{"id":1476,"date":"2015-04-09T10:54:26","date_gmt":"2015-04-09T10:54:26","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1476"},"modified":"2015-04-09T11:09:16","modified_gmt":"2015-04-09T11:09:16","slug":"solarzellen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1476","title":{"rendered":"Solarzellen"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-1476\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-1476-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1476-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-1476-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1476-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-1476-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>S. sind Halbleiterbauelemente, die Licht (Globalstrahlung) direkt in elektrischen Strom umwandeln k\u00f6nnen (photo-voltaischer Effekt, daher auch der Name Photovoltaik).<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">I.d.R. dient Silizium als Grundmaterial. Man unterscheidet zwischen mono- und polykristallinen Siliziumzellen, amorphen Siliziumzellen und D\u00fcnnschichtzellen. Zum letzteren Zellentyp geh\u00f6ren Solarzellen, die nicht aus kristallinem Silizium hergestellt werden und sehr d\u00fcnn sind. Wird die Solarzelle beleuchtet, steht an den elektrischen Anschl\u00fcssen eine Gleichspannung von etwa 0,5 Volt zur Verf\u00fcgung. Der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox14\"><\/span>Strom und damit auch die Leistung, die entnommen werden kann, h\u00e4ngen von der Intensit\u00e4t der Sonneneinstrahlung und der Zellenfl\u00e4che, d.h. der Gr\u00f6\u00dfe der Empf\u00e4ngerfl\u00e4che, ab. S. werden zu Solarmodulen zusammengeschaltet und mit weiteren Komponenten als <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Photovoltaik-Anlage zur Stromerzeugung genutzt.<\/p>\n<p>Details:<br \/>Monokristalline S. aus industrieller Fertigung wandeln heute etwa 16 bis 18% (Labor: 20-25%) des auftreffenden Sonnenlichts in elektrischen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox15\"><\/span>Strom um. Polykristalline S. weisen etwas schlechtere Wirkungsgrade auf. Das Verfahren der amorphen Zellen geht mit dem Basismaterial Silizium -da es nur als d\u00fcnne Schicht aufgedampft wird- sehr sparsam um und vermeidet von vornherein die (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>energie-) aufwendigen und teuren Schritte der Kristallherstellung und des Zers\u00e4gens in einzelne Scheiben wie bei den kristallinen S.. Amorphe Silizium-S. sind daher preiswerter herzustellen und als D\u00fcnnschichtzellen flexibler einsetzbar, haben allerdings nur einen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox21\"><\/span>Wirkungsgrad von 5-8% (Labor 13%).<br \/>Es gibt auch noch eine Reihe anderer Stoffe, die halbleitende Eigenschaften besitzen und geeignet sind, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox24\"><\/span>Licht in <span id=\"AutoLinkDescriptionBox16\"><\/span>Strom umzuwandeln. Favorisiert werden heute unter anderem D\u00fcnnschichtzellen aus Cadmiumsulfid (CdS) bzw. Cadmiumtellurid (CdTe) und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox26\"><\/span>Kupfer-Indium-Selenid (CuInSe2), deren Marktanteil heute bei ca. 5% liegt. Die D\u00fcnnschichttechnologie ist aufgrund des sparsamen Material- und Energieeinsatzes und der geringeren Produktionskosten (im Vergleich zu Siliziumzellen) ein Verfahren, das zuk\u00fcnftig einen h\u00f6heren Marktanteil erwerben kann. In den Halbleiterschichten kommen jedoch in geringen Konzentrationen u. a. die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Elemente <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Cadmium, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox20\"><\/span>Selen, Tellur und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox27\"><\/span>Kupfer (Cd, Se, Te, Cu) vor, die toxisch sein k\u00f6nnen. Somit sollten die m\u00f6glichen Risiken f\u00fcr <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Umwelt und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Gesundheit w\u00e4hrend der Produktion, des Betriebes und der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox19\"><\/span>Entsorgung dieser Module beachtet werden.