{"id":1694,"date":"2015-04-21T09:51:57","date_gmt":"2015-04-21T09:51:57","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1694"},"modified":"2015-05-08T12:03:15","modified_gmt":"2015-05-08T12:03:15","slug":"agrarwende","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1694","title":{"rendered":"Agrarwende"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-1694\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-1694-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1694-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-1694-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1694-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-1694-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Die BSE-Krise hat gezeigt, dass es in der Landwirtschaft nicht mehr weiter gehen kann wie bisher. Der Ausweg soll nun die Agrarwende bringen.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>A. Agrarwende- Ein neues Leitbild in der Landwirtschaft<\/b><br \/>Beim Lebensmittelangebot soll \"Klasse statt Masse\" zum neuen Grundsatz werden. Jahrzehntelang wurde die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Landwirtschaft von Politik und Handel auf die Steigerung der Produktionsmengen bei niedrigen Preisen getrimmt. Diese Politik, gro\u00dfz\u00fcgig mit EU-Steuergeldern gef\u00f6rdert, hat zuerst zu Butterbergen, Milchseen und Fleischbergen, dann zur Vernichtung der \u00dcbersch\u00fcsse und schlie\u00dflich auch noch zur <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>BSE-Krise gef\u00fchrt. Mit der Agrarwende gilt es, gesunde und vollwertige Lebensmittel unter Schonung der nat\u00fcrlichen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Ressourcen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Boden, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Wasser und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Luft herzustellen. Gute Lebensmittel haben ihren Preis. Deshalb muss der Kunde im Gesch\u00e4ft bereit sein, f\u00fcr bessere Produkte mehr zu bezahlen. <\/p>\n<p><b>B. Abkehr von der Massentierhaltung<\/b><br \/>Die Verbesserung der Haltungsbedingungen von Tieren ist eine der dringendsten Aufgaben der Agrarwende. Im modernen Agro-Business werden Tiere h\u00e4ufig unter qualvollen Umst\u00e4nden gehalten. Nicht nur bei Rindern sind die ethnischen Grenzen \u00fcberschritten: H\u00fchner, Puten und Schweine m\u00fcssen in vielen Betrieben auf engstem Raum \u00fcberleben. Die Z\u00fcchtung neuer Turbo-Rassen, die besonders hohen Ertrag bei geringst m\u00f6glicher Aufwuchszeit garantieren, ist nur ein Beispiel f\u00fcr den Irrweg einer industriell gepr\u00e4gten <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Landwirtschaft. <\/p>\n<p><b>C. Effektiver Verbraucherschutz<\/b><br \/>Die Industrialisierung der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung hat dem Verbraucher vor allem g\u00fcnstige Preise beschert. Doch was n\u00fctzt das beste Schn\u00e4ppchen, wenn nicht mehr die Herkunft des Produkts und dessen Zutaten erkannt werden kann? Die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>BSE-Krise und der Hormon-Skandal haben gezeigt: Der Verbraucherschutz muss dringend verbessert werden. Neue G\u00fctesiegel sollen auf einwandfrei hergestellte Produkte hinweisen. Die neuen Label bed\u00fcrfen strenger \u00dcberpr\u00fcfungen, um ihre Glaubw\u00fcrdigkeit zu erhalten. <\/p>\n<p><b>D. Neue F\u00f6rderrichtlinien<\/b><br \/>Die Ausgaben f\u00fcr die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Landwirtschaft machen mehr als zwei Drittel des gesamten Budgets der Europ\u00e4ischen Union aus. Doch das Geld wird derzeit mit falschen Priorit\u00e4ten verteilt. Belohnt werden vor allem gro\u00dfe Betriebe, die viel produzieren, wachsen und weiter rationalisieren. Eine neue Politik sollte die F\u00f6rderung zur Erhaltung der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Landwirtschaft an Kriterien koppeln und \u00f6kologisches Wirtschaften, ungeachtet von der Gr\u00f6\u00dfe des jeweiligen Betriebs, belohnen.<\/p>\n<p><b>E. F\u00f6rderung des \u00f6kologischen Landbaus und der Tierhaltung<\/b><br \/>Selbst die optimistischsten Prognosen zur Agrarwende gehen nicht davon aus, dass auf absehbare Zeit alle Bauernh\u00f6fe in Deutschland auf \u00d6ko-<span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Landwirtschaft umstellen werden. Ziel ist es daher auch konventionelle Betriebe an den Leitlinien der \u00f6kologischen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Landwirtschaft auszurichten. F\u00fcr umstellungswillige Betriebe und die Biobauern sollen die staatlichen F\u00f6rderungen erh\u00f6ht werden. Die Steigerung dieses Anteils auf 10 Prozent innerhalb der n\u00e4chsten zehn Jahre w\u00e4re schon ein erster Erfolg.<\/p>\n<p>Anfang 2005 wurden in Deutschland 734.027 Hektar landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4che von 16.476 Betrieben nach den EU-weiten Regelungen des \u00f6kologischen Landbaus bewirtschaftet. Im Jahr 2003 wurde eine Wachstumsrate von 5,3 Prozent erzielt. Besonders hoch ist der Anteil des \u00d6kolandbaus in Brandenburg, Hessen, Mecklenburg- Vorpommern und Baden- W\u00fcrttemberg. Knapp 60 Prozent der \u00f6kologisch wirtschaftenden Betriebe in Deutschland sind den \u00d6ko- Anbauverb\u00e4nden wie <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Demeter, Natur- oder <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Bioland angeschlossen.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-1694-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1694-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1694-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die BSE-Krise hat gezeigt, dass es in der Landwirtschaft nicht mehr weiter gehen kann wie bisher. Der Ausweg soll nun die Agrarwende bringen.A. 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