{"id":137,"date":"2015-03-03T14:52:25","date_gmt":"2015-03-03T14:52:25","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=137"},"modified":"2015-08-03T08:46:53","modified_gmt":"2015-08-03T08:46:53","slug":"abfallbeseitigung-auf-see-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=137","title":{"rendered":"Abfallbeseitigung auf See"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-137\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-137-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-137-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-137-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-137-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-137-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Die Abfallbeseitigung auf See erfolgt als Verbrennung oder Verklappung. Vor allem D\u00fcnns\u00e4ure aus der Titandioxid-Produktion und Kl\u00e4rschl\u00e4mme wurden in fr\u00fcheren Jahren verklappt.<\/b><\/p>\n<p>Seit die internationalen Abkommen von Oslo (15.2.1972, Geltungsbereich Nordsee und Atlantik) und London (29.12.1972, Geltungsbereich weltweit) ratifiziert wurden und das \"Hohe-See-Einbringungsgesetz\" im Jahr 1977 in Kraft trat, ist die Abfallbeseitigung auf See in der BRD erlaubnispflichtig. Das Gesetz regelt die Einbringung oder Einleitung von Stoffen in die hohe See. Es wird erg\u00e4nzt durch die Hohe-See-Einbringungsverordnung und die Hohe-See-Einbringungsverwaltungsvorschrift.<\/p>\n<p>Unter den zahlreichen Richtlinien der Europ\u00e4ischen Gemeinschaften, die den Gew\u00e4sserschutz betreffen, ist in bezug auf die Abfallbeseitigung auf See vor allem die Richtlinie \u00fcber Abf\u00e4lle aus der Titandioxid-Produktion zu nennen. Die Titandioxid-Richtlinie fordert die Einsetzung des Chloridverfahrens als weniger umweltsch\u00e4dliche Technologie f\u00fcr die Titandioxid-Produktion. <\/p>\n<p>1988 einigten sich die EG-Umweltminister auf die Richtlinie zur Beendigung der Meeresverschmutzung durch Abf\u00e4lle aus der Titandioxid-Produktion, nach der die D\u00fcnns\u00e4ureverklappung bis 31.12.1989 eingestellt werden sollte, nachdem die drei gro\u00dfen Hersteller von Titandioxid auf massive Proteste verschiedener Umweltorganisationen ein Recyclingsystem entwickelt hatten. F\u00fcr drei Mitgliedstaaten (Gro\u00dfbritannien, Frankreich und Spanien) wurde unter bestimmten Voraussetzungen eine \u00dcbergangsfrist vorgesehen.<\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df dem Hohe-See-Einbringungsgesetz wird die Erlaubnis zur Abfallbeseitigung auf See in Deutschland vom Deutschen Hydrographischen Institut erteilt. Dazu pr\u00fcft das <span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>Umweltbundesamt in einem zweistufigen Verwaltungsverfahren zun\u00e4chst die M\u00f6glichkeit, die Stoffe an Land zu entsorgen. Ein Verklappen oder Verbrennen auf hoher See kommt ausschlie\u00dflich dann in Betracht, wenn die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>Entsorgung an Land nicht m\u00f6glich oder wirtschaftlich nicht vertretbar ist. Sind sch\u00e4dliche Auswirkungen f\u00fcr das Meerwasser zu bef\u00fcrchten, ist die M\u00f6glichkeit der Abfallbeseitigung auf See generell ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Die verschiedenen Deutungen \u00fcber die Gef\u00e4hrlichkeit bzw. Sch\u00e4dlichkeit von Stoffen lie\u00df sich besonders deutlich an der Diskussion um die D\u00fcnns\u00e4ureverklappung verfolgen, die von der Bundesregierung f\u00fcr nicht eindeutig sch\u00e4dlich klassifiziert und erst 1989 in \u00dcbereinstimmung mit der Titandioxid-Richtlinie vollst\u00e4ndig eingestellt wurde.<\/p>\n<p>Ebenso betrieb die BRD die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Verbrennung von chlorierten Kohlenwasserstoffen (<span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>CKW), f\u00fcr die auf Land keine ausreichenden Entsorgungskapazit\u00e4ten zur Verf\u00fcgung standen, bis Oktober 1989. Trotz des Hohe-See-Einbringungsgesetzes nahm die Menge der von deutschen Firmen auf der Nordsee verbrannten Abf\u00e4lle bis 1986 bis auf einen Stand von 53.800 t zu. Dies entsprach etwa 50% der gesamten auf der Nordsee verbrannten Abf\u00e4lle. Danach wurde die <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Verbrennung innerhalb von drei Jahren auf weniger als die H\u00e4lfte (21.200 t) reduziert.<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-137-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-137-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-137-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Abfallbeseitigung auf See erfolgt als Verbrennung oder Verklappung. 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