{"id":1977,"date":"2015-05-04T09:54:42","date_gmt":"2015-05-04T09:54:42","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1977"},"modified":"2015-11-11T13:59:43","modified_gmt":"2015-11-11T13:59:43","slug":"massentierhaltung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1977","title":{"rendered":"Massentierhaltung"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-1977\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-1977-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1977-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-1977-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1977-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-1977-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Als Massentierhaltung wird\u00a0die konzentrierte Haltung von Tieren, v.a. Gefl\u00fcgel, Rindern und Schweinen in gro\u00dfer Zahl auf engem Raum (z.B. Batteriehaltung von Legehennen) zur Erzeugung tierischer Nahrungsmittel bezeichnet. Massentierhaltung erfolgt mit sehr gro\u00dfen Best\u00e4nden und meist nur einer Tierart.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die zunehmende der Konzentration der Tierhaltung erfolgt aus arbeitstechnischen und \u00f6konomischen Gr\u00fcnden. Massentierhaltung oder auch Intensivtierhaltung ist nicht genau definiert. Die Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>FAO) spricht von Intensivtierhaltung, wenn mehr als zehn Gro\u00dfvieheinheiten (GV entspricht ca. 10 K\u00fchen) auf einem Hektar gehalten werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Massentierhaltung findet unter hohem Aufwand technischer Hilfsmittel und mit m\u00f6glichst wenig Personal- und Zeitaufwand statt, um m\u00f6glichst hohe Gewinne zu erwirtschaften. Mit der Spezialisierung gehen Tierhaltungsbetriebe wirtschaftlich und seuchenhygienisch ein gr\u00f6\u00dferes Risiko ein als ein vergleichbarer Mischbetrieb. <\/p>\n<p>Aufgrund der beengten Haltung und der einseitigen Z\u00fcchtung auf Leistung (z.B. hohe Fleischertr\u00e4ge) sind die Tiere krankheitsanf\u00e4lliger, was zu einem h\u00f6heren Arzneimitteleinsatz f\u00fchrt. In der Massentierhaltung ist die prophylaktische Gabe von Arzneimitteln zur Tierern\u00e4hrung immer noch legale Praxis, auch wenn einige f\u00fcr die menschliche <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Gesundheit gef\u00e4hrdende Stoffe inzwischen von der EU und der Bundesregierung verboten wurden. Der teilweise hohe Einsatz von Antibiotika wird f\u00fcr die Resistenz verschiedener Krankheitserreger bei Mensch und Tier verantwortlich gemacht. <\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes Problem sind die gro\u00dfen Mengen an G\u00fclle und Festmist, die bei zu geringer Landfl\u00e4che des Betriebes nicht komplett auf den eigenen Fl\u00e4chen ausgebracht werden k\u00f6nnen, so da\u00df sie anderweitig entsorgt werden. Die weitgehende Umstellung der Stallhaltung von Festmist- auf Fl\u00fcssigmistsysteme (G\u00fclle) hat zu regional hoch anfallenden G\u00fcllemengen gesorgt. In der Vergangenheit wurden v.a. in den Intensivgebieten der Massentierhaltung Ackerfl\u00e4chen durch hohe G\u00fcllegaben \u00fcberd\u00fcngt. Eine Grundwasserbelastung erfolgt v.a. durch \u00fcbersch\u00fcssiges <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Nitrat, das in tiefere Bodenschichten gelangt und bis in das Grundwasser ausgewaschen werden kann. (\u00dcberd\u00fcngung).<\/p>\n<p>Die Massentierhaltung ist der Teil der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Landwirtschaft mit besonderer Klimarelevanz, da die Tierhaltung in besonderem Umfang klimawirksame Emissionen freisetzt. Hierzu geh\u00f6ren die f\u00fcr den <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Treibhauseffekt verantwortlichen Gase wie <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Methan (CH<sub>4<\/sub>) (z.B. aus der Rinderhaltung) und Lachgas (N<sub>2<\/sub>O) (v.a. durch G\u00fclle-D\u00fcngung) sowie <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>) (durch anaerobe Prozesse). Das <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Umweltbundesamt hat daher in ihrer Studie Nachhaltiges Deutschland; von 1997 vorgeschlagen die g\u00fclleintensive Massentierhaltung in eine fl\u00e4chengebundene und artgerechte Tierhaltung umzuwandeln.<\/p>\n<p>Dr. Jean Mayer (von der Harvard University) hat errechnet:\u00a0<br \/>60 Millionen Menschen mehr, k\u00f6nnten ern\u00e4hrt werden, wenn sich jeder Fleischesser nur um 10% einschr\u00e4nken w\u00fcrde.\u00a0Grund: Pro 1 Kilogramm Fleisch, gehen 10 Kilogramm Futter (Getreide, Mais) voraus. 90% des globalen Ern\u00e4hrung wird durch den Fleischkonsum dezimiert.\u00a0W\u00e4hrend \u00c4pfel z.B. nur 60 Liter Wasser pro Kilogramm aufbrauchen, braucht man pro 1 kg Rind, 32.100 Liter Wasser auf. (Stall- und Schlachthof-Reinigung mit einberechnet)<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-1977-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1977-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1977-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Massentierhaltung wird\u00a0die konzentrierte Haltung von Tieren, v.a. Gefl\u00fcgel, Rindern und Schweinen in gro\u00dfer Zahl auf engem Raum (z.B. Batteriehaltung von Legehennen) zur Erzeugung tierischer Nahrungsmittel bezeichnet. Massentierhaltung erfolgt mit sehr gro\u00dfen Best\u00e4nden und meist nur einer Tierart.Die zunehmende der Konzentration der Tierhaltung erfolgt aus arbeitstechnischen und \u00f6konomischen Gr\u00fcnden. 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