{"id":1821,"date":"2015-04-24T10:14:14","date_gmt":"2015-04-24T10:14:14","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1821"},"modified":"2015-04-24T10:14:25","modified_gmt":"2015-04-24T10:14:25","slug":"fisch-und-fischereiprodukte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1821","title":{"rendered":"Fisch und Fischereiprodukte"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-1821\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-1821-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1821-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-1821-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1821-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-1821-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Der \u00fcberwiegende Teil des Fischangebotes in Deutschland stammt aus der Hochseefischerei, nur etwa 10 Prozent entf\u00e4llt auf die Binnenfischerei.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hierbei nimmt der Anteil der Flussfischerei der Fl\u00fcsse immer weiter ab (Rhein, Donau, Elbe). Der Fischkonsum in Deutschland wird zu 75 Prozent durch Hering, Seelachs, Rotbarsch, Makrele, Seehecht und Forelle gedeckt, was sich aufgrund der \u00dcberfischung einiger Speisefischarten wie etwa Rotbarsch und Scholle stark ver\u00e4ndern wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inzwischen leiden viele traditionelle Fanggebiete (Nord- und Ostsee) an \u00dcberfischung. Intensiver Fischfang wird vor allem beim <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Thunfisch mit Hilfe von kilometerlangen Schleppnetzen praktiziert, die auch viele andere Fischarten (Delphine und kleine Wal- und Haiarten) in ihrer Existenz gef\u00e4hrden (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox17\"><\/span>Fischerei).<\/p>\n<p>Fisch und Fischereiprodukte z\u00e4hlen zu den wertvollen Lebensmitteln, da sie fettarm, aber reich an hochwertigem Eiwei\u00df sind. Der j\u00e4hrliche Durchschnittsverbrauch eines Bundesb\u00fcrgers lag 1990 bei 13,5 kg Fisch.<br \/>Der R\u00fcckgang des Fischkonsums ist mit ein Grund, weshalb der \u00fcberwiegende Teil der Bev\u00f6lkerung an Jodmangel leidet.<br \/>Fisch und Fischprodukte sind sehr leicht verderblich, so dass eine durchg\u00e4ngige K\u00fchlkette und eine schnelle Verarbeitung gew\u00e4hrleistet werden muss. Mit der Fischverarbeitung und -k\u00fchlung ist somit ein hoher Energieaufwand verbunden.<\/p>\n<p>Die vom Fisch aufgenommenen Schadstoffmengen schwanken je nach Herkunft sehr stark. Der Fisch steht am Ende einer langen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Nahrungskette, in der sich bestimmte <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Schadstoffe<br \/>akkumulieren (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox16\"><\/span>Bioakkumulation). Besonders belastet sind Fische aus gro\u00dfen Fl\u00fcssen und aus dem Bereich der Flussm\u00fcndungen, besonders betroffen sind <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>fette und alte Fische sowie Raubfische.<br \/>Starke Schwermetallbelastungen (Cadmium und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Quecksilber) von Seefischen wurden in den sechziger Jahren aus Japan bekannt. Seit 1973 gibt es in Deutschland Quecksilbergrenzwerte (0,5 mg\/kg bzw.<br \/>1 mg\/kg) f\u00fcr bestimmte Fische. F\u00fcr <span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Arsen, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Blei und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Cadmium fehlen dagegen bis heute <span id=\"AutoLinkDescriptionBox15\"><\/span>Grenzwerte, es sind lediglich unverbindliche <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Richtwerte festgelegt worden. In See- und S\u00fc\u00dfwasserfischen sind auch deutliche Mengen Dioxine und Furane nachgewiesen worden.<\/p>\n<p>Die Richtlinien f\u00fcr Bio-Aquakulturen in Deutschland wurden von den \u00f6kologischen Anbauverb\u00e4nden <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Naturland, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Bioland, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Demeter und Biokreis in Abstimmung mit Experten und mit der weltweiten Dachorganisation IFOAM erarbeitet. Diese umfassen beispielsweise, dass die Haltung in k\u00fcnstlichen Beh\u00e4ltern, der Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln, der Fischfang zum Zweck der Tierfutterherstellung, die vorbeugende Behandlung mit Medikamenten oder Hormonen verboten ist. Daneben ist die Verf\u00fctterung von \u00d6ko-Futtermittel sowie eine <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>artgerechte Tierhaltung Pflicht. F\u00fcr Garnelen (Schrimps) gelten die gleichen Auflagen. Fisch ist bisher noch nicht in die EG-\u00d6koverordnung aufgenommen worden. Die europ\u00e4ischen Gremien arbeiten zurzeit an einer einheitlichen Richtlinie f\u00fcr Fisch unter Ber\u00fccksichtigung verbandseigener Vorgaben. Deutsche Unternehmen wie beispielsweise die \"Deutsche See\" sind auch am Prozess beteiligt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-1821-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1821-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1821-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der \u00fcberwiegende Teil des Fischangebotes in Deutschland stammt aus der Hochseefischerei, nur etwa 10 Prozent entf\u00e4llt auf die Binnenfischerei.Hierbei nimmt der Anteil der Flussfischerei der Fl\u00fcsse immer weiter ab (Rhein, Donau, Elbe). 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