{"id":1712,"date":"2015-04-21T10:05:37","date_gmt":"2015-04-21T10:05:37","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1712"},"modified":"2015-04-21T10:05:37","modified_gmt":"2015-04-21T10:05:37","slug":"ballaststoffe","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1712","title":{"rendered":"Ballaststoffe"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-1712\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-1712-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1712-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-1712-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1712-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-1712-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: justify;\"><b>Ballaststoffe sind unverdauliche, nicht resorbierbare Bestandteile pflanzlicher Nahrung und liefern dem K\u00f6rper somit keine Energie.<\/b><\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\" align=\"LEFT\">Ballaststoffe bestehen aus nicht verwertbaren Kohlenhydraten wie z.B. <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Zellulose und Rohfasern. Sie dienen den Pflanzen als Ger\u00fcstsubstanz der Zellstrukturen sowie als F\u00fcll- und Schutzmaterial. In tierischen Bestandteilen und Lebensmitteln kommen sie nicht vor.<\/p>\n<p>Ballaststoffe werden nach ihrem L\u00f6sungsverhalten in wasserl\u00f6sliche und -unl\u00f6sliche Ballaststoffe, sowie nach ihrer Herkunft unterschieden. Zu den wasserl\u00f6slichen Ballaststoffe z\u00e4hlen u.a. Pektin und z.T. Hemizellulose. Wasserunl\u00f6sliche Ballaststoffe wie z.B. <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Zellulose oder <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Lignin haben eine hohe Quellf\u00e4higkeit und bleiben als Partikel erhalten. Ihrer Herkunft nach werden sie in heimische, tropische und aquatische Ballaststoffe unterteilt. Die tropischen und aquatischen Ballaststoffe finden in isolierter Form, in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie Verwendung. Die heimischen Ballaststoffe, au\u00dfer <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Lignin, bestehen \u00fcberwiegend aus unterschiedlichen Polysachariden. <\/p>\n<p>Die physiologischen Wirkungen sind bis heute nicht ganz gekl\u00e4rt, da Ballaststoffe nicht isoliert wirken, sondern in Verbindung mit der in der Nahrung enthaltenen N\u00e4hrstoffen und Begleitstoffen. <\/p>\n<p>Nachfolgend einige positive physiologische Wirkungen:<\/p>\n<p>- Ballaststoffe regen die Darmperistaltik an und bewirken dadurch, dass der Speisebrei die einzelnen Darmabschnitte rascher durchlaufen kann.<br \/>F\u00e4ulnisprozesse werden somit verhindert.\u00a0<\/p>\n<p>- Die bei der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Fermentation entstehenden Fetts\u00e4uren und Gase machen den Stuhl weicher, was eine leichtere Darmentleerung bewirkt und der Bildung von H\u00e4morrhoiden entgegenwirkt.<\/p>\n<p>- Au\u00dferdem wird die Entstehung von Ausst\u00fclpungen, an der Wand des Dickdarms, verhindert und eine gesunde Darmflora gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>- Ballaststoffe quellen nicht erst im Darm auf, sondern schon im Magen, damit h\u00e4lt das S\u00e4ttigungsgef\u00fchl l\u00e4nger an.<\/p>\n<p>- Durch ihre cholesterinsenkende Wirkung beugen Ballaststoffe der Entstehung von Herz- Kreislauferkrankungen vor.<\/p>\n<p>- Ballaststoffe dienen der Erhaltung der Z\u00e4hne.<\/p>\n<p>- Durch Ballaststoffe wird der Glucose- und Cholesterinspiegel im Blut gesenkt.<\/p>\n<p>In den letzten 100 Jahren ist die Ballaststoffzufuhr der Bev\u00f6lkerung gesunken. Auff\u00e4llig ist, dass sich der Verbrauch niedrig ausgemahlener Mehle zugunsten hochausgemahlener Mehle verschoben hat. Zwischen den Jahren 1880 bis 1990 hat sich der Verzehr von Getreideerzeugnissen um etwa 40 bis 60 Prozent, der Verzehr von H\u00fclsenfr\u00fcchten um 90 Prozent reduziert. Im gleichen Zeitraum stieg der Verbrauch von isoliertem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Zucker auf das Siebenfache, von Eiern auf das F\u00fcnffache und von Fleisch auf das Dreifache. Nach epidemiologischen Studien nimmt die Zufuhr um so mehr ab, je h\u00f6her der materielle Wohlstand in einem Land ist. In Entwicklungsl\u00e4ndern liegt die Zufuhr beispielsweise zwischen 40 und 140 Gramm, in Industriel\u00e4ndern zwischen 30 und 70 Gramm pro Person. In Deutschland lag die Ballaststoffzufuhr vor 100 Jahren bei 100 Gramm pro Person. Momentan betr\u00e4gt die Zufuhr 19 Gramm. Ern\u00e4hrungsphysiologen empfehlen eine durchschnittliche Aufnahme von 30 bis 40 Gramm Ballaststoffe pro Tag.<\/p>\n<p>Trotz einem niedrigen Energiegehalt haben Ballaststoffe eine gute S\u00e4ttigungswirkung. Ballaststoffreiche Lebensmittel sind Vollgetreideprodukte, Gem\u00fcse und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Obst. Kostformen mit einem hohen Ballaststoffgehalt sind geeignet, die Ern\u00e4hrungsempfehlungen der DGE zu erf\u00fcllen, da Ballaststoffe eine hohe N\u00e4hrstoffdichte f\u00fcr <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Vitamine und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Mineralstoffe aufweisen.<br \/>Bestimmte Ballaststoffe aus der Nahrung werden von Darmbakterien zersetzt.\u00a0Bei einer zu schnellen Umstellung auf Vollkornprodukte kann es\u00a0zu unangenehmen Vertr\u00e4glichkeitserscheinungen oder Begleiterscheinungen wie Bl\u00e4hungen kommen.<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\" align=\"LEFT\">Quellen:<br \/>DER BROCKHAUS: Ern\u00e4hrung. Mannheim 2001.<br \/>LEITZMANN, C.; M\u00c4NNLE, T.; KOERBER, K.: Vollwert-Ern\u00e4hrung. Heidelberg 1999.<br \/>http:\/\/petri-apotheke-olching.de\/themen\/gesund\/ballast.htm<\/div>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-1712-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1712-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1712-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ballaststoffe sind unverdauliche, nicht resorbierbare Bestandteile pflanzlicher Nahrung und liefern dem K\u00f6rper somit keine Energie.Ballaststoffe bestehen aus nicht verwertbaren Kohlenhydraten wie z.B. Zellulose und Rohfasern. Sie dienen den Pflanzen als Ger\u00fcstsubstanz der Zellstrukturen sowie als F\u00fcll- und Schutzmaterial. 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