<br \/>Silizium-S. bewirken am Einsatzort keine Belastung der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>Umwelt. Ausnahmen sind <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Cadmium-Tellurid-S., die bei Br\u00e4nden <span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Cadmium emittieren k\u00f6nnen. Es dauert allerdings einige Jahre bis die zur Herstellung von Silizium-S. ben\u00f6tigt <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Energie amortisiert ist (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox25\"><\/span>Photovoltaik-Anlagen).<br \/>In der Entwicklung stecken noch weitere Konzepte, wie z.B. die \"High-Voltage-Zelle\", welche eine Spannung von 2,8V bzw. 8V bei einem <span id=\"AutoLinkDescriptionBox22\"><\/span>Wirkungsgrad von 10,2% bzw. 8,3% abgibt.<br \/>F\u00fcr den Einsatz zur Stromerzeugung im Kraftwerksma\u00dfstab sind S. auch in sonnenreichen Regionen derzeit noch erheblich zu teuer. Preiswerter sind nicht nur fossil gefeuerte Kraftwerke, sondern auch <span id=\"AutoLinkDescriptionBox18\"><\/span>solarthermische Kraftwerke (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Solarkraftwerke) und Windkraftwerke (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox28\"><\/span>Windenergie). Ein gro\u00dfer Einsatzbereich von S. wird auf absehbare Zeit der dezentrale Inselbetrieb in nicht elektrifizierten Gebieten sein. Gerade in d\u00fcnnbesiedelten Regionen ist es heute schon preiswerter, <span id=\"AutoLinkDescriptionBox17\"><\/span>Strom mit S. zu erzeugen, anstatt aufwendige und verlustreiche Stromnetze aufzubauen. Aus diesem Grund kommen in Entwicklungsl\u00e4ndern S. heute schon vielf\u00e4ltig zum Einsatz: Photovoltaisch betriebene Wasserpumpen, Stromversorgung von abgelegenen Radiosendern und Krankenh\u00e4usern (K\u00fchlung von Medikamenten) und standardisierte Systeme zur Minimalelektrifizierung privater Haushalte.<br \/>In Deutschland finden z.B. amorphe Siliziumzellen bei elektrischen Kleinverbrauchern (z.B. Taschenrechnern und Armbanduhren) ihren Einsatz.<br \/>Netzgekoppelte Anlagen, zur Unterst\u00fctzung der h\u00e4uslichen Stromversorgung, sind seit der Verabschiedung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wirtschaftlich zu betreiben. Grund daf\u00fcr sind die hohen Einspeiseverg\u00fctungen, weshalb der erzeugte Strom komplett eingespeist werden sollte. Weiter sind auch verschiedene F\u00f6rderprogramme (z.B. das 100.000-D\u00e4cher-Programm) von <span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Bund, L\u00e4ndern und St\u00e4dten zu beziehen. <br \/>Weltweit lie\u00dfe sich technisch betrachtet die gesamte Energieversorgung auf S. in Verbindung mit der <span id=\"AutoLinkDescriptionBox23\"><\/span>Wasserstofftechnologie als Speicher- und Transportmedium aufbauen. Selbst im sonnenschwachen Deutschland k\u00f6nnen 12% des Strombedarfs solar gedeckt werden, wenn etwa die H\u00e4lfte der nutzbaren Dachfl\u00e4che mit S. bedeckt w\u00fcrde. <br \/>Kompletanlagen, siehe <span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>Photovoltaik-Anlage.<br \/><b>Literaturangabe:<\/b><br \/><i>Heinz Ladener: Solare Stromversorgung<\/i><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-1476-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1476-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1476-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S. sind Halbleiterbauelemente, die Licht (Globalstrahlung) direkt in elektrischen Strom umwandeln k\u00f6nnen (photo-voltaischer Effekt, daher auch der Name Photovoltaik).I.d.R. dient Silizium als Grundmaterial. Man unterscheidet zwischen mono- und polykristallinen Siliziumzellen, amorphen Siliziumzellen und D\u00fcnnschichtzellen. Zum letzteren Zellentyp geh\u00f6ren Solarzellen, die nicht aus kristallinem Silizium hergestellt werden und sehr d\u00fcnn sind. Wird die Solarzelle beleuchtet, steht [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[18,20,21,14,57],"tags":[],"class_list":["post-1476","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bauen-wohnen","category-chemie-prozesse","category-energie","category-n-s","category-s"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1476","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1476"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1476\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1477,"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1476\/revisions\/1477"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1476"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1476"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1476"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}