p>Die gesamte Tierhaltung eines Betriebszweiges mu\u00df auf die \u00d6. umgestellt werden. Es ist jedoch m\u00f6glich, dass ein Betrieb, der pflanzliche \u00d6koprodukte erzeugt, eine Tierhaltung betreibt, die der \u00d6ko-<span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Verordnung nicht entspricht. Ferner ist es m\u00f6glich, eine Tierart nach den Richtlinien der \u00d6ko-<span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Verordnung zu halten und eine zweite nicht. <\/p>\n<p>Die Kombination einer \u00f6kologischen und nicht-\u00f6kologischen Tierhaltung ist m\u00f6glich, \"sofern sie in einer Produktionseinheit erfolgt, deren Geb\u00e4ude und Fl\u00e4chen von dem gem\u00e4\u00df dieser <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Verordnung wirtschaftenden Betriebsteil deutlich getrennt sind und sofern es sich um eine andere Tierart handelt\". Die r\u00e4umliche Trennung beinhaltet Haltung (z.B. anderes Stallgeb\u00e4ude), Futterlagerung, F\u00fctterungs- und Futteraufbereitungsanlagen sowie die Trennung von Dunglagerst\u00e4tten.<\/p>\n<p>Ferner regelt die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Verordnung die Umstellung der im Rahmen des \u00f6kologischen Landbaus genutzten Fl\u00e4chen sowie die Umstellung von Tieren und tierischen Erzeugnissen. Dabei muss die gesamte f\u00fcr Futter verwendete Fl\u00e4che die Regeln des \u00f6kologischen Landbaus erf\u00fcllen. <\/p>\n<p>Um die \u00d6. wirtschaftlich betreiben zu k\u00f6nnen ist es erforderlich bei der Auswahl der Tierrassen auf Vitalit\u00e4t, Widerstandsf\u00e4higkeit und Anpassungsf\u00e4higkeit der Tiere an die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Umwelt zu achten. Weiter schreibt die EU-<span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Verordnung vor, dass die Tiere von kontrolliert \u00f6kologisch wirtschaftenden Betrieben stammen und in diesem Haltungssystem bleiben, wenn sie oder ihre Produkte als \u00f6kologisch vermarktet werden sollen. <\/p>\n<p>Auch das Futter muss aus \u00f6kologischer Erzeugung und \"vorzugsweise\" aus dem eigenen Betrieb stammen. Bis zu 30 Prozent der Futterration k\u00f6nnen aus \"Umstellungsfuttermitteln\" bestehen. Junge S\u00e4ugetiere sind \"auf der Grundlage nat\u00fcrlicher <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Milch\" zu ern\u00e4hren.<\/p>\n<p>Neben Futtermitteln aus \u00f6kologischer Erzeugung darf ein begrenzter Anteil Futtermittel konventioneller Herkunft zugef\u00fcttert werden, sofern eine ausschlie\u00dfliche Versorgung mit \u00d6ko-Futtermitteln nicht m\u00f6glich ist. Dies gilt im Rahmen einer \u00dcbergangsregelung zun\u00e4chst f\u00fcr einen Zeitraum von f\u00fcnf Jahren nach Ver\u00f6ffentlichung der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Verordnung. <\/p>\n<p>Das Prinzip der Krankheitsvorsorge in der \u00d6. basiert auf dem Grundsatz der Vorbeugung durch die Auswahl geeigneter Rassen, tiergerechte Haltungssysteme sowie den Einsatz hochwertiger Futtermittel. Erkrankt ein Tier dennoch, so ist es unverz\u00fcglich zu behandeln. <\/p>\n<p>Die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Verordnung schreibt unter Tierhaltungspraktiken u.a. vor, dass au\u00dfer der k\u00fcnstlichen Besamung alle andere Arten der k\u00fcnstlichen Fortpflanzung, wie z.B. Embryotransfer, verboten sind. Eingriffe, wie beispielsweise das Kupieren von Schw\u00e4nzen oder Stutzen von Schn\u00e4beln bei Gefl\u00fcgel, d\u00fcrfen nicht angewendet werden. Aus Sicherheits-, Tierschutz- und Hygienegr\u00fcnden k\u00f6nnen von der Kontrollstelle f\u00fcr \u00d6. in Einzelf\u00e4llen bestimmte Ma\u00dfnahmen genehmigt werden. Hierzu geh\u00f6rt z.B. das Enthornen junger Tiere. <\/p>\n<p>Auch die Kastration von m\u00e4nnlichen Tieren ist m\u00f6glich. Au\u00dferdem d\u00fcrfen Tiere \u201enicht in Anbindung gehalten werden\"; Ausnahmen f\u00fcr Einzeltiere sind aus Sicherheits- oder Tierschutzgr\u00fcnden m\u00f6glich. F\u00fcr Gefl\u00fcgel gelten definierte Mindestschlachtalter. Tiertransporte m\u00fcssen m\u00f6glichst schonend und in \u00dcbereinstimmung mit den einschl\u00e4gigen rechtlichen Bestimmungen erfolgen. Weitere Auflagen, wie z.B. das Verbot elektrischer Treibhilfen, sind einzuhalten.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Siehe auch unter:<\/span><br \/>-&gt; <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Massentierhaltung<br \/>-&gt; <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Artgerechte Tierhaltung<\/p>\n<p><i>Lit.: Ministerium f\u00fcr Naturschutz, Umwelt, Verbraucherschutz und Landwirtschaft Nordrhein-Westfalen (MNUVL) (Hrsg.): \u00d6kologische Tierhaltung - Die neuen gesetzlichen Bestimmungen zur Einbeziehung der tierischen Erzeugung in den Geltungsbereich der Verordnung (EWG) Nr. 2092\/91 \u00fcber den \u00f6kologischen Landbau. Kostenloser Bezug: MNUVL, D-40190 D\u00fcsseldorf, Fax 0211-4566456<\/p>\n<p>Steffi Graf, Manon Haccius, Helga Willer (Hrsg.): Die EU-Verordnung zur \u00f6kologischen Tierhaltung - Hinweise und Umsetzung 2. vollst\u00e4ndig \u00fcberarbeitete Auflage 1999, S\u00d6L-Sonderausgabe Nr. 72 Bad D\u00fcrkheim<\/i><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-2028-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-2028-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-2028-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die \u00d6. wird auf biologisch wirtschaftenden Betrieben praktiziert. Seit Herbst 2000 gilt die EU-Verordnung (Nr. 1804\/1999 des Rates vom 19. Juli 1999) f\u00fcr die \u00d6.; sie ist formal eine Erg\u00e4nzung der EG-Verordnung zum \u00d6kologischen Landbau von 1991.Ziel der Regelungen ist es, auch die Tierhaltung in den weitgehend geschlossenen Betriebskreislauf des \u00d6kologischen Landbaus zu integrieren. Der [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22,24,14,53],"tags":[],"class_list":["post-2028","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ernaehrung","category-landwirtschaft","category-n-s","category-o"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2028","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2028"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2028\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2029,"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2028\/revisions\/2029"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2028"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2028"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2028"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}