{"id":1859,"date":"2015-04-29T11:01:28","date_gmt":"2015-04-29T11:01:28","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1859"},"modified":"2015-04-29T11:01:28","modified_gmt":"2015-04-29T11:01:28","slug":"gluteninduzierte-enteropathie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1859","title":{"rendered":"Gluteninduzierte Enteropathie"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-1859\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-1859-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1859-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-1859-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1859-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-1859-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Gluteninduzierte Enteropathie ist eine Intoleranz gegen\u00fcber dem Getreideprotein Gluten (Klebereiwei\u00df), die eine chronische Erkrankung des D\u00fcnndarms hervorruft.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gluteninduzierte Enteropathie wird im Kindesalter als Z\u00f6liakie und im Erwachsenenalter als einheimische Sprue bezeichnet. Die Krankheit kann in jedem Lebensalter auftreten und ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht heilbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Deutschland liegt die H\u00e4ufigkeit der F\u00e4lle bei 1:800. Es wird jedoch angenommen, dass die Zahl der nicht erkannten F\u00e4lle viel h\u00f6her ist. Westirland hat mit 1:300 Betroffenen die europaweit h\u00f6chste Rate. \u00dcber die Ursachen und Ausl\u00f6ser der Krankheit besteht noch keine Klarheit. Bisher geht die Wissenschaft davon aus, dass die Erkrankung durch einen fr\u00fchen Kontakt mit Gluten und sehr h\u00e4ufig bei famili\u00e4rer Veranlagung ausgel\u00f6st wird.<\/p>\n<p>Das Getreideprotein Gluten f\u00fchrt bei Z\u00f6liakie\/Sprue zu einer Entz\u00fcndung der D\u00fcnndarmschleimhaut. Wird Z\u00f6liakie\/Sprue nicht behandelt (anhaltende Glutenbelastung), verliert die normale Struktur der Darmschleimhaut nach und nach an Oberfl\u00e4che (Abflachung der Darmschleimhaut, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Abbau der Darmzotten). Durch diese Ver\u00e4nderung k\u00f6nnen wichtige N\u00e4hrstoffe nicht mehr ausreichend aufgenommen und ans Blut, an den K\u00f6rper, weitergeleitet werden. Die fehlenden N\u00e4hrstoffe, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Vitamine und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Mineralstoffe f\u00fchren zwangsl\u00e4ufig zu einer Unterversorgung des K\u00f6rpers.<\/p>\n<p>Die Symptome sind vom Erkrankungsalter des Patienten abh\u00e4ngig. Bei Kindern k\u00f6nnen beispielsweise Wachstumsst\u00f6rungen, Wesenver\u00e4nderungen oder Eiwei\u00dfmangelsymptome auftreten, bei Erwachsenen dagegen Mundschleimhautentz\u00fcndung, Knochenschmerzen oder \u00dcbelkeit. Die Krankheit kann durch eine Untersuchung der Darmschleimhaut oder einer Untersuchung auf Endomysium-Antik\u00f6rper festgestellt werden. <\/p>\n<p>Gluten ist in Weizen (Dinkel, Gr\u00fcnkern), Roggen, Gerste, und Hafer enthalten. Um einen Schub zu verhindern und die Symptome von Z\u00f6liakie\/Sprue zu lindern erfordert es den vollst\u00e4ndigen Verzicht auf Gluten, d.h. keinerlei Produkte aus oder mit <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/p>\n<p> <\/span>Weizen, Roggen, Gerste und Hafer. Vielfach wird Weizengluten aufgrund der guten technologischen Eigenschaften als Emulgator, Stabilisator oder als Tr\u00e4gersubstanz f\u00fcr Aromen in der Lebensmittelproduktion eingesetzt. Dies muss nicht gekennzeichnet werden, was dem Verbraucher den Einkauf erschwert. Glutenfrei sind dagegen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><br \/> <\/span>Mais, Reis, Kartoffeln, Kastanien, Buchweizen und Hirse. S\u00e4uglings- und Folgenahrung werden vorsorglich glutenfrei hergestellt. <\/p>\n<p>Glutenfreie Lebensmittel sind durch eine durchgestrichene \u00c4hre gekennzeichnet. Lebensmittelhersteller, die ihre glutenfreien di\u00e4tetischen Produkte mit diesem Zeichen kennzeichnen, m\u00fcssen einen Lizenzvertrag mit der Deutschen Z\u00f6liakie-Gesellschaft abschlie\u00dfen. Lebensmittel, die von Natur aus kein Gluten enthalten d\u00fcrfen dieses Zeichen jedoch nicht tragen. <\/p>\n<p><b>Quellen:<\/b><br \/>DER BROCKHAUS: Ern\u00e4hrung. Mannheim 2001.<br \/>L\u00d6BBERT, R; et al.: Lebensmittel. Haan-Gruiten 2004.<br \/>SPEKTRUM: Lexikon der Ern\u00e4hrung. Heidelberg 2002.<br \/>HAHN, A., STR\u00d6HLE,A., WOLTERS, M.: Ern\u00e4hrung. Stuttgart 2005. <\/p>\n<p><b>Empfehlenswerte B\u00fccher:<\/b><br \/>ALLMANN, I.: Kochbuch f\u00fcr Glutenallergiker und andere Allergiker. 1994.<br \/>BUHMANN, C.: Glutenfrei kochen und backen. 2004<br \/>GRAF-SITTLER, F.: Vollwertige Ern\u00e4hrung. 2005.<br \/>PABEL, B.: Nat\u00fcrlich glutenfrei. 2005.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-1859-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1859-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1859-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gluteninduzierte Enteropathie ist eine Intoleranz gegen\u00fcber dem Getreideprotein Gluten (Klebereiwei\u00df), die eine chronische Erkrankung des D\u00fcnndarms hervorruft.Gluteninduzierte Enteropathie wird im Kindesalter als Z\u00f6liakie und im Erwachsenenalter als einheimische Sprue bezeichnet. 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