{"id":1163,"date":"2015-03-26T15:49:23","date_gmt":"2015-03-26T15:49:23","guid":{"rendered":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1163"},"modified":"2015-08-04T14:17:10","modified_gmt":"2015-08-04T14:17:10","slug":"stoffregistrierung-unter-reach","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/umweltlexikon.katalyse.de\/?p=1163","title":{"rendered":"Stoffregistrierung unter REACh"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-1163\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-1163-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1163-0-0\"  class=\"panel-grid-cell panel-grid-cell-empty\" ><\/div><div id=\"pgc-1163-0-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1163-0-1-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-1163-0-1-0\" ><div class=\"textwidget\"><p><b>Die Stoffregistrierung unter <span id=\"AutoLinkDescriptionBox3\"><\/span>REACh betrifft Stoffe, Stoffe in Zubereitungen, Zwischenprodukte und Stoffe in Erzeugnissen. <span id=\"AutoLinkDescriptionBox12\"><\/span>Polymere sind unter REACh nicht registrierungspflichtig im Gegensatz zu den Monomeren, aus denen Polymere hergestellt werden.<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Stoff ist nach REACh Art. 3, Nr. 1 ein \u201eChemisches Element und seine Verbindungen in nat\u00fcrlicher Form oder gewonnen durch ein Herstellungsverfahren, einschlie\u00dflich der zur Wahrung seiner Stabilit\u00e4t notwendigen <span id=\"AutoLinkDescriptionBox10\"><\/span>Zusatzstoffe und der durch das angewandte Verfahren bedingten Verunreinigungen, aber mit Ausnahme von L\u00f6sungsmitteln, die von dem Stoff ohne Beeintr\u00e4chtigung seiner Stabilit\u00e4t und ohne \u00c4nderung seiner Zusammensetzung abgetrennt werden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Zubereitungen<\/b><br \/>Zubereitungen sind nach REACh Art. 3, Nr. 2 \u201eGemenge, Gemische oder L\u00f6sungen, die aus zwei oder mehr Stoffen bestehen.\u201c<\/p>\n<p>Hersteller und Importeure m\u00fcssen ab dem 01.06.2008 jeden Stoff als solchen oder in einer oder mehreren Zubereitungen, der in Mengen von 1 Tonne oder mehr pro Jahr hergestellt oder eingef\u00fchrt wird, bei der Europ\u00e4ischen Agentur f\u00fcr chemische Stoffe (ECHA) registrieren. Es werden also nur Einzelstoffe, aber keine Zubereitungen unter REACh registriert, sobald aber ein Stoff Bestandteil einer Zubereitung ist, muss er registriert werden.<\/p>\n<p><b>Zwischenprodukt<\/b><br \/>Ein Zwischenprodukt nach REACh Art. 3, Nr. 15 ist ein \u201eStoff, der f\u00fcr die chemische Weiterverarbeitung hergestellt und hierbei verbraucht oder verwendet wird, um in einen anderen Stoff umgewandelt zu werden (nachstehend \u201eSynthese\" genannt).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">a) Nicht-isoliertes Zwischenprodukt <br \/>Zwischenprodukt, das w\u00e4hrend der Synthese nicht vors\u00e4tzlich aus dem Ger\u00e4t, in dem die Synthese stattfindet, entfernt wird (au\u00dfer f\u00fcr Stichprobenzwecke). Derartiges Ger\u00e4t umfasst Reaktionsbeh\u00e4lter und die dazugeh\u00f6rige Ausr\u00fcstung sowie jegliches Ger\u00e4t, das der Stoff\/die Stoffe in einem kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Prozess durchl\u00e4uft\/durchlaufen, sowie Rohrleitungen zum Verbringen von einem Beh\u00e4lter in einen anderen f\u00fcr den n\u00e4chsten Reaktionsschritt; nicht dazu geh\u00f6ren Tanks oder andere Beh\u00e4lter, in denen der Stoff\/die Stoffe nach der Herstellung gelagert wird\/werden; <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">b) Standortinternes isoliertes Zwischenprodukt: <br \/>Zwischenprodukt, das die Kriterien eines nicht-isolierten Zwischenprodukts nicht erf\u00fcllt, dessen Herstellung und die Synthese eines anderen Stoffes\/anderer Stoffe aus ihm am selben, von einer oder mehreren Rechtspersonen betriebenen Standort durchgef\u00fchrt wird; <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">c) Transportiertes isoliertes Zwischenprodukt: <br \/>Zwischenprodukt, das die Kriterien eines nicht-isolierten Zwischenprodukts nicht erf\u00fcllt und das an andere Standorte geliefert oder zwischen diesen transportiert wird.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Zwischenprodukte gelten erleichterte Registrierungsanforderungen (verringerte Datenanforderungen). Nicht-isolierte Zwischenprodukte sind sogar von REACh ausgenommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Monomer<\/b><br \/>Ein Monomer ist nach REACh Art. 3, Nr. 6 \u201eein Stoff, der unter den Bedingungen der f\u00fcr den jeweiligen Prozess verwendeten relevanten polymerbildenden Reaktion imstande ist, kovalente Bindungen mit einer Sequenz weiterer \u00e4hnlicher oder un\u00e4hnlicher Molek\u00fcle einzugehen. <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span id=\"AutoLinkDescriptionBox13\"><\/span>Monomere oder andere Stoffe, die in monomeren Einheiten in gebundener Form vorhanden sind, m\u00fcssen registriert werden, wenn das Polymer zu mindestens 2 Massenprozent aus einem solchen Stoff besteht und die Gesamtmenge 1Tonne oder mehr pro Jahr betr\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Polymer<\/b><br \/>Ein Polymer ist nach REACh Art. 3, Nr. 5 \u201eStoff, der aus Molek\u00fclen besteht, die durch eine Kette einer oder mehrerer Arten von Monomereinheiten gekennzeichnet sind. Diese Molek\u00fcle m\u00fcssen innerhalb eines bestimmten Molekulargewichtsbereichs liegen, wobei die Unterschiede beim Molekulargewicht im Wesentlichen auf die Unterschiede in der Zahl der Monomereinheiten zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Ein Polymer enth\u00e4lt Folgendes: <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">a) eine einfache Gewichtsmehrheit von Molek\u00fclen mit mindestens drei Monomereinheiten, die zumindest mit einer weiteren Monomereinheit bzw. einem sonstigen Reaktanten eine kovalente Bindung eingegangen sind; <\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">b) weniger als eine einfache Gewichtsmehrheit von Molek\u00fclen mit demselben Molekulargewicht. Im Rahmen dieser Definition ist unter einer \"Monomereinheit\" die gebundene Form eines Monomers in einem Polymer zu verstehen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Erzeugnis<\/b><br \/>Ein Erzeugnis wird nach REACh Art. 3, Nr. 3 als \u201eGegenstand, der bei der Herstellung eine spezifische Form, Oberfl\u00e4che oder Gestalt erh\u00e4lt, die in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe als die chemische Zusammensetzung seine Funktion bestimmt\u201c, definiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die Registrierung von Stoffen in Erzeugnissen gelten besondere Regelungen. REACh reglementiert aus Erzeugnissen unter normalen oder vern\u00fcnftigerweise vorhersehbaren Verwendungsbedingungen freigesetzte <span id=\"AutoLinkDescriptionBox8\"><\/span>Chemikalien. Stoffe, die absichtlich aus Erzeugnissen in Mengen von mehr als einer Tonne pro Jahr und pro Produzent oder Importeur freigesetzt werden, sind registrierungspflichtig. Ist hingegen keine Freisetzung beabsichtigt, ist lediglich eine vom Hersteller bzw. Importeur erforderliche Meldung an die Agentur zu machen, falls ein Stoff als besonders gef\u00e4hrlich eingestuft ist und eine Belastung von Mensch und <span id=\"AutoLinkDescriptionBox1\"><\/span>Umwelt bei der Verwendung bis hin zur <span id=\"AutoLinkDescriptionBox6\"><\/span>Entsorgung nicht sicher ausgeschlossen werden kann und der Stoff in Mengen von mehr als 0,1 Gewichtsprozent im Erzeugnis und insgesamt mehr als 1 Tonne pro Jahr in <span id=\"AutoLinkDescriptionBox11\"><\/span>Verkehr gebracht wird. Anschlie\u00dfend entscheidet die Chemikalienagentur, ob eine Registrierung des Stoffes notwendig ist. Die Agentur kann jederzeit die Registrierung eines in Erzeugnissen enthaltenen Stoffes verlangen, wenn sie die Freisetzung dieses Stoffes als Risiko f\u00fcr die menschliche <span id=\"AutoLinkDescriptionBox2\"><\/span>Gesundheit oder f\u00fcr die Umwelt erachtet.<\/p>\n<p>Quellen:<br \/><span id=\"AutoLinkDescriptionBox4\"><\/span>REACH-<span id=\"AutoLinkDescriptionBox7\"><\/span>Verordnung: Verordnung (EG) Nr. 1907\/2006 des Europ\u00e4ischen Parlaments und des Rates vom 18. Dezember 2006; http:\/\/eur-lex.<span id=\"AutoLinkDescriptionBox9\"><\/span>europa.eu\/LexUriServ\/site\/de\/oj\/2006\/l_396\/l_39620061230de00010851.pdf<br \/>RIPs: http:\/\/ecb.jrc.it\/<span id=\"AutoLinkDescriptionBox5\"><\/span>reach\/rip\/<\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-1163-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-1163-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-1163-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_black-studio-tinymce widget_black_studio_tinymce panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" ><div class=\"textwidget\"><p style=\"text-align: right;\"><em>Autor: KATALYSE Institut<\/em><\/p>\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stoffregistrierung unter REACh betrifft Stoffe, Stoffe in Zubereitungen, Zwischenprodukte und Stoffe in Erzeugnissen. 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