{"id":1838,"date":"2015-04-28T11:54:28","date_gmt":"2015-04-28T11:54:28","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1838"},"modified":"2015-05-21T08:46:45","modified_gmt":"2015-05-21T08:46:45","slug":"gefluegelpest","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1838","title":{"rendered":"Gefl\u00fcgelpest"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-1838\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-1838-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1838-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-1838-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1838-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-1838-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>In Nordrhein-Westfalen ist der erste Fall der hoch ansteckenden und gef\u00e4hrlichen Gefl\u00fcgelpest best\u00e4tigt worden. In der Tierseuchengesetzgebung unterscheidet die klassische G. und die atypische G., die als Newcastle-Krankheit bezeichnet. Das Virus ist f\u00fcr Gefl\u00fcgel hoch ansteckend, die Sterblichkeitsrate bei infizierten Tieren liegt bei 90 Prozent. Die Newcastle-Krankheit des Gefl\u00fcgels ist seit 1927 bekannt. Sie tr\u00e4gt ihren Namen nach dem Ort des ersten Ausbruchs in <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Europa, der wissenschaftlich erforscht wurde. Da bei dem klinischen Erscheinungsbild viele \u00c4hnlichkeiten mit der klassischen G. bestehen, wurde diese Infektionskrankheit in Deutschland in fr\u00fcheren Jahren als atypische G. bezeichnet.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Erreger beider Krankheiten sind jedoch unterschiedlich. Die Bek\u00e4mpfungsma\u00dfnahmen sind weitgehend identisch weshalb sie in einer seuchenhygienischen Verordnung zusammengefasst sind. Bei Seuchenausbruch wird stets die T\u00f6tung des Gesamtbestandes angeordnet. Ein Unterschied besteht hinsichtlich einer m\u00f6glichen Impfung. F\u00fcr die G. steht kein geeigneter Impfstoff zur Verf\u00fcgung und Impfversuche au\u00dfer f\u00fcr wissenschaftliche Zwecke sind untersagt. F\u00fcr die Newcastle-Krankheit dagegen besteht Impfpflicht f\u00fcr H\u00fchner und Puten sowie andere, mit diesen Tieren gemeinsam gehaltenen Gefl\u00fcgelarten.<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchjahr 2003 hat sich die G. in den Niederlanden ausgebreitet. Auch niederl\u00e4ndische Gefl\u00fcgelbetriebe nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen sind betroffen. Seit dem 9. April 2003 gilt in NRW die \"<span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Verordnung zum Schutz gegen die G.\". Seit dem 13. April 2003 gilt die \"Eil-Verordnung zum Schutz vor der Verschleppung der Klassischen G.\". Sie regelt unter anderem:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Jede Haltung von H\u00fchnern, Puten, Enten und G\u00e4nsen ist der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde anzuzeigen. <br \/>Erh\u00f6hte Verluste oder Leistungsverringerung in den Gefl\u00fcgelbest\u00e4nden m\u00fcssen der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde mitgeteilt werden, eine Untersuchung auf die<br \/>Klassische G. ist zu veranlassen.<\/li>\n<li>Gefl\u00fcgelschauen und -m\u00e4rkte sind verboten.<\/li>\n<li>Gefl\u00fcgel und Bruteier d\u00fcrfen nur nach einer tier\u00e4rztlichen Untersuchung - die nicht l\u00e4nger als 24 Stunden zur\u00fcckliegt - transportiert werden.<\/li>\n<li>Alle Gefl\u00fcgelhalter m\u00fcssen Zu- und Abg\u00e4nge von Gefl\u00fcgel detailliert nachweisen.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die grenznahen Kreise gelten weitere Auflagen. erg\u00e4nzen. Wie das Verbraucherministerium in Bonn berichtet, ist der gefundene Erregerstamm f\u00fcr den Menschen nicht gesundheitsgef\u00e4hrdend, dennoch ist ein Tierarzt in Holland nach der Ansteckung verstorben. Bei einem niederl\u00e4ndischen Tierarzt ist das f\u00fcr die G. verantwortliche Virus in der Lunge gefunden worden. Das hat das Ministerium f\u00fcr Volksgesundheit in Den Haag mitgeteilt. Der Arzt war in Den Bosch gestorben. Er war an der Bek\u00e4mpfung der seit Anfang M\u00e4rz in den Niederlanden w\u00fctenden Tierseuche beteiligt. Dabei habe er allerdings nicht die Anti-Virus-Medizin eingenommen. <\/p>\n<p>Die EU-Kommission in Br\u00fcssel hat ein Ausfuhrverbot f\u00fcr Gefl\u00fcgel aus Nordrhein-Westfalen in Staaten der Europ\u00e4ischen Union verh\u00e4ngt. Auch in einem Umkreis von 20 Kilometern um den betroffenen Mastbetrieb in Schwalmtal hat das NRW-<span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Umweltministerium ein f\u00fcr drei Wochen geltendes Transportverbot f\u00fcr Gefl\u00fcgel und Bruteier verh\u00e4ngt. <br \/>In Nordrhein-Westfalen sind bereits rund 84.000 Tiere vorsorglich get\u00f6tet worden. In den Niederlanden sind bereits 13,5 Millionen Tiere get\u00f6tet worden, um die Seuche zu stoppen. <\/p>\n<p>Die Tierseuche zun\u00e4chst auf Betriebe in der n\u00f6rdlicher gelegenen Provinz Gelderland in den Niederlanden begrenzt gewesen, hatte sich aber dann nach S\u00fcden in Richtung Grenze zu Deutschland und Belgien ausgebreitet. Bisher ist die Seuche auf 210 Betrieben sicher festgestellt worden, bei 21 weiteren besteht nach Angaben der Beh\u00f6rden der ernste Verdacht auf Anwesenheit des Virus.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-1838-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1838-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1838-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Nordrhein-Westfalen ist der erste Fall der hoch ansteckenden und gef\u00e4hrlichen Gefl\u00fcgelpest best\u00e4tigt worden. In der Tierseuchengesetzgebung unterscheidet die klassische G. und die atypische G., die als Newcastle-Krankheit bezeichnet. 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