{"id":1832,"date":"2015-04-24T10:21:46","date_gmt":"2015-04-24T10:21:46","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1832"},"modified":"2015-05-22T13:27:58","modified_gmt":"2015-05-22T13:27:58","slug":"functional-food","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1832","title":{"rendered":"Functional Food"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-1832\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-1832-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1832-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-1832-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1832-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-1832-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Mit dem Begriff F. werden Lebensmittel beschrieben, die einen gesundheitlichen Zusatznutzen besitzen.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die den Lebensmittel zugesetzten Inhaltsstoffe sollen dabei nachweislich die spezifischen K\u00f6rperfunktionen beeinflussen und haben daher neben n\u00e4hrenden Eigenschaften einen gesundheitsf\u00f6rdernden Effekt.<\/p>\n<p>Bisher gibt es keine international einheitliche Definition von F.; in Deutschland ist F. weder lebensmittelrechtlich, noch definitorisch festgelegt. Beispiele f\u00fcr Lebensmittel, die Functional Food zugerechnet werden:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Joghurts, die mit probiotischen Kulturen hergestellt werden: Rund 15 Prozent des Joghurtmarktes in Deutschland bilden die Probiotika. Der Umsatz des deutschen Lebensmittel-Einzelhandels mit probiotischen Milchprodukten ist im Jahr 2000 auf \u00fcber 600 Mio. DM gewachsen,<\/li>\n<li>Brot, den Omega-3-Fetts\u00e4uren zugesetzt werden,<\/li>\n<li>Fruchts\u00e4fte, die mit Vitaminen und Mineralstoffen angereichert werden,<\/li>\n<li><span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Fertiggerichte, die mit Sojaprotein hergestellt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um eine \u201eFunktionalisierung\u201c von Lebensmitteln zu erreichen stehen f\u00fcnf Methoden zur Verf\u00fcgung:<\/p>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Entfernung eines unerw\u00fcnschten gesundheitlichsch\u00e4dlichen Lebensmittelbestandteils (z.B. allergene Eiwei\u00dfe, Laktose bei Produkten f\u00fcr Milchallergiker),<\/li>\n<li>Erh\u00f6hung der Konzentration eines nat\u00fcrlichen Lebensmittelbestandteiles (z.B. von Mikron\u00e4hrstoffen, die \u00fcber die t\u00e4glich-empfohlene Zufuhr hinausgehen, aber mit den Ern\u00e4hrungsempfehlungen f\u00fcr die Gesundheitsvorsorge \u00fcbereinstimmen),<\/li>\n<li>Zusatz von Stoffen, die normalerweise in den meisten Lebensmitteln normalerweise nicht enthalten sind, f\u00fcr die aber ein gesundheitlicher Effekt erwartet wird (Prebiotika),<\/li>\n<li>Austausch eines Lebensmittelbestandteils durch einen ern\u00e4hrungsphysiologisch positiver beurteilten Bestandteil (z.B. Fett durch Fettersatzstoff),<\/li>\n<li>Verbesserung der Bioverf\u00fcgbarkeit von gesundheitsf\u00f6rdernden Inhaltsstoffen (z.B. durch Mikroverkapselung).<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Teilweise k\u00f6nnen zur Herstellung von F. auch gentechnische Methoden (Pflanzenz\u00fcchtung mit neuen bzw. ver\u00e4nderten Inhaltsstoffen) eingesetzt werden.<\/p>\n<p>F. zielen v.a. auf folgende physiologische Funktionen des menschlichen K\u00f6rpers: Wachstum, Stoffwechsel von Makron\u00e4hrstoffen (Fett, Eiwei\u00df, Kohlenhydrate), Abwehr reaktiver Oxidantien (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Radikale), Herz-Kreislauf-System, Physiologie des Magen-Darm-Traktes sowie auf Verhalten und Stimmung einschlie\u00dflich geistiger und k\u00f6rperlicher Leistungsf\u00e4higkeit. Bisher liegen jedoch nur wenige wissenschaftliche Informationen vor, so dass zu den Wirkungen, aber auch m\u00f6glichen Nebenwirkungen, von F. in den n\u00e4chsten Jahren ein hoher Forschungsbedarf besteht.<\/p>\n<p>Die positiven, gesundheitsf\u00f6rdernden Wirkungen von funktionellen Lebensmitteln werden von der Lebensmittelindustrie in den Vordergrund gestellt. Dabei wird bewusst verschwiegen, dass in vielen F\u00e4llen ein wissenschaftlicher Beweis f\u00fcr den gesundheitlichen Nutzen der neuen Produkte fehlt. Eine vielseitige, ausgewogene Ern\u00e4hrung ist daher einer Ern\u00e4hrung mit F. vorzuziehen.<\/p>\n<p>Kritiker sehen im F.-Ansatz den \"T\u00fcr\u00f6ffner\" der Gentechnik im Lebensmittelbereich; die Lebensmittelindustrie erhofft sich dagegen Umsatzsteigerungen, da gesundheitliche Vorteile mit der Vermarktung und Bewerbung von Lebensmitteln verkn\u00fcpft werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>Quelle und Literatur:<\/b><br \/>Gabriele Meyer: Functional Food \u2013 Regulierende und restriktive Rahmenbedingungen \u2013 Tendenzen in der Biobranche in Deutschland<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-1832-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1832-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1832-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Begriff F. werden Lebensmittel beschrieben, die einen gesundheitlichen Zusatznutzen besitzen.Die den Lebensmittel zugesetzten Inhaltsstoffe sollen dabei nachweislich die spezifischen K\u00f6rperfunktionen beeinflussen und haben daher neben n\u00e4hrenden Eigenschaften einen gesundheitsf\u00f6rdernden Effekt.Bisher gibt es keine international einheitliche Definition von F.; in Deutschland ist F. weder lebensmittelrechtlich, noch definitorisch festgelegt. 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