{"id":1834,"date":"2015-04-24T10:23:23","date_gmt":"2015-04-24T10:23:23","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1834"},"modified":"2015-04-24T10:23:23","modified_gmt":"2015-04-24T10:23:23","slug":"futtermittelzusaetze-und-tierarzneimittel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1834","title":{"rendered":"Futtermittelzus\u00e4tze und Tierarzneimittel"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-1834\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-1834-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1834-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-1834-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1834-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-1834-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Aufgrund des gro\u00dfen wirtschaftlichen Drucks und der gestiegenen Nachfrage der Verbraucher nach billigem Fleisch haben die heutigen Methoden der Massentierhaltung zu einem intensiven Einsatz pharmakologisch wirksamer Stoffe gef\u00fchrt.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese werden aus therapeutischen, zum gr\u00f6\u00dften Teil jedoch aus prophylaktischen und wirtschaftlichen Gr\u00fcnden (Verk\u00fcrzung der Mastzeiten o.\u00e4.) eingesetzt. R\u00fcckst\u00e4nde dieser Stoffe sind gesundheitlich bedenklich und k\u00f6nnen gerade durch kontinuierliche Aufnahme zu Problemen f\u00fchren (Allergien, Resistenzen pathogener Keime). Sie gelangen v.a. durch illegale Anwendung, missbr\u00e4uchliche Auslegung der Gesetze und zu geringer Wartezeiten nach der Anwendung auf den Teller des Verbrauchers.<\/p>\n<p>Die entsprechenden Gesetze (Futtermittelrecht, Lebensmittelrecht, Fleischrecht, Arzneimittelrecht) greifen nur da, wo auch eine wirksame \u00dcberwachung stattfindet. Diese jedoch kann nur Stichproben erfassen und st\u00f6\u00dft aufgrund der nicht kontrollierbaren Zahl an chemischen Verbindungen auf Schwierigkeiten.<\/p>\n<p>Die eingesetzten Stoffe sind:<span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><br \/> <\/span>Antibiotika, sie d\u00fcrfen bis auf wenige Ausnahmen nur zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden. Allerdings kommt es immer wieder zu missbr\u00e4uchlichen Auslegungen dieses Verwendungszweckes. V.a. das Antibiotikum Chloramphenicol wird in Tieren immer wieder nachgewiesen. Antibiotika haben neben der Verh\u00fctung von Infektionen den g\u00fcnstigen Nebeneffekt, die Futterverwertung zu verbessern und das Wachstum von Jungtieren zu steigern. Nach einem Beschluss des Rates f\u00fcr <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Landwirtschaft und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Fischerei am 20. Februar 2003 in Br\u00fcssel, sind ab 1. Januar 2006 antibiotische Leistungsf\u00f6rderer in der Tierern\u00e4hrung verboten.<\/p>\n<p>Cortison oder cortison\u00e4hnliche Stoffe werden bei Schweinen zur Vermeidung von Stresszust\u00e4nden eingesetzt. <\/p>\n<p>\u00d6strogene werden als Masthilfsmittel besonders in der Rindfleischproduktion eingesetzt. In Deutschland ist der Einsatz von Hormonen zu Mastzwecken seit 1958 verboten. Seit 1988 gilt dieses Verbot auch EU-weit. Trotzdem kam es im Sommer 1988 zum gro\u00dfen Hormonskandal. 70.000 K\u00e4lber zweier S\u00fcdoldenburger M\u00e4ster wurden beschlagnahmt.<\/p>\n<p><span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><br \/><\/span>Psychopharmaka werden als Beruhigungsmittel zur Vermeidung von Stre\u00dfzust\u00e4nden bei <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Massentierhaltung, Transporten und vor der Schlachtung angewendet. Bei Dauergebrauch wirkt sich auch die Ruhigstellung positiv auf das Mastergebnis aus. Ebenfalls als Beruhigungsmittel werden die Herz-Kreislauf-wirksamen Beta-Blocker sowie <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Tranquilizer eingesetzt.<\/p>\n<p>Somatotropin ist ein gentechnisch hergestelltes Wachstumshormon. Das <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Somatotropin soll die Milchleistung der K\u00fche um 30 Prozent steigern, und auch die Fleischausbeute soll erh\u00f6ht werden. Der Nachweis des Somatotropin im Fleisch ist schwierig, da dieses Hormon auch von der Kuh selbst produziert wird. Zweifel an der Unbedenklichkeit werden immer lauter. <\/p>\n<p>Quelle:<br \/>KATALYSE (Hrsg.): Neue Chemie in Lebensmitteln. Frankfurt 1998.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Siehe auch: DFD-Fleisch, PSE-Fleisch<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-1834-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1834-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1834-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgrund des gro\u00dfen wirtschaftlichen Drucks und der gestiegenen Nachfrage der Verbraucher nach billigem Fleisch haben die heutigen Methoden der Massentierhaltung zu einem intensiven Einsatz pharmakologisch wirksamer Stoffe gef\u00fchrt.Diese werden aus therapeutischen, zum gr\u00f6\u00dften Teil jedoch aus prophylaktischen und wirtschaftlichen Gr\u00fcnden (Verk\u00fcrzung der Mastzeiten o.\u00e4.) eingesetzt. 